Feuerwerk fotografieren – ein paar Tipps von mir

Es steht wieder einmal Silvester an. Überall werden Böller gezündet und Raketen in die Luft geschossen. Als Besitzer einer Kamera fragt man sich immer wieder, wie man Feuerwerk am besten fotografiert.

Eins gleich vorweg, es gibt kein Patentrezept. Alles was ich hier schreibe, basiert auf meinen Erfahrungen.

Vorm eigentlichen Fotografieren muss man erstmal ein paar Überlegungen anstellen. Wo fotografiere ich? Was will ich alles aufs Bild bekommen? Wie ist das Wetter und woher kommt der Wind? Welche Ausrüstung nehme ich mit?

Standort

Ich stelle mich lieber etwas weiter weg vom Feuerwerk, um möglichst viel aufs Bild zu bekommen. Nichts ist ärgerlicher, als wenn Teile vom Motiv abgeschnitten sind. Croppen kann man später immer noch. Mehr dazu beim Punkt Einstellungen. Euer Standort sollte nicht grad in Windrichtung des Feuerwerks liegen, denn spätestens nach 5 Minuten seht ihr durch den Rauch nichts mehr. Wasser vor einem Feuerwerk macht sich auch immer gut, da die Reflektionen sehr schön aussehen.

fireworks in Dresden

Ausrüstung

Ein Stativ ist in meinen Augen unabdingbar. Aus der Hand lässt sich ein Feuerwerk nicht gut fotografieren. Man ist was die Belichtungszeit betrifft zu sehr limitiert. Ein Fernauslöser ist von Vorteil, denn so könnt ihr die Finger von der Kamera nehmen. Die Spiegelvorauslösung ist zwar eine feine Sache, um Verwacklungen weiter zu reduzieren, allerdings verzögert sie auch die Auslösung. Das müsst ihr dann mit bedenken, wenn ihr fotografiert.

Ich nutze meist ein recht weitwinkliges Objektiv um Feuerwerke zu fotografieren. Also entweder mein 11-16mm Tokina oder mein 16-85mm Nikkor, Mehr als 24mm Brennweite stelle ich aber nie ein. Lichtstark muss das Objektiv auch nicht sein. Feuerwerke sind hell genug.

Manchmal sind auch 11mm nicht weit genug, wenn das Feuerwerk zum Beispiel sehr streut oder man doch noch zu nah dran ist.

Einstellungen

So, nun zum interessanten Teil, den Einstellungen. Vom ISO-Wert gehe ich meist sehr weit runter, also ISO100 bist ISO200. Als Brennweite nutze ich meistens alles zwischen 11 und 24mm, bei Blendenzahlen von f/4 bis f/8. Meistens nutze ich eine Blende von f/5.6.

Die Belichtungszeit sollte nicht zu kurz sein, denn sonst sieht man nur Punkte oder kurze Linien und das ist nicht so hübsch. 1/10s ist meistens zu kurz, aber manchmal reicht schon eine halbe Sekunde aus. Hängt von der Art des Feuerwerks ab.

Zwischen 1s und 10s klappt meistens ganz gut. 5s sind meistens ein guter Startwert.

fireworks in Dresden

10s und länger sind dann sinnvoll, wenn es nicht nur ein Feuerwerk ist, sondern ihr viele zeitlich etwas versetzt abgefeuerte Raketen einfangen wollt. Wie zum Beispiel hier auf der Augustusbrücke in Dresden.

fireworks in Dresden

Manche Fotografen empfehlen auch den Bulb-Modus, der einen in die Lage versetzt, individuell und nach Gefühl zu belichten. Ich mache das kaum, weil ich persönlich dabei immer zum Überbelichten neige. Und bei ausgebrannten Bereichen ist auch in der Nachbearbeitung kaum noch was zu retten.

Ich wünsche allen Lesern viel Spaß beim Feuerwerke fotografieren und natürlichen eine guten Rutsch.

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Ein Kommentar zu „Feuerwerk fotografieren – ein paar Tipps von mir

  1. Sehr schöne Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte! Ich selbst werde dieses Jahr voraussichtlich kein Feuerwerk fotografieren, jedoch ist dies ein guter Artikel welchen ich bei bedarf weiterempfehlen werde.
    lg, Dominic

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