Nisslalm – der dritte Tag im Ötztal

Am dritten Tag unseres Urlaubs im Ötztal wollte ich unbedingt zum Schönrinnenkarsee. Meine Frau war zum Glück auch für Idee zu begeistern, da sie in Kindertagen schon mal in Gries war. Damals ist sie auch auf der Nisslalm gewesen und meinte zu mir, dass es dort schön sei. Der See ist laut Karte auch gar nicht so weit weg davon.
Also machten wir uns auf den Weg nach Gries, denn von dort wollten wir loswandern. Das Wetter war wieder spitze und die Laune gut.
In Gries angekommen musste ich erstmal die Straße räumen, denn es herrschte morgendliche Betriebsamkeit 😀

Kühe in Gries

Nachdem ich es erfolgreich vermieden hatte von den Kühen geplättet zu werden ging es auf den Wanderweg in Richtung Nisslalm. Dabei führte der Weg am Anfang noch entlang des Fischbachs und in Richtung der Vormittagssonne. Dabei konnte ich testen, wie die Blendensterne mit dem Nikkor 16-35mm f/4 VR* aussehen. Die besten Resultate habe ich bei Blende f/11 bis f/16 erreicht, aber auch bei f/7.1 können sie sich sehen lassen. Letztere sind etwas dezenter, was manchmal einfach besser wirkt. Aber ich schweife ab.

Fischbach I
 (D750, 16mm, f/7.1, 1/1000s, ISO100)
 
Fischbach II
 
Baum und Sonne
 (D750, 16mm, f/16, 1/125s, ISO100)

Kurze Zeit später ging es dann eine Waldstraße (Schotterweg trifft es eher) den Anstieg hinauf zur Nisslalm. An einigen Stellen des Wegen hatte man eine schöne Sicht auf die Berge der gegenüberliegenden Talseite.
Mittlerweile versuche ich ja bei jeder Gelegenheit Panoramen zu erstellen. Seit das auch in Lightroom geht ist das aber auch zu verlockend. Und außerdem reichen selbst 16mm an Vollformat manchmal nicht um alles aufs Bild zu bekommen.

Bergsicht-Panorama I
 (D750, Panorama aus 5 Fotos, 16mm, f/11, 1/200s, ISO100)
 
Bergsicht-Panorama II
 (D750, Panorama aus 5 Fotos, 16mm, f/11, 1/200s, ISO100)

In der anderen Blickrichtung gab es natürlich auch so manches zu entdecken. So plätscherten einige Bäche den Hang herunter, wie kleine Wasserfälle. Vor denen kann man kleine Spielereien mit längerer Belichtungszeit machen. Einfach eine Person (in diesem Fall meine Frau) vor dem „Wasserfall“ platzieren und mit relativ langer Belichtungszeit fotografieren. Allerdings sollte die Zeit immer noch kurz genug sein, damit man nicht verwackelt. Ein Bildstabi ist bei solchen Aufnahmen von Vorteil.

meine Frau
(D750, 16mm, f/16, 1/15s, ISO64)

Ich war wirklich froh, dass die D750 bis ISO50 „runter“ kann, denn das ermöglicht ohne ND-Filter-Einsatz bzw. eine zu geschlossene Blende hinreichend lange Belichtungszeiten.

Bank
(D750, 19mm, f/16, 1/40s, ISO50)

Nach vollbrachtem Aufstieg zur Nisslalm gönnten wir uns erstmal was zu essen. Ich kann den Kaiserschmarrn, den es dort für einen schmalen Taler gibt, nur empfehlen, ebenso wie die Gulaschsuppe. Mal abgesehen vom Kulinarischen ist es dort oben recht idyllisch.

Nisslalm

Nachdem wir uns gestärkt hatten ging es weiter in Richtung Schönrinnenkarsee. Irgendwie war keiner so bekloppt wie wir und ist dort hoch marschiert. Wir waren also ganz alleine und unter uns mit der Natur und Landschaft. War auch nicht schlecht, so hatten wir unsere Ruhe und konnten die Gegend genießen. Das Wetter änderte sich auch etwas; es bewölkte sich nun zunehmends.

 einsam
 
Schnee im Sommer

Warm war es auch noch … bis ich die glorreiche Idee hatte mitten durch den Schnee zu wollen:

verdammt ...
(das Foto hat meine Frau gemacht und hätte auch gut in ihren Beitrag gepasst ^^ )

Der Schnee war saukalt, vor allem, nachdem ich wortwörtlich bis zu den Hüften darin versunken war. Das hat meine Frau leider nicht fotografiert, wahrscheinlich weil sie zu sehr mit Lachen beschäftigt war.
Irgendwie hab ich es dann doch wieder heraus geschafft und den Aufstieg weiter fortgesetzt. Bis zu dem Punkt an dem meine fürsorgliche Frau mir verbot noch weiter durch das Kar und dessen Geröllfeld hinaufzusteigen zum See. Es war ihrer Meinung nach zu gefährlich; ich bin da ja immer noch anderer Meinung ^^
Naja, so bleiben wir im Geröllfeld unterhalb des Karsees und machten von dort aus Fotos. Das Schneefeld in dem ich abgetaucht bin hielt andere Wanderer scheinbar davon ab bis zu uns vorzudringen. Ihre Stimmen konnte ich hören, zu sehen waren sie aber nicht. Beim Rückweg konnten wir frische Spuren von Wanderstöcken sehen, die bei unserem Aufstieg noch nicht da waren. Da scheint jemand die Lust verloren zu haben und umgedreht zu sein.

Kar-Panorama
(D750, Panorama aus 5 Fotos, 16mm, f/11, 1/200s, ISO100)

Beim Abstieg machten wir kurz unterhalb des kleinen Schneefeldes noch mal Halt. Wenigstens einmal wollten wir unsere Füße in einen Gebirgsbach halten.

Gebirgsbach
(D750, 24mm, f/11, 15s, ISO50)

Nachdem ich das Foto sah hatte ich eine Idee für ein „Selfie“, weil das ja gerade so in Mode ist. Also Fotomaschine aufs Stativ gespannt und den Selbstauslöser aktiviert.

hart im Nehmen
(D750, 24mm, f/5.6, 5s, ISO100)

Das Wasser war kalt, sehr kalt, wie ihr vielleicht an dem etwas erzwungen wirkenden Lächeln erkennen könnt. Das Schöne ist ja immer wenn der Schmerz nachlässt.
Nach dieser Erfrischung der etwas härteren Art ging es weiter bergab und ich fotografierte noch ein paar Kuhschellen am Wegesrand.

Kuhschelle

Das war es vom dritten Tag des Ötztal-Urlaubs. Fotos vom vierten und letzten Tag kommen dann am Wochenende.


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2 Kommentare zu „Nisslalm – der dritte Tag im Ötztal

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