Plexiglas statt Photoshop – Spiegelungen leicht gemacht

Wenn man so durch die eigene Wohnung stöbert, findet man hier und da Objekte, die auf einem Foto was her machen könnten. Seien das nun Urlaubsmitbringsel, Deko-Staubfänger oder abgefallene Blüten. Während einige Dinge auch mit klassischen Licht-Setups gut rüberkommen (z.B. Tropfen auf einer Tulpenblüte oder ein Terrakotta-Krieger), wollen manche einfach nicht wirken. Eine kleine Spiegelung würde einiges bringen.

Einige denken sich dann, nichts wie ran an Photoshop und fix einfügen. Geht zwar, muss aber nicht sein. Der Baumarkt bietet da eine einfachere Lösung: Plexiglas. Das gibt’s in verschieden Farben, Dicken und Lichtdurchlässigkeiten. Eine schwarze Scheibe Plexiglas mit 0% Transmission ist nichts anderes als ein schwarzer Spiegel. Der Vorteil von einer Plexiglasplatte ist, dass man sie immer wieder nutzen und mit Lichtsituationen experimentieren kann. Auch die Ausrichtung des Objektes auf der Platte und die Position der Kamera relativ zum Objekt kann beliebig ausprobiert werden. In Photoshop muss man da jedes mal von neuem anfangen. Man läuft auch nicht Gefahr, dass die Spiegelung unecht aussieht, oder vielleicht verzerrt.

gespiegelte Muschel

gespiegelte Muschel (D7000, 60mm, 1/200s, f/16, ISO100)

Das Foto oben kommt direkt aus der Kamera. Es ist schwarzweiß, da ich Picture Control in meiner D7000 auf Monochrom gestellt habe, somit kann ich Kontraste besser beurteilen. Mal davon abgesehen mag ich die interne schwarzweiß-Konvertierung der D7000 sehr gern.

Das Lichtsetup für das das Foto ist recht einfach:

Licht-Setup für Spiegelungen

Licht-Setup für Spiegelungen

Links ein einfacher Yongnuo-Blitz mit Softbox, rechts ein Stück weißer Karton als Aufheller und dahinter schwarzer Karton, mehr ist nicht zu machen. Ihr müsst nur aufpassen, dass weder der Blitz, noch der Aufheller eine Spiegelung auf der Plexiglasplatte erzeugen, die im Bild liegt. Außerdem muss die Platte sauber sein, eigentlich staubfrei. Ist aber unrealistisch, weswegen hier und da doch etwas digitale Nacharbeit nötig ist. Geht jedoch in Lightroom recht flott. Wer keinen Blitz sein Eigen nennt, der kann auch eine Taschenlampe nehmen.

Nach ein paar Verbesserungen in Lightroom sieht das Endergebnis dann so aus: crystal Kleiner Hinweis: je flacher der Winkel von Objektivachse zu Plexiglasplatte, desto besser bzw. heller die Spiegelung. Ich habe das Plexiglas übrigens nicht aus dem Baumarkt, sondern hier bestellt: Expresszuschnitt.de. Erstens sind sie günstig und zweitens schneiden die einem genau die Größe zu, die man möchte. Schnell sind sie auch noch, Montag Nachmittag bestellt und Donnerstag schon da. Ich habe mir eine schwarze und eine weiße Platte (mal sehen, was ich damit anstelle ^^) zuschneiden lassen, jeweils 50x50cm.

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3 Kommentare zu „Plexiglas statt Photoshop – Spiegelungen leicht gemacht

  1. Wie immer ein top Beitrag! Stand neulich erst vor dem Problem das mir keine Spiegelung so wirklich zugesagt hat. Werde diese Möglichkeit auf jeden Fall mal ausprobieren! Vielen Dank für den Tipp.
    lg, Dominic

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