Orionnebel – ein erster Versuch

Astrofotografie fasziniert mich schon länger, sie lässt Himmelsobjekte erscheinen, die für das menschliche Auge unsichtbar sind. Nebel, Galaxien und Planeten sind plötzlich greifbar. Vielerorts in Deutschland ist die Lichtverschmutzung so groß, dass es dort keinen Sinn macht, in die Tiefen des Weltalls zu blicken. Nicht so in Südbrandenburg. Dort ist nicht viel los und das bedeutet, dort ist es nachts sehr dunkel. Die Milchstraße ist dort mit bloßem Auge zu erkennen.

Zur Zeit ist das Sternbild Orion in seiner ganzen Pracht zu bewundern. Und da wollte ich in der klaren Nacht am Valentinstag versuchen, den Orionnebel zu fotografieren. Ich wusste, dass es ihn gibt, aber dummerweise nicht genau wo er liegt und wie groß er ist. Das Nikkor AF-S 50mm f/1.8 vor meine D7000 geschnallt und los gings. Irgendwo in der Nähe der drei zentralen Sterne musste er liegen. Also grob aufs Zentrum gezielt und mit dem Intervallauslöser 35 Aufnahmen gemacht. Alle bei 4s Belichtungszeit, Blende f/2 und zwischen ISO2500 und ISO 6400. So sahen dann die Einzelbilder aus:

Orion Nebula
Aufnahme bei ISO2500

Orion Nebula
Aufnahme bei ISO4000

Orion Nebula
Aufnahme bei ISO6400

Die Aufnahmen sind schon in Lightroom bearbeitet und gecropped. Man kann sehen, wie klein der Orionnebel ist. 50mm Brennweite an einer APS-C-Kamera sind also immer noch viel zu kurz. Das nächste mal werde ich mein Nikkor 105mm f/1.8 AIS nutzen, da sollten bessere Ergebnisse herauskommen. Es sollte auch nur ein erster Versuch sein. Deshalb habe ich die 35 Aufnahmen mit Deepskystacker zu einem Foto kombiniert/gestacked. Hier ist das Ergebnis, dass ich für den ersten Versuch gar nicht so schlecht finde.

Orion Nebula
Fertig gestacktes Foto aus 35 Einzelaufnahmen.

Durch das Überlagerung der Informationen aller Fotos bekommt der Nebel mehr Struktur und kann im Nachhinein noch besser herausgearbeitet werden. Ich werde mich demnächst nochmal auf den Weg machen, um ihn noch besser abzulichten.

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3 Kommentare zu „Orionnebel – ein erster Versuch

  1. Sehr schön, ein guter Anfang. Mit dem Stacken kämpfe ich noch, meine Ergebnisse sind da bislang nicht vorzeigbar.
    Ansonsten kann ich dich aber auch noch auf meinen kleinen Nebenblog lenken, bei Interesse:
    astropict.wordpress.com
    Und weiter gehts….
    😀

    1. Deepskystacker kann ich nur empfehlen, dafür gibt’s auch viele Anleitungen im Netz und außerdem ist es kostenlos.
      Ich hab mal auf deiner interessanten Seite gestöbert und gesehen, dass du eine Art Nachführung nutzt. Der Astrotracer funktioniert ja leider nur an Pentax. Und eine „richtige“ Astro-Nachführung (EQ-5 mit GoTo-Steuerung z.B.) geht ja leider ganz schön ins Geld. Aber irgendwann spielt da vllt auch mein Finanzminister mit 😉

      1. Danke dir, ich hab fest vor mir da mal etwas Zeit zu nehmen… jetzt muss ich auch mal ran, ein neues Teleskop rückt immer näher, aber auch immer teurer. Mal sehen, was man mit Bildbearbeitung noch rausholen kann.
        Der Astrotracer ist eine nette Sache, ernsthafte Astrofotografie naja, aber es geht schon einiges zum Warmwerden. Dafür hat Pentax in anderen Bereichen das Nachsehen, da doch nicht so üblich im Astrobereich.
        Die EQ 5 hab ich mir auch schon angeschaut, aber sobald ein wenig Material draufgeschraubt wird, samt Kamera, muss man wieder überlegen, ob nicht die 6er, aber die ist ja noch teurer.
        🙂

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