Woher bekomme ich als Anfänger mein Fotowissen? – Teil 2: Bücher über Fotografie

Im gestrigen ersten Teil meiner Blogreihe „Woher bekomme ich als Anfänger mein Fotowissen?“, habe ich das Thema Fotozeitschriften behandelt. Der heutige Teil soll sich um Bücher drehen, die sich um Fotografie drehen.

Es gibt viele Arten von Fotografiebüchern. Manche behandeln technische Themas, z.B. das Nikon CLS System, andere wiederum drehen sich um thematische Fotografie, z.B. Naturfotografie oder Portraitfotografie. Dann gibt es einige Bücher, die Grundlagenwissen vermitteln. Das ist der große Vorteil von Büchern gegenüber Zeitschriften, denn hier bekommt man ein Kompendium, das ein Thema komplett behandelt und nicht nur Teile davon. Deswegen besitze ich selbst relativ viele Bücher über Fotografie. Manche habe ich, weil sie mir Anregungen bieten, manche, weil sie ein Thema genauer beleuchten und erläutern.

Grundlagenbücher - Einstiegshilfen in die Fotografie

Grundlagenbücher – Einstiegshilfen in die Fotografie

Wie auch bei den Zeitschriften gibt es Unmengen an Büchern zu jedem Thema. Ich fang mal mit den Grundlagenbüchern an (siehe Bild oben). In diesen Büchern wird (oder sollte zumindest) das Basiswissen über Fotografie vermittelt, wie z.B. den Zusammenhang zwischen Blende, Belichtungszeit und ISO-Empfindlichkeit. Zudem gibt es meist noch Tipps bezüglich Komposition, Motivwahl und anschließenden Bildbearbeitung. In dieser Kategorie kann ich „Die große Fotoschule“ von Christian Westphalen uneingeschränkt empfehlen, hier wird wirklich alles behandelt und leicht verständlich erklärt. Für Anfänger ist das, in meinen Augen, die perfekte Einstiegslektüre. Ich gucke immermal wieder rein, und bin der Meinung, dass sich der Kauf auf jeden Fall bezahlt gemacht hat (knapp 40€ sind ja nicht grad ein Schnäppchen). Den Feiniger kann ich nicht empfehlen, er stammt aus einer anderen Zeit der (analogen) Fotografie und ist im Zeitalter der digitalen Fotografie für Beginner eher ungeeignet. Für Fortgeschrittene ist es ein lesenswertes Büchlein, schon allein, weil es mit knapp 9€ recht günstig ist. Das dritte von mir gelesene Buch „Perfekt fotografieren“ gibt es mittlerweile nicht mehr zu kaufen. Ich hab es damals geschenkt bekommen und finde es ganz okay, aber es gibt defintiv bessere Bücher über Fotowissen. Es gibt noch viele weitere Bücher, die ich nicht gelesen habe, aber zu denen es genügend Rezensionen beim Amazon gibt. Ich empfehle, auch mal bewusst die negativen Bewertungen zu lesen; und das gilt für alle Artikel, nicht nur Bücher.

Bücher über thematische Fotografie

Bücher über thematische Fotografie – Fachwissen auf den Punkt gebracht

Eine weitere Kategorie bilden Bücher, die sich mit thematischer Fotografie beschäftigen. Im Bild oben sind ein paar zu sehen. Portrait- und Menschenfotografie habe ich hier weggelassen, da ich dazu im nächsten Absatz gesondert schreiben werde. Fotogebiete, wie die Naturfotografie, HDR-Fotogrfaie, aber auch Nachtfotografie oder Makrofotografie sind beispielhafte Themen, die behandelt werden. Zu jedem Gebiet der Fotografie lassen sich Bücher finden. Für Anfänger macht das nur begrenzt Sinn, sich zu Beginn ein solches Buch zu kaufen. Einfach, weil hier teilweise die Grundlagen vorausgesetzt werden und es mehr um die Bearbeitung bestimmter fotografischer Themen im Detail geht. Sind die Grundlagen bekannt, sind solche Bücher definitiv empfehlenswert. Welche Bücher ich auf jeden Fall empfehlen kann, sind „Langzeitbelichtung und Nachtfotografie“ von Ronny Ritschel (für alle, die sich mit Langzeitbelichtungen beschäftigen) und „Kreative Blitzpraxis“ von Tilo Gockel (für jeden, der mit entfesselten Blitzen arbeiten möchte). Zur Natur- und Landschaftsfotografie gibt es unzählige Werke, die mehr oder weniger gut sind. Hier finde ich „Naturfotografie. Die Fotoschule in Bildern“ von Sandra Bartocha und Markus Botzek ziemlich gut, da in diesem Buch vieles anhand von Fotos erklärt wird.

Bücher über Portraitfotografie

Bücher über Portrait- und Menschenfotografie

Portrait- und Menschenfotografie ist das Thema zu dem es wahrscheinlich die meiste Literatur gibt. Hier fällt die Auswahl besonders schwer. Es gibt Bücher die sind für Anfänger gut geeignet, und welche, die sind es gar nicht. „Menschen und Portrait“ ist für Anfänger recht gut geeignet, denn hier wird nahtlos an Grundlagenwissen angeknüpft, zudem ist es leicht verständlich geschrieben. Auf der anderen Seite ist „Porträtfotografie: Professionelle Porträts durch gekonnte Lichtführung und Inszenierung“ für Laien eher ungeeignet, da hier sehr wissenschftlich und trocken erklärt wird. Ich mag es trotzdem, da in diesem Buch die Lichtführung und -wirkung hervorragend erläutert wird. Auch wenn es nur mittelbar etwas mit Fotografie zu tun hat, so gibt es Posingbücher, die ebenfalls zur Portrait- und Menschenfotografie gehören. Hier wird dem Fotografen das Dirigieren des Models (egal ob Profimodel, Amateur oder der Nachbar/die Nachbarin) erklärt. Ein extra Buch benötigt man dafür nicht, dann häufig sind Modelposen und das Dirigieren von Modellen in den Büchern über Portrait- und Menschenfotografie schon erklärt.

Bücher über Nachbearbeitung - Photoshop und Lightroom erklärt

Bücher über Nachbearbeitung – Photoshop und Lightroom erklärt

Zum Schluss noch ein paar Worte zu Büchern über die digitale Nachbarbeitung von Fotos. Auch hier gibt es viele Bücher, es gibt ja auch viele verschiedene Programme. Häufig enthalten sämtliche, oben genannte Bücher, ein oder zwei Kapitel über die Nachbearbeitung. Folglich muss man für den Anfang ein solches Fachbuch nicht kaufen. Beschäftigt man sich jedoch mit der Zeit immer mehr mit Fotobearbeitungssoftware, wie z.B. Lightroom, so kommt man nicht umhin sich ein solches Buch zu kaufen. Ich persönlich habe schon mehrere solcher Kompendien gelesen und festgestellt, dass sie sich alle dich sehr ähneln. Herausheben möchte ich „Mein Lightroom Alltag“ von Patrick Ludolph, denn dieses Buch liest sich einfach gut und erklärt die einzelnen Funktionen von Lightroom hervorragend. Allerdings dreht sich diese Ausgabe noch um Version 3 von Lightroom und in Version 4 hat sich ein bisschen was geändert. Paddy spielt jedoch mit dem Gedanken auch ein Buch zu LR4 zu machen. Mal sehen, was kommt.

Fazit: Bücher sind für Anfänger in der Fotografie sehr gut geeignet, um sich Basiswissen anzueignen, aber auch, um Spezialwissen zu erlangen. Hier gibt es geballtes Wissen und die behandelten Themen werden komplett abgearbeitet, was klar für Bücher und gegen Zeitschriften spricht. Allein, Bücher sind nicht immer ganz aktuell und daher vielleicht was Beratungen bezüglich Technik und Equipment betrifft, eher ungeeignet. Zudem sollte man das Wissen aus den Büchern (auch aus allen sonstigen Quellen) nicht einfach hinnehmen, sondern selbst losgehen und probieren. Die Praxis ist immernoch der beste Lehrmeister, wenn man die Theorie halbwegs beherrscht!

Was hasltet ihr von Büchern über Fotografie und welche könnt ihr empfehlen?

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2 Kommentare zu „Woher bekomme ich als Anfänger mein Fotowissen? – Teil 2: Bücher über Fotografie

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