Gläserne Manufaktur Dresden – Making-of Teil 1: Shooting und Lightroom

Hier nun kommt der erste Teil des Making-ofs von meinen Fotos der Gläsernen Manufaktur in Dresden. Zuerst geht es um den fotografischen Weg zu den Fotos und dann kurz um die Bearbeitung in Lightroom.

Was man generell für nächtliche Fotos braucht, möchte ich gleich zu Beginn auflisten. Man braucht:
– ein stabiles Stativ,
– Fernauslöser oder Selbstauslöser,
– am besten noch Spiegelvorauslösung,
– und vor allem viel Geduld.


Das Shooting – der Weg zum Foto

Als ich zur Gläsernen Manufaktur kam, wusste ich noch nicht so recht, was ich wollte. Schwarzweiß sollten die Fotos am Ende werden, damit die Details der Architektur zur Geltung kommen. Also ließ ich das Ambiente auf mich wirken und veränderte meine Position, die Brennweite und die Belichtungszeit.

Gläserne Manufaktur Testaufnahme 1

Gläserne Manufaktur Testaufnahme 1 (D7000, 11mm, f/11, 4s, ISO100)

Es wehte nur ein laues Lüftchen, also kam eine Langzeitbelichtung eher nicht in Frage. Der Himmel war ein ziemlich diesiger Einheitsbrei und schöne Wolkenspuren waren direkt über der Manufaktur nicht zu erwarten. Also machte es auch keinen Sinn, viel Himmel mit auf die Fotos zu nehmen, denn dort passierte ja nichts, was die Bilder hätte spannender gemacht.

Gläserne Manufaktur Testaufnahme 2

Gläserne Manufaktur Testaufnahme 2 (D7000, 24mm, f/8, 2s/ ISO100)

So kam ich zu dem Schluss, dass das Hauptaugenmerk auf den vielen Facetten der hauptsächlich aus Metall und Glas bestehenden Gebäudearchitektur liegen sollte. Zudem kam ich zu dem Entschluss, dass ich das vor der Manufaktur befindliche Schilf und Gras doch nicht als Vordergrund mit auf die Fotos nehmen sollte. Bei Land-schaftsaufnahmen ist der Vordergrund zwar wichtig, aber hier lenkt er eher ab.

Außerdem wollte ich möglichst viel der Gläsernen Manufaktur auf den Fotos festhalten. Daher kam nur eine sehr kurze Brennweite in Frage; also mein Tokina 11-16mm f/2.8. Alle finalen Fotos sind dann bei 11 bzw. 11,5mm Brennweite entstanden.

Gläserne Manufaktur Testaufnahme 3

Gläserne Manufaktur Testaufnahme 3 (D7000, 11mm, f/8, 6s, ISO100)

Was ebenfalls schnell klar wurde, ist dass der Dynamikumfang der Szenerie viel zu hoch für nur ein Foto war. Das innere der Gläsernen Manufaktur und Teile der Fassade werden nachts hell beleuchtet, die Umgebung und andere Teile der Fassade aber nicht. Also musste ich mehrere Fotos von einem Motiv machen. Dazu habe ich die Bracketing-Funktion genutzt. Ein Foto habe ich korrekt belichtet, eins zwei Blendenstufen unter- und eins zwei Blendenstufen überbelichtet. Deswegen ist ein stabiles Stativ auch unerlässlich. Denn wenn sich die Kamera, sei es auch nur ein kleines Stück, zwischen zwei Fotos bewegt, macht es die Nachbearbeitung in Photoshop unnötig aufwendig. Verwacklungen bei der Aufnahme sind natürlich noch schlimmer, daher nutze ich immer einen Fern-auslöser und die Spiegelvorauslösung. Das reduziert die Vibrationen und sorgt für schärfere Fotos.


Bearbeitung in Lightroom – kurz und knapp

Nachdem ich alle Fotos aufgenommen hatte, ging es am Rechner weiter. Zuerst Habe ich alle Fotos in Lightroom geladen und aus-sortiert. Dann ging es ins Entwickeln-Modul.

Bearbeitung Lightroom - Start

Bearbeitung Lightroom – Start

Ich könnte jetzt schreiben, dass ich lange mit einzelnen Einstellungen experimentiert hätte, aber das wäre schlicht und einfach gelogen. Ich habe einfach mehrere Presets probiert und geprüft, ob sie zu den Fotos passen. Ich habe mittlerweile eine Vielzahl an solchen Light-room-Presets, für alle möglichen Zwecke.

Letzten Endes habe ich ein sehr gutes Schwarzweiß-Preset von lightroomkillertips.com genutzt, das ihr hier findet: Free Lightroom Presets – Black & White HDR Presets for Landscapes. 

Presets sind jedoch meist nur Ausgangspunkt und man muss einzelne Regler noch etwas anpassen, damit das Ergebnis den eigenen Vor-stellungen entspricht. Das habe ich auch gemacht, aber nichts wirklich weltbewegendes.

Bearbeitung Lightroom - Fertig bearbeitet

Bearbeitung Lightroom – Fertig bearbeitet

Was viel wichtiger für die spätere Arbeit in Photoshop ist, ist dass ich alle Fotos eines Motivs gleich bearbeitet habe. Zudem habe ich von jedem Foto drei Varianten erstellt, die sich nur durch eine unter-schiedliche Belichtungskorrektur unterscheiden. Ich habe hier praktisch auch wieder eine Belichtungsreihe von jedem Foto erstellt.

Lightroom . Fertige Belichtungsreihen

Lightroom . Fertige Belichtungsreihen

Den Fotos habe ich dann zur besseren Übersicht noch Farben zugewiesen, damit ich weiß, welches das überbelichtete, welches das unterbelichtete und welches das korrekt belichtete Foto ist. Diese Fotos dienen dann später als Grundlage für die weitere Bearbeitung in Photoshop. Mein Arbeitsschritte dort folgen im zweiten Teil des Making-ofs.


Hier noch als kleiner Bonus ein weiteres Testfoto:

Gläserne Manufaktur

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Ein Kommentar zu „Gläserne Manufaktur Dresden – Making-of Teil 1: Shooting und Lightroom

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