Urlaub in Oberwiesenthal – Teil 1

Ich war zusammen mit meiner Freundin 6 Tage im Urlaub in Oberwiesenthal (kurz OThal). Wir haben dort in einer sehr schicken Ferienwohnung gewohnt. Günstigerweise liegen im Sommer die Übernachtungspreise hier deutlich unter denen im Winter. Außerdem sind kaum Touristen da, was dafür sorgt, dass man nirgendwo lange anstehen muss und einem nicht dauernd jemand durchs Bild rennt. Das Wetter war auch sehr gut, eigentlich zu gut; 30°C im Schatten. Nur Schatten war auf manchen Touren eher Mangelware. Auch zum Fotografieren ist der komplett blaue Himmel nicht unbedingt optimal. Egal, es gibt kein falsches Wetter, nur falsche Kleidung 😉

Wir sind am ersten Tag gemütlich von Dresden nach OThal gefahren, immer über Landstraßen. Es ging durch den Tharandter Wald nach Freiberg und dann nach Annaberg-Buchholz. Wir kamen viel zu zeitig in OThal an, erst 15 Uhr konnten wir in die Ferienwohnung. Also sind wir erstmal zur Touristeninfo gefahren, um uns mit Karten- und Infomaterial einzudecken; von allem gibt es reichlich und vor allem auch sehr viel kostenlos. Auf der Fahrt zurück zum Quartier haben wir kurz Halt gemacht, um die Aussicht zu genießen und noch etwas Zeit totzuschlagen. Was für eine schöne Gegend!

Blick von der Vierenstraße in nordöstliche Richtung

Blick von der Vierenstraße in nordöstliche Richtung

Traumhafte Landschaft

Traumhafte Landschaft

Unsere Ferienwohnung lag in der Nähe des Schindelbachs, außerhalb des Ortskerns von Oberwiesenthal, jedoch nicht zu weit weg, sodass wir so gut wie immer von der Wohnung aus loswandern konnten. Außerdem hatten wir einen herrlichen Blick von unserem Quartier aus, wie das Foto Fichtelberg und Keilberg zeigt.

Schindelbachtal

Schindelbachtal

Am zweiten Tag war unser Ziel der Fichtelberg. Logisch, denn OThal liegt ja an seinem Fuße. Wir sind bis zur Schwebebahn gewandert, um dann mit dieser auf den Berg zu fahren. Die Schwebebahn ist die älteste Luftseilschwebebahn Deutschlands und an sich schon eine Attraktion. Eine Fahrt mit ihr ist nicht billig, aber sie lohnt sich aus meiner Sicht.

Talstation Fichtelberg-Schwebebahn

Talstation Fichtelberg-Schwebebahn

Auf dem Fichtelberg angekommen bietet sich einem ein wunderbarer Ausblick auf die umliegende Landschaft. In südlicher Richtung ist der Keilberg und tschechische Seite des Erzgebirges zu sehen, in östlicher Oberwiesenthal. Blickt man nach Westen, in Richtung Schwarzenberg, so ist das dicht bewaldete Erzgebirge zu sehen. Auf dem Fichtelberg steht zum einen die Fichtelbergbaude das Hotel Fichtelberghaus, zum anderen eine große Wetterwarte.

Hotel Fichtelberghaus

Hotel Fichtelberghaus

Blick Richtung Schwarzenberg

Blick Richtung Schwarzenberg

Blick vom Fichtelberg Richtung Keilberg

Blick vom Fichtelberg Richtung Keilberg

Wetterwarte Fichtelberg

Wetterwarte Fichtelberg

Vom Fichtelberg wollten wir in Richtung Boží Dar wandern. Naja, was soll ich sagen, wir sind einen riesigen Umweg gelaufen, was aber auch der teilweise recht undurchsichtigen Beschilderung zu verdanken ist. Die Wanderwege sind gut ausgebaut, aber die Routenkennzeichnung ist sehr dürftig, das ist im Elbsandsteingebirge definitiv besser umgesetzt. Eine Ausnahme bilden die Terrainkurwege, die sehr gut ausgeschildert sind, sowohl auf deutscher, als auch auf tschechischer Seite.

Wegweiser

Wegweiser

Was solls, der Blick über OThal war dafür umso schöner.

Oberwiesenthal

Oberwiesenthal

Dummerweise gab es auf unserer Strecke kaum Schatten, sodass wir regelrecht zerflossen.

Wanderweg nach Bozí Dar

Wanderweg nach Bozí Dar

Der Weg nach Boží Dar hat sich trotzdem gelohnt, denn der Ort ist zwar klein, aber fein. Außerdem gibt es dort den letzten „Konzum“ in Tschechien, wo wir uns erstmal Oblaten gekauft haben. Preiswert und gut essen kann man in Boží Dar auch. Gulasch mit Knödel ist zwar sehr klischeehaft, aber lecker 😉

Blick auf Boží Dar

Blick auf Boží Dar

Kirche in Boží Dar

Kirche der Heiligen Anna in Boží Dar

Von Boží Dar ging es über die Alte Poststraße zurück Richtung OThal. Am Wegesrand gab es eine Kneippstelle, an der man sich herrlich abkühlen und erfrischen konnte. Im Gegensatz zu den später entdeckten, schlichten Kneippstellen, war diese ansehnlich geschnitzt.

Kneippstelle

Kneippstelle

An diesem Tag war kein Wölkchen am Himmel zu sehen, fast keins zumindest.

die einzige Wolke des Tages

die einzige Wolke des Tages

Völlig verschwitzt und fußlahm ging der zweite Tag zu Ende. Fazit des Tages: funktionale Wanderbekleidung ist, vor allem an so heißen Tagen, sehr nützlich, außerdem sollte man immer genug Getränke dabei haben.

Teil 2 und 3 meines kleinen Reiseberichts über Oberwiesenthal und dem Erzgebirge folgen nächste Woche.

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2 Kommentare zu „Urlaub in Oberwiesenthal – Teil 1

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