Lightroom 4 und die D7000

Ich nutze Lightroom nun schon seit ungefähr drei Jahren, angefangen mit der Version 3.3, jetzt Version 4.3. Das Programm ist für mich komfortabler zu nutzen, als Photoshop, allein schon, da hier eine Stapelverarbeitung mehrerer Dateien möglich ist, und die Organisationsfunktion integriert ist. Zudem brauche ich diesen ganzen Photoshop-Krams nur ganz selten. Hautkorrekturen und das Entfernen von Bildfehlern (z.B. Sensordreck) lassen sich auch mit Lightroom gut durchführen, letzteres sogar besser, als mit PS, da hier die Korrektureinstellungen für alle gewählten Fotos angewendet werden kann.

Wie das im einzelnen funktioniert, will ich nicht schreiben, dazu gibts gute Videos bei Youtube, aber auch gute Bücher. Vielmehr möchte ich zeigen, was sich aus manchem vermeindlich wertlosen Foto mit Lightroom noch herausholen lässt. Es darf jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass der Dynamikumfang der RAW-Datei entscheidend für die Möglichkeiten zur Verbesserung ist. Je höher der Dynamikumfang, desto größer die Möglichkeiten.

Lightroom

Vorher-Nachher-Screenshot eines Fotos des Grünewalder Lauchs

Und hier kommt die D7000 ins Spiel. Der Dynamikumfang ihrer RAW-Dateien ist einfach nur phänomenal. Selbst bei ISO1600 lässt sich noch einiges retten. Dennoch fotografiere ich soweit es möglich ist, mit ISO100; einfach, um mir mehr Möglichkeiten offen zu halten. Im oberen Bild des Grünewalder Lauchs wusste ich, dass die Szene zu große Helligkeitsunterschiede aufweist, also musste ich mich entscheiden, ob ich auf den Himmel, oder die Landschaft belichten will. Ich habe mich für den Himmel entschieden. Warum? Ganz einfach, Lichter brennen schnell aus, sodass Strukturen unwiederbringlich verloren gehen. Die Tiefen saufen zwar ab, aber die D7000 hält vor allem hier einige Reserven bezüglich Dynamik bereit. Genau die wollte ich mir später zunutze machen. Das Ergebnis ist oben zu sehen. Nach dem Absatz seht ihr noch zwei weitere Beispiele, die zeigen, was möglich ist, wenn man sich vorher im Klaren ist, was später in der Bearbeitung noch machbar ist. Allgemein lässt sich sagen, dass moderne DSLR vor allem in den Tiefen Reserven haben (4-5 Blendenstufen aufhellbar, ohne großartige Bildfehler, wie Artefakte und extremes Farbrauschen), in den Höhen eher weniger (meist nur eine Blendenstufe Dynamikumfang nutzbar). Beim Aufhellen tritt immer etwas Kontrastrauschen auf, was sich aber relativ leicht korrigieren lässt. Versucht man, die ausgebrannten Bereiche zu retten, ist das Ergebnis häufig nicht sehr ansehnlich, da es zu Tonwertabrissen kommt, die sehr unnatürlich aussehen.

Lightroom Dresden

Vorher-Nachher-Screenshot eines Dresden-Fotos

Lightroom Tu-144

Vorher-Nachher-Screenshot eines Fotos der Tu-144 in Sinsheim

Am Beispiel des Rittersterns möchte ich einfach nur zeigen, dass auch flaue, kontrastarme Fotos in Lightroom leicht aufgepeppt werden können. Das Foto ist zwar korrekt belichtet, aber es fehlt einfach das gewisse Etwas. Durch die Erhöhung der Klarheit, die Änderung des Weißabgleichs, sowie der Erhöhung des Kontrastes, gelingt es, dem Bild ein bisschen „Drama“ einzuhauchen.

Lightroom Ritterstern

Vorher-Nachher-Screenshot vom Ritterstern-Foto

Also, wenn ihr mehr aus euren Fotos machen wollt, aber auf die ganzen Spielereien von Photoshop verzichten könnt, schaut euch Lightroom doch mal näher an.

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9 Kommentare zu „Lightroom 4 und die D7000

  1. Hallo, du machst eine Stapelverarbeitung mit Lightroom 4, da würde ich gerne wissen wie das geht, ich habe Lightroom 4, in Foren und anderen Infoquellen habe ich gesucht, alle waren sich einig, dass dies bei Lightroom fehlt. Ich meine eine klassische Stapelverarbeitung, mehrere Bilder markieren und alle mit der gleichen Vorgabe bearbeiten.

    1. Das geht recht leicht. Man bearbeitet ein Foto und markiert dann Strg+Umschalt+S. Dann öffnet sich ein Fenster, in dem du festlegen kannst, welche Einstellungen alle synchronisiert werden sollen. Eine andere Methode ist die gewünschten Fotos zu markieren und dann mit Rechtsklick auf Entwicklungseinstellungen gehen. Dort steht auch die Option Synchronisieren zur Verfügung, aber auch alle Presets (sofern du welche hast) können angewendet werden.
      Gerade diese Stapelverarbeitung ist ja der große Vorteil von Lightroom gegenüber Photoshop.

  2. Haha, ich nehme alles zurück, nach 2 Jahren suche hab ichs gefunden, das ist ja total simpel, oh weia, naja shit happens ….
    !!! Sychronisieren !!!

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