Portraitfotografie – ein Gastbeitrag von Kathi Steiner

Das besondere „Etwas“ beim Porträt

Die Portrait-Fotografie ist sozusagen eine eigene Disziplin inmitten der weiten und umfangreichen Welt der Fotografie. Viele von uns können sich sicherlich noch daran erinnern, als man im Kindergarten oder in der Grundschule schon vor dem Fotografen gesessen ist und dabei sein allerschönstes Lächeln präsentiert hat, um danach schöne Fotos zu haben. Oder vielleicht ist man ja vor nicht allzu langer Zeit zum Fotografen gegangen um Passfotos machen zu lassen. Doch die Porträt-Fotografie kann auch sehr viel spannender sein. Einige Fotografen sind dadurch berühmt geworden, dass sie richtig gute Fotos von sehr berühmten Personen geschossen haben. Die meisten dieser Fotos haben bei allen Unterschieden eines gemeinsam: Sie haben das gewisse „Etwas“, das sie von herkömmlichen Passfotos unterscheidet. Ein gutes Foto erzählt eben auch immer eine Geschichte, auch wenn man dazu vielleicht ein kreativer Kopf sein muss.

Quelle: happyfoto.at

Quelle: happyfoto.at

Eine gute Vorbereitung kann zum guten Bild führen

Im optimalen Fall ist das Foto bereits im Kopf des Fotografen, bevor er überhaupt auf den Auslöser gedrückt hat. Wenn man einen Menschen fotografieren möchte, ist es meistens von Vorteil, auch etwas über ihn zu wissen. So kann man zum Beispiel herausfinden, wo sich das Fotoobjekt (in diesem Fall die Person) gerne aufhält. Eine gewohnte Umgebung kann zum Beispiel dazu beitragen, dass sich die Menschen locker und natürlich verhalten. Das wiederum kann sich in einem Foto widerspiegeln und es zu einer ganz besonders gelungenen Aufnahme werden lassen. Doch als Fotograf muss man natürlich auch immer mit unerwarteten Ereignissen umgehen können. Oft ist es trotz aller Vorbereitung auch der Zufall, der für das gewisse „Etwas“ sorgt. Als Fotograf muss man es nur rechtzeitig erkennen, um es auch auf Bild bannen zu können. Im Normalfall braucht man aber doch auch viel Zeit und Ruhe, um das perfekte Porträt aufnehmen zu können.

Welche Art von Porträt möchte ich aufnehmen?

Einzelporträt, Doppelporträt oder ein Familien- bzw. Gruppenporträt – auch auf einem Porträt-Foto können mehrere Menschen abgebildet sein. Außerdem gibt es die Möglichkeit, zwischen einem Oberkörperporträt (Kopf, Brust bis maximal zur Taille), einem Ganzkörperporträt, einer Nahaufnahme (nur Kopf und Hals) oder einer Halbtotalen (Kopf bis zur Hüfte) zu wählen. Bei Menschen mit ganz besonders markanten Gesichtszügen bietet sich die Nahaufnahme an. Als Beispiel könnte man hier ältere Menschen nennen, deren Falten vielleicht etwas über ein hartes und entbehrungsreiches Leben erzählen könnten. Man muss sich als Fotograf überlegen, auf welchen Aspekt man sich konzentrieren sollte, um vielleicht ein gutes Foto machen zu können.

Licht und Tageszeit

Bei Aufnahmen im Freien ist es am günstigsten, wenn man sich am Vormittag oder am späten Nachmittag hinter den Fotoapparat klemmt. Das Licht ist zu dieser Tageszeit nicht allzu intensiv, somit kommen viele Farben besser zur Geltung. Außerdem müssen die Modelle nicht ständig blinzeln oder die Augen zusammenzwicken, was auf dem Foto sicherlich nicht zum Vorteil des Motivs ist. Wenn die Sonne schon tief steht, kann man ganz tolle Aufnahmen machen, wenn man sich die fallenden Schatten zunutze macht. So kann man die Konturen oft ganz besonders gut betonen. Wenn man jedoch zur Mittagszeit fotografieren muss oder möchte, dann sollte man wenn möglich einen schattigen Platz wählen. Die Porträtfotos, die man vielleicht später in seine Fotobücher mitaufnehmen möchte, kann man aber natürlich auch in geschlossenen Räumen machen. Dabei ist es oft einfacher, die optimalen Lichtverhältnisse herzustellen. Aufpassen sollte man aber mit dem Blitz. Am besten ist es, indirekt zu blitzen, falls man dazu die Möglichkeit hat.

Quelle: happyfoto.at

Quelle: happyfoto.at

Der Hintergrund

Sehr entscheidend ist natürlich auch bei einem Porträt der Hintergrund. Das Hauptaugenmerk des Betrachters sollte auf der Person liegen, nicht auf einem auffälligen Hintergrund. Moderne Kameras haben meist eine eigene Porträt-Funktion, die die Einstellungen für Blende und Belichtungszeit automatisch vornimmt. Bei Porträt-Aufnahmen ist eine geringe Tiefenschäfte von Vorteil, das bedeutet, dass der Vordergrund (der Mensch als Motiv) scharf erscheint, während der Hintergrund unscharf ist. Für eine geringe Schärfentiefe ist ein lichtstarkes Objektiv von Vorteil, dabei sollte eine eher geringe Distanz zum Fotomotiv und eine weit geöffnete Blende gewählt werden. Natürlich spielt auch die Farbe des Hintergrunds eine gewichtige Rolle. Knallige Farben lenken eher vom eigentlichen Motiv, dem Menschen, ab. Das macht sich in den Fotobüchern eher nicht so gut. Zu starke Kontraste zur Kleidung des Modells sollte man ebenso vermeiden.

Die Position der Kamera

Wichtig bei Porträtfotos ist es, dass die Augen des Modells scharf sind. Günstig ist es außerdem, das Modell eher von oben oder leicht von der Seite zu fotografieren. So wirkt die Person schlanker. Bei Aufnahmen im Freien sollte man außerdem besonders darauf achten, dass dem Modell keine Verkehrsschilder oder Lampenschirme aus dem Kopf wachsen, das kann die Aufnahme ruinieren.

Viele nützliche Tipps zum Fotografieren findet man auf der Homepage von Happyfoto.at. Hier kann man sich über alle möglichen Themen und Motive gute Anleitungen holen, die vor allem Anfängern das Fotografieren ganz beträchtlich erleichtern. Der Blog von Happyfoto.at ist sehr umfangreich und bietet eine wirklich gute Anleitung für gut gelungene Fotos.

Autor: Kathi Steiner

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