Die D7000 und ihre Eigenheiten

Wie ich in „Warum die D7000?“ schon geschieben habe, bin ich stolzer Besitzer der Nikon D7000. Als Kitobjektiv wählte ich das Nikkor AF-S 16-85mm 3.5-5.6G VR, weil ich etwas mehr Weitwinkel wollte, als das 18-105mm Objektiv anbietet. Doch ums Objektiv solls hier nicht gehen. Vielmehr möchte ich meine Erfahrungen mit der D7000 teilen.

Ich war von Anfang an ziemlich begeistert von meiner Neuanschaffung. Naja, ist ja auch ein ziemlicher Sprung von einer relativ alten Consumer-DSLR (Canon 350D) zu einer Semi-Pro-DSLR. Allein schon bezüglich Gewicht und Größe liegen Welten zwischen den Kameras. Daran gewöhnt man sich jedoch relativ schnell. Dann ist die Bedienung natürlich komplett anders, naja, Canon vs. Nikon halt. Gewöhnt man sich auch schnell dran. Aus heutiger Sicht möchte ich die Schnellzugriffe der D7000 (und anderer Nikons) nicht mehr missen. Aber perfekt ist die Kamera nicht, sie hat doch einige Macken! Und genau die will ich auch klar benennen.

Autofokus:

Über den Autofokus der D7000 wurde schon viel gesprochen und diskutiert. Vor allem die Problematik eines latenten Backfokus stetn meist im Mittelpunkt der Beschwerden. Ja, auch ich hab damit zu kämpfen, aber komme mit der AF-Feinabstimmung gut klar. Das ist zwar auch nicht im Sinne des Erfinders, dass man bei jedem Objektiv ein AF-Feintuning durchführen muss, aber was solls. In Dresden gibts zwar einen Nikon Service Point, aber ich bin zu bequem mein ganzes Zeug zu nehmen und dort vorstellig zu werden. Vielleicht mach ich das doch mal, mal sehen.

Schlimmer aus meiner Sicht ist, dass der Autofokus unter bestimmten Lichtverhältnissen falsch fokussiert. Und ich meine hier nicht in der Finsternis, sondern in normal heller Kunstlichtumgebung. Nutzt man das AF-Hilfslicht, klappt es dann wieder. Finde ich doof, denn nicht immer will/kann/darf man mit Hilfslicht arbeiten. Dummerweise tritt dieses Problem gerade bei normaler Zimmerbeleuchtung verstärkt auf.

Dennoch ist der AF der D7000 klasse, 39 AF-Felder und davon 9 Kreuzsensoren. Auch bei wenig Licht trifft der Autofokus sein Ziel noch schnell und präzise. Nicht, dass jetzt jemand denkt, der AF der D7000 wäre der totale Müll, das ist er nicht, nur ein bisschen zickig hin und wieder.

Pufferspeicher:

Dazu lässt sich nur sagen, dass er viel zu klein ist. Was nützen mir 6 Bilder pro Sekunde, wenn ich gerade mal 10 Bilder in Serie machen kann? Klar, ich könnte auch jpgs speichern und in der Qualität reduzieren, um mehr Serienbilder in einem Rutsch machen zu können, aber das will ich nicht! Ich will RAWs speichern. Gerade auf der ILA 2012 war das extrem ärgerlich, denn bei Flugshows, wie auch beim Sport, ist es oft hilfreich, wenn man 20-30 Fotos in Serie machen kann, um den perfekten Moment nicht zu verpassen. Da muss Nikon beim Nachfolger unbedingt nachbessern!

Spiegelschlag:

Der ist kräftig, soviel vorweg. An sich kein Problem, wenn man ohne Bildstbilisator arbeitet. Schaltet man den VR jedoch ein, kommt es bei bestimmten Belichtungszeiten zu unscharfen Bildern. Der Spiegelschlag scheint den VR des 16-85er zu irritieren, so dass dieser nachregelt, wo nichts zu regeln ist. Naja, VR ist bei mir immer aus, es sei denn ich brauch ihn wirklich. Wenn ich Stativaufnahmen mache, dann aktiviere ich generell die Spiegelvorauslösung. Sicher ist sicher.

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2 Kommentare zu „Die D7000 und ihre Eigenheiten

  1. Bin nach sechs Jahren D50 vor nicht allzu langer Zeit auf die D7000 umgestiegen und finde es auch ganz toll, mit einer Semipro zu arbeiten, zumal ich im Videobereich schon länger entsprechendes „Werkzeug“ benutze.
    Deine Erfahrungen mit AF habe ich auch schon des Öfteren gemacht, sodass ich jetzt sehr oft manuell fokussiere – wenn es sich anbietet – und mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden. VR vermeide ich ebenfalls, wo es geht, lieber dann mit einem (Einbein-)Stativ oder dem GorillaPod fotografiert.
    Generell möchte ich noch sagen: vielen Dank für deine Infos, deine Tests und die schönen Bilder!!

    Grüße aus Bayern!

    1. Manuelles Fokussieren funktioniert ja dank des großen und hellen Suchers relativ gut.
      Und im Allgemeinen: Dankeschön und noch viel Spaß mit deiner D7000 =)
      Beste Grüße aus Elbflorenz

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