Milchstraße über Brandenburg – 4 Belichtungszeiten

Am Wochenende war es nachts wieder mal sehr klar und der Mond lag unterm Horizont. Also ging ich nachmal raus und wollte die Milchstraße fotografieren. Außerdem hatte ich gehofft vielleicht die ein oder andere Sternschnuppe zu sehen und abzulichten. Zur Zeit sind die Perseiden ja recht aktiv.
Für die Fotos habe ich dann zum ersten Mal das 12mm Fisheye von Walimex* benutzt, über das ich hier schon mal geschrieben habe. Und was soll ich sagen? Es ist wirklich gut für Astro-Fotografie geeignet. Kaum Koma um die Sterne und schon bei Offenblende im Zentrum sehr scharf und in den Ecken immer sehr scharf für ein Fisheye-Objektiv.
Nun aber zu den Fotos. Ich habe zuerst ein Foto mit der korrekte Belichtungszeit gemacht, also mit 30s. Wie zu erwarten traten keine Sternspuren auf.

milky way
(D750, 12mm, f/2.8, 30s, ISO4000)

Da ich schon Fotos im Netz gesehen hatte, bei denen leichte Sternspuren auftraten und die Milchstraße trotzdem noch scharf abgebildet war, habe ich die Belichtungszeit schrittweise angehoben und dabei den ISO-Wert in gleichem Maße reduziert.

milky way
(D750, 12mm, f/2.8, 60s, ISO2000)

milky way
(D750, 12mm, f/2.8, 122s, ISO1000)

milky way
(D750, 12mm, f/2.8, 600s, ISO160)

Selbst bei 2 Minuten Belichtungszeit ist die Milchstraße noch recht gut definiert, wirklich scharf ist sie nur bis 60s. Bei 10 Minuten ist sie noch klar zu erkennen, aber schon sehr verschwommen. Ich finde das 10 Minuten Foto trotzdem irgenwie faszinierend, da der Blick förmlich ins Bild hineingezogen wird. Die Rotation der Sterne um den Polarstern wirkt wie ein Strudel.

Mein Fazit dieses kleinen Experiments ist, dass die Belichtungszeit etwas länger sein darf als berechnet, wenn der Fokus auf der Milchstraße und nicht den Sternen liegt.
Für alle, die die Daumenregel zwischen Brennweite und Belichtungszeit nicht (mehr) kennen, kommt die hier nochmal:

 max. Belichtungsezit=500/(Brennweite x Crop-Faktor)

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6 Kommentare zu „Milchstraße über Brandenburg – 4 Belichtungszeiten

    1. Dankeschön.
      Gute Frage, letztlich ist das Walimex ja auch ein Samyang. Und allem Anschein nach ist das 14mm auch recht gut, wenn man ein gutes Exemplar ergattert. Es gibt wohl ein paar Qualitätsprobleme. Deswegen und weil mich der Fisheye-Effekt reizte habe ich mich auch gegen das 14mm entschieden und stattdessen das 12mm Fisheye gekauft.

      1. Stimmt. Walimex = Samyang = Tokina. Für mich kam das 12 mm erstmal nicht in Frage, weil ich neben der Landschaft ab und an auch der Architekturfotografie frönen will. Und die Verzeichnung bei 12 mm schon enorm ist. Mal gucken, wann ich mich nicht mehr halten kann und den Bestell-Button drücke?!
        LG Katja

      2. Stimmt nicht ganz, Tokina gehört nicht in die Liste, sondern Rokinon.
        Nach dem was ich so gelesen habe ist die Verzeichnung des 14mm Schnurrbartförmig und lässt sich nur bedingt korrigieren, also wäre ich bei Architektur vorsichtig.
        LG Paul

      3. Mist. Verklickt. 😉 Du hast in jedem Fall Recht. Aber befinden ganzen Namen kann man schonmal den Überblick verlieren. Das objektiv hatte ich mir rausgesucht, da ich einen Ersatz für mein Pentax 12-24 mm am Vollformat brauche. Haupteindatzgebiet wäre also die reisefotografie. Hatte im Internet schon viel gelesen, auch zur Verzerrung. Und hoffe, dass ich ein Gutes abbekomme. Zur Not geht’s wieder zurück! 😃

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