Gläserne Manufaktur Dresden – Making-of Teil 2: Photoshop

Nachdem es im Teil 1 des Making-ofs um den Weg zu den Fotos und um die recht kurze Bearbeitung in Lightroom ging, werde ich in diesem Teil meine Arbeitsschritte in Photoshop erläutern.

Zu allererst muss ich jedoch sagen, dass ich kein Photoshop-Profi bin und jeden Tag noch dazulerne. Also wenn der Workflow ineffizient und nicht erstklassig ist, seht es mir bitte nach.

Ausgangsfoto in Photoshop

Ausgangsfoto in Photoshop

Anhand dieses Fotos möchte ich meinen Weg der Bearbeitung in Photoshop erläutern. Oben seht ihr das Ausgangsfoto; so sah das korrekt belichtete Bild aus. Dieses habe ich dann in Photoshop CC geladen und als Hintergrundebene genutzt.

In Photoshop geladenes Ausgangsbild

In Photoshop geladenes Ausgangsbild

Danach habe ich die anders belichteten Fotos als neue Ebenen eingefügt und diese jeweils schwarz maskiert (entweder die Alt-Taste gedrückt halten beim KLicken aufs Masken-Symbol, oder Maske erstellen und dann Strg+i drücken). Dann habe ich mir angeschaut, welche Bereiche bei welchen Fotos am besten aussahen und die meisten Details zeigten. Die nicht mehr benötigten Ebenen habe ich dann wieder gelöscht.

Erste Ebene: Strukturen wiederherstellen

Erste Ebene: Strukturen wiederherstellen

Die dunkelste Ebene habe ich im Modus weiches Licht und mit 30% Deckkraft angewendet, so sah das Ergebnis am harmonischsten aus. Zudem habe ich die Maskierung nun so angepasst, dass alle über-strahlten Bereiche wieder Zeichnung bekamen. Den Himmel rechts habe ich auch mit dieser Ebene verarbeitet, da ich ihn sowieso sehr dunkel gestalten wollte. Ich habe einfach mit einem weißen Pinsel die schwarzen Bereiche der Maske weiß gemacht, natürlich genau an den Stellen, bei denen ich die Ebene anwenden wollte.

Zweite Ebene: Himmel

Zweite Ebene: Himmel

Die zweite Ebene habe ich im Modus normal mit 100% Deckkraft angewendet, um den Himmel dunkler zu machen. Klar, ich hätte den Himmel folglich bei der ersten Ebene nicht mit maskieren müssen, aber da meine Bearbeitung Ebene für Ebene erfolgte, war es da schon passiert. Ich habe übrigens beim Maskieren häufiger das Polygon-Lasso-Werkzeug genutzt und eine Auswahl erstellt, die ich dann weiß ausgemalt habe. Vor allem bei geraden Gebäudestrukturen und -formen ist diese Methode genauer, als wenn man nur mit dem Pinsel arbeitet. Zudem geht es viel schneller.

Dritte Ebene: Tower

Dritte Ebene: Tower

Die dritte Ebene ist eins von den überbelichteten Foto und die habe ich wieder im Modus weiches Licht angewendet. Die Deckkraft beträgt nur 65%. Durch die erste Ebene bekam ich zwar wieder etwas Zeichnung in die Elemente des Towers, jedoch wurden einige Teil zu dunkel. Ich wollte jedoch, dass die strahlende Beleuchtung des Towers wieder besser zur Geltung kommt. Deswegen habe ich in dieser Ebene wieder etwas Helligkeit in den Bereich des Towers zurückgebracht.

Vierte Ebene: Dach

Vierte Ebene: Dach

Mit der vierten Ebene wollte ich das Dach und Teile der ins Bild ragenden Säule aufhellen und auch etwas Glanz zurückbringen. Diese Ebene habe ich im Modus normal bei 100% Deckkraft angewendet und wieder die entsprechenden Bereiche maskiert. Damit ist der Teil der Bereichskorrekturen was Helligkeit und Strukturen betrifft abgeschlossen. Die vier Ebenen habe ich dann in eine Gruppe mit dem Namen „Bereichskorrekturen“ gepackt, damit ich später noch den Überblick habe, was genau der Zweck jeder Ebene ist.

Retusche

Retusche

Als nächstes habe ich eine leere Ebene hinzugefügt, die ich für die Retusche genutzt habe. Dazu habe ich den Reparatur-Pinsel genutzt. Wichtig dabei ist, dass er die aktuelle und alle darunterliegenden Ebenen aufnimmt, denn sonst kommt es entweder zu einer Fehler-meldung, dass keine Pixel gewählt sind, oder es kann zu ungewollten Ergebnissen kommen, wenn ihr schon weitere Ebenen über der Retusche-Ebene angelegt habt.
Ich habe nun ein paar hässliche Flecke im Dachbereich und die fünf Lichtflecken im Himmel retuschiert.

Schärfen

Schärfen

Der letzte Schritt ist das Schärfen. Dazu habe ich alle Ebenen dupliziert und auf eine Ebene reduziert, das geht ganz leicht mit Shift+Strg+Alt+E. Dann habe ich die Ebene mit der Option Helligkeit und Kontrast im Bild-bzw. Korrekturen-Menü auf -50 gestellt, obei ich die Option „Früheren Wert verwenden“ gewählt habe. Danach habe ich den Hochpassfilter mit einem Radius von 10 Pixeln angewendet. Diese entstehenden Ebene ist natürlich alles andere als schön, da sie eigentlich nur noch Strukturen zeigt, jedoch keine Farben mehr. Also muss sie im Modus lineares Licht angewendet werden, damit eben nur die Strukturen betont werden, nicht aber die Flächen. Weil ich das ganze etwas überschärft fand, habe ich die Deckkraft der Ebene auf 65% zurückgenommen.

Damit ist das Foto fast fertig bearbeitet. Ich habe es dann abschließend nochmal in Lightroom geladen und den leichten Rotstich, den das Lightroom-Preset am Anfang eingefügt hat, wieder entfernt. Während der Bearbeitung in Photoshop wurde mir langsam klar, dass er doch nicht so ganz zu den Fotos passt.

Erst nachdem ich schon fertig mit Bearbeiten war, habe ich ein kurzes Video von Jimmy Mcintyre gesehen, wie das Zusammenfügen verschiedener Belichtungen (auch Exposure-Blending genannt) mit Hilfe von Luminanz-Ebenen noch viel schneller und besser geht. Wenn mal wieder schlechtes Wetter ist, werde ich das mal ausprobieren.

 

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