Ein Blick zum Blauen Wunder

Normalerweise sieht man fast nur Fotos vom Blauen Wunder, die von der Bergstation der Schwebeseilbahn aus gemacht wurden. Es gibt jedoch noch einen anderen Stadtort, von dem aus man das Blaue Wunder und Dresden sehen kann, die Aussichtsterrasse des Luisenhofs. Von diesem Punkt liegt natürlich nicht mehr die Altstadt im Hintergrund der Brücke, sondern Blasewitz, Striesen und Strehlen.

Blue Wonder

Auch das ist Dresden, nur eben das eher unbekannte. Weniger reizvoll ist die Aussicht vom Luisenhof deswegen aber nicht. Außerdem ist es seit der Schließung des dortigen Gastronomiebetriebs möglich die Terrasse des Luisenhofs zu betreten, ohne gleich etwas bestellen zu müssen.

Wer nun überlegt, dort mal hinzufahren, der kann dies entweder mit der Standseilbahn direkt vom Körnerplatz aus tun, oder aber mit der Straßenbahnlinie 11 bis zur Haltestelle Plattleite fahren und von dort aus 5 Minuten durch das schön anzusehende Villenviertel Weißer Hirsch/Loschwitz zum Aussichtspunkt laufen.

Mehr Fotos von unserem Ausflug zum Luisenhof findet ihr hier: neugi85.de.

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lwb-Gebäude in Leipzig … Linien und Gold

Ich gehe mittlerweile jeden Tag auf meinem Weg zum Bahnhof am lwb-Gebäude am Willy-Brandt-Platz vorbei. Bisher habe ich es aber noch nie so richtig schön in Szene setzen können. Entweder war das Licht super, aber ich hatte keine Kamera dabei. Oder aber, ich hatte die Kamera dabei, aber das Licht war sch… äh suboptimal. Doch am 1. März war es soweit, alles hat gepasst. Licht gut, Kamera dabei und Zeit hatte ich auch.

lwb

Das ganze Gebäude ist etwas zu zugebaut, als dass es Sinn machen würde es komplett abzulichten. Außerdem hatte ich wie immer nur mein 50mm-Objektiv dabei. Also habe ich mich auf die Struktur und die Details des lwb-Gebäudes konzentriert.

lwb

In der Nachbearbeitung in Lightroom habe ich dann versucht, den goldenen Farbton noch etwas herauszuarbeiten. Das Blau des Himmels wurde im gleichen Zuge ein bisschen dunkler. Viel Arbeit war es nicht und ich bin mit den Ergebnissen vollkommen zufrieden.

lwb

Wer meine Beträge schon länger verfolgt, dem wird sicherlich auffallen, dass ich seit ein paar Wochen kein Wasserzeichen mehr einfüge. Der Grund ist einfach, es verändert immer das Foto, egal wie dezent es ist. Und genau das hat mich gestört, bzw. stört mich und ist der Grund warum ich kein Wasserzeichen mehr einfüge.

Gelbe Tür(en)

DSC_4182-Bearbeitet.jpg

Was soll ich groß dazu sagen? Ich mag den Effekt und auch den Look der Squeezerlens-Fotos einfach sehr.

Bei dem Zug im Bild handelt es sich um den RE6 von Leipzig nach Chemnitz, betrieben von der Mitteldeutschen Regiobahn. Er ist unter den Fahrgästen recht umstritten, da es sich bei den Wagen um alte Reichsbahn-Abteilwagen (aus DDR-Zeiten) handelt, die einen neuen Anstrich bekommen haben. Ich bin dort einmal mitgefahren und kann die Bedenken einerseits verstehen, andererseits finde ich es vom Komfort (mal abgesehen von den Müllbeuteln statt Müllbehältern) besser als die vorher eingesetzten 612er Triebzüge. Es ist nun bis auf die Bremsen alles deutlich leiser.

J …ich hab die Farbe wiedergefunden

J

Guck an, ein Farbfoto. Sieht aber irgendwie komisch aus. Alles so unscharf?!
Normal kann jeder und ich will das ja nicht mehr machen. Also nahm ich mein Quetschobjektiv zur Hand und bin wiedermal etwas eher als für meine Zugverbindung nötig von Arbeit gegangen und habe wild drauf los fotografiert. Da fiel mir dieses große J auf dem Augustusplatz auf. Nach ein bisschen Probieren war ich zufrieden.

Auf dem Streifzug durch Leipzig sind noch mehr Fotos entstanden. Die könnt ihr hier sehen.

Ich weiß, dass die Art der Fotos nicht jedem gefällt, mir jedoch sehr. Und deswegen will ich sie auch zeigen.

Nachtrag: Das ist übrigens kein J, es ist ein L und steht für die Leipziger Gruppe.

Congress Center Dresden und Maritim Hotel – neue Blickwinkel

Congress Center Dresden I

Mensch, jetzt zeigt der Paul schon wieder nur Schwarzweiß-Fotos. Kann seine D750 keine Farbe mehr? Doch kann sie, sehr gut sogar. Aber es passt zurzeit einfach nicht. Ich mag Farbfotos, nur passen meine aktuellen Motive irgendwie nicht so dazu. Vielleicht liegt es auch einfach nur am Winter, der sowieso eine etwas düstere Stimmung erzeugt. Keine Ahnung. Es werden auf jeden Fall wieder Farbfotos kommen.

Nun zum Motiv. Besser gesagt den Motiven, denn es gibt ein bisschen mehr zu entdecken. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf dem Congress Center Dresden, auf dessen Terrasse ich mich beim Fotografieren befunden habe. Sichtbar sind aber auch der Erlweinspeicher (bzw. jetzt das Maritim Hotel), der Sächsische Landtag und das Dach der Semperoper.

Congress Center Dresden II

Spiegelnde Oberflächen sind schon was feines. Man kann mit Linien und Strukturen „spielen“. Es ergeben sich immer wieder neue Blickwinkel. Blickwinkel, aus der man ein Stadt vielleicht noch gar nicht betrachtet hat. Blickwinkel, die einen völlig anderen Eindruck vermitteln. Ich mag ja solche optischen Spielereien und Experimente. Also wenn ihr in Leipzig oder Dresden einen Typen seht, der scheinbar wahllos Dinge fotografiert, könnte ich das sein; auf der Suche nach neuen Blickwinkeln ^^

Ich habe am ICC natürlich auch analog fotografiert, allerdings bin ich noch nicht dazu gekommen den Film zum Entwickeln zu bringen. Mal sehen, was mit der Pentax dabei rausgekommen ist.

Dresdner Altstadt bei Nacht – es wird nie langweilig

Dresden

Ich habe die Dresdner Altstadt schon oft fotografiert. Tagsüber, abends, nachts und auch früh war ich dort unterwegs. Und es wurde mir nie langweilig, denn immer wieder gab es neue Dinge zu entdecken, aber auch Altbekanntes durch neue Blickwinkel zu betrachten. Das ist der Grund, warum ich Dresden so liebe. Es ist vielfältig und doch einzigartig. Außerdem ist immer was los, aber nie wirklich hektisch. Der Dresdner ist gemütlich, und so ist auch die Stadt.

„Dresden hat mir große Freude gemacht und meine Lust, an Kunst zu denken, wieder belebt. Es ist ein unglaublicher Schatz aller Art an diesem schönen Orte.“
Johann Wolfgang von Goethe

Wenn das schon Goethe so sah, muss was dran sein, dass Dresden etwas besonderes ist.

Klopf klopf

knock knock

Heute gibt es zur Abwechlsung mal wieder ein Foto in Farbe. Es muss ja nicht immer nur schwarzweiß sein 😉
Gefunden habe ich diesen schicken Klopfer in Geising an einem alten Holztor. Diese Mischung aus wuchtigem Holz und filigranem, vor sich hinrostendem Klopfer hat mir sofort gefallen. Also musste ich ihn natürlich fotografieren. Er scheint auch noch in Benutzung zu sein, so glatt wie er an einigen Stellen aussieht. Solche Details bringen mich auf einen wichtigen Gedanken in Bezug zur Stadterkundung.

Sehenswürdigkeiten sind schön und gut, aber nur wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, entdeckt man noch mehr, wie diesen alten Klopfer. Manchmal sollte man auch nicht davor zurückschrecken durch dunkle Gassen zu gehen, denn irgendwo versteckt lauert vielleicht noch der ein oder andere fotografische Leckerbissen.
Zugegeben, das Foto oben habe ich an der Hauptstraße (die heißt passenderweise auch gleich so) von Geising gemacht. Trotzdem gehen die meisten an dem Teil achtlos vorüber. Vielleicht denken diese rastlosen Touristen auch, dass ich bekloppt bin, weil ich sowas fotografiere. Was solls? In der Beziehung bin ich das dann gern.

Pfahl und Baum – eine bildhafte Erinnerung

pole and tree

Bei unserem Kurzurlaub in Lauenstein hatten wir eines nicht dabei, was wir sonst immer dabei haben: eine Wanderkarte. Trotzdem machten wir uns auf den Weg und wollten die andere Talseite erkunden. Wenn man sich allerdings auf die Wegweiser vor Ort verlässt, ist man irgendwie auch verlassen. Das hat aber auch sein Gutes. Man erlebt viel mehr, man achtet auf Dinge, die man sonst so nicht sieht. Wandern ist ja sowieso gut, um mal abzuschalten. Doch so frei durch die Landschaft zu streifen, ohne Karte und Kompass, ist noch besser. Die Neugier wird geweckt und man kann den Moment genießen, ihn leben. Vor allem in hektischen Zeiten gibt es keinen besseren Ausgleich. Und wenn man ihn dann noch fotografisch festhalten kann, dann ist das doch perfekt. Eine bildhafte Erinnerung.

Ich mache ja öfter mal Langzeitbelichtungen und ich wollte auch auf diesem Weg mal wieder eine erstellen. Ich sah diesen Pfahl eines Weidezauns und dachte mir, das wäre der optimale Vordergrund. War es auch, nur sah die LZB nicht so aus, wie ich das wollte. Das Foto oben habe ich dann danach gemacht. Und mit ihm bin ich vollkommen zufrieden. Ist wieder schwarzweiß geworden, gefällt mir zurzeit einfach am besten.

Der Falkner – Tag und Nacht

Obwohl diese beiden Fotos ein und das selbe Motiv zeigen, sind sie doch grundverschieden. Und genau das ist es, was mich an der Fotografie so fasziniert. Es werden täglich Millionen von Fotos gemacht und trotzdem ist es noch möglich Unikate zu schaffen. Eine andere Tageszeit reicht aus, um aus einer Silhouette eine Lichtgestalt zu machen.  Wie ich es hier am Beispiel des Falknerbrunnens in Lauenstein versucht habe. Ein Motiv bietet viele Möglichkeiten und ebenso viele Facetten. Die Kunst besteht darin diese zu erkennen und auch mal Altbewährtes links liegen zu lassen und neue Pfade zu beschreiten. Es klappt natürlich nicht immer alles so, wie man es vorstellt. Manchmal geht halt gerade dann das Licht aus, wenn man eine gute Position gefunden hat (ist meinem Kumpel Tobi und mir in München an der Allianz-Arena so gegangen). Das ist alles kein Beinbruch. Scheitern ist auch nur ein anderes Wort für Lernen. Und Lernen ist ja bekanntlich etwas gutes.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern einen schönen 3. Advent.

 

Bruch mit Konventionen …

Schloss Lauenstein

Von unserem Kurzurlaub in Lauenstein (Erzgebirge) ist dieses Foto mein persönlicher Favorit. Es ist anders und bricht mit Konventionen und Erwartungen und es ist eher untypisch für mich. Genau deswegen gefällt es mir. Ich möchte es als Aufhänger für ein paar persönliche Zeilen nutzen.

2015 hat sich für mich viel verändert: Hochzeit, Ende des Studiums und Master-Abschluss, Berufseinstieg beim MDV und die ersten Aufträge als Fotograf. Es ist also an der Zeit, mal mich und vor allem auch meine Fotografie zu hinterfragen. Die Gründe hierfür sind die Veränderungen die ich dieses Jahr erlebte, aber vor allem eine Person: Steffen „Stilpirat“ Böttcher. Von ihm kann man viel lernen, fotografisch, aber auch menschlich.

Vor gar nicht so langer Zeit gastierte Steffen in Dresden und stellte sein Logbuch New York vor. Seine Ausführungen und die Ansichten, die er vertrat und vertritt, haben in mir einige (viele) Fragen aufkommen lassen. Was will ich erreichen? Viele Likes und viele Klicks oder doch lieber Zufriedenheit und Freude über das eigene Schaffen? Für wen möchte ich fotografieren? Für mich, für andere, für Kunden oder doch für Facebook und Co? Was will ich wo zeigen? Ist es für den Blog, für 500px, für ein Fotobuch oder für unsere kleine Heim-Galerie? Fragen über Fragen.

Auf ein paar Fragen habe ich (noch) keine wirkliche Antwort. Aber einige Dinge sind mir mittlerweile klar geworden. Ich möchte vor allem wieder bewusster fotografieren, eine einheitlichere Bildsprache entwickeln und manchmal eben auch kein Foto machen und stattdessen den Moment genießen.

Was mir aber vor allem bewusst geworden ist, ich werde weniger in 100%-Ansichten leben. Schärfe wird überbewertet. Klar, ich habe mittlerweile 3 Art-Linsen von Sigma. Das sind ja bekanntlich Schärfemonster. Aber manchmal sitzt der Fokus halt auch bei ihnen mal nicht. Was solls! Manche Fotos wirken, gerade weil der Fokus eben nicht sitzt oder weil es eben etwas weicher wirkt. Auch andere Bildfehler sind kein Tabu und deswegen werde ich sie auch weniger oft retuschieren.

Manchmal habe ich schon geschrieben, warum ich etwas auf gerade diese oder jene Weise fotogrfiert habe. Das werde ich nicht mehr machen. Wozu auch? Das Warum ist doch egal, solange es wirkt. Das Foto oben habe ich bewusst genauso fotografiert. Die dazugehörige Bearbeitung hatte ich auch schon im Kopf. Es ist fast exakt so geworden, wie ich es wollte.

Und genau das ist der Punkt, ich werde wieder mehr so fotografieren, wie ich es für gut erachte. Es geht mir nicht mehr darum noch mehr Likes und Favs und Kommentare bei den Foto-Seiten zu erlangen. Ich möchte die Fotos zeigen, weil sie mir gefallen und ich meine Freude darüber teilen möchte. Denn Fotografie ist für mich mehr als nur ein Bild, es ist ein Gefühl und es transportiert Emotionen. Und beides lässt sich nicht in Likes messen!