lwb-Gebäude in Leipzig … Linien und Gold

Ich gehe mittlerweile jeden Tag auf meinem Weg zum Bahnhof am lwb-Gebäude am Willy-Brandt-Platz vorbei. Bisher habe ich es aber noch nie so richtig schön in Szene setzen können. Entweder war das Licht super, aber ich hatte keine Kamera dabei. Oder aber, ich hatte die Kamera dabei, aber das Licht war sch… äh suboptimal. Doch am 1. März war es soweit, alles hat gepasst. Licht gut, Kamera dabei und Zeit hatte ich auch.

lwb

Das ganze Gebäude ist etwas zu zugebaut, als dass es Sinn machen würde es komplett abzulichten. Außerdem hatte ich wie immer nur mein 50mm-Objektiv dabei. Also habe ich mich auf die Struktur und die Details des lwb-Gebäudes konzentriert.

lwb

In der Nachbearbeitung in Lightroom habe ich dann versucht, den goldenen Farbton noch etwas herauszuarbeiten. Das Blau des Himmels wurde im gleichen Zuge ein bisschen dunkler. Viel Arbeit war es nicht und ich bin mit den Ergebnissen vollkommen zufrieden.

lwb

Wer meine Beträge schon länger verfolgt, dem wird sicherlich auffallen, dass ich seit ein paar Wochen kein Wasserzeichen mehr einfüge. Der Grund ist einfach, es verändert immer das Foto, egal wie dezent es ist. Und genau das hat mich gestört, bzw. stört mich und ist der Grund warum ich kein Wasserzeichen mehr einfüge.

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Dresdner Altstadt … analoge Nacht

Analoge Altstadt

 Am 23.12. waren wir nochmal in Dresden unterwegs um Fotos zu machen. Mit dabei war da noch meine analoge Pentax 645. Sie sollte für einige Langzeitbelichtungen zum Einsatz kommen. Klingt erstmal simpel, hat aber seine Tücken. Für die korrekten Belichtungszeiten muss man bei der Analogfotografie nämlich den Schwarzschildeffekt beachten. Ich habe dabei auf das Datenblatt vom Ilford HP5+ zurückgegriffen. Letztlich ist es sowieso eine Gefühlssache, wie viel länger man belichtet. Und davon abgesehen verzeiht der HP5+ auch einiges an Fehlbelichtung, wie ich festgestellt habe.  Ja, man sieht Filmkorn, aber ich finde das gar nicht so störend. Die Kantenschärfe ist ja trotzdem hervorragend.

Das zweite Foto ist die analoge Version von „Dresdner Altstadt bei Nacht„. Auch hier mag ich die Filmcharakteristik sehr, obwohl es eigentlich nicht perfekt belichtet ist.

img077-Bearbeitet.jpg

Mal sehen, ob ich demnächst mal mit Pull- oder Push-Entwicklungen experimentiere. Die kosten bei Foto Görner ja keinen Aufpreis.

J …ich hab die Farbe wiedergefunden

J

Guck an, ein Farbfoto. Sieht aber irgendwie komisch aus. Alles so unscharf?!
Normal kann jeder und ich will das ja nicht mehr machen. Also nahm ich mein Quetschobjektiv zur Hand und bin wiedermal etwas eher als für meine Zugverbindung nötig von Arbeit gegangen und habe wild drauf los fotografiert. Da fiel mir dieses große J auf dem Augustusplatz auf. Nach ein bisschen Probieren war ich zufrieden.

Auf dem Streifzug durch Leipzig sind noch mehr Fotos entstanden. Die könnt ihr hier sehen.

Ich weiß, dass die Art der Fotos nicht jedem gefällt, mir jedoch sehr. Und deswegen will ich sie auch zeigen.

Nachtrag: Das ist übrigens kein J, es ist ein L und steht für die Leipziger Gruppe.

Congress Center Dresden und Maritim Hotel – neue Blickwinkel

Congress Center Dresden I

Mensch, jetzt zeigt der Paul schon wieder nur Schwarzweiß-Fotos. Kann seine D750 keine Farbe mehr? Doch kann sie, sehr gut sogar. Aber es passt zurzeit einfach nicht. Ich mag Farbfotos, nur passen meine aktuellen Motive irgendwie nicht so dazu. Vielleicht liegt es auch einfach nur am Winter, der sowieso eine etwas düstere Stimmung erzeugt. Keine Ahnung. Es werden auf jeden Fall wieder Farbfotos kommen.

Nun zum Motiv. Besser gesagt den Motiven, denn es gibt ein bisschen mehr zu entdecken. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf dem Congress Center Dresden, auf dessen Terrasse ich mich beim Fotografieren befunden habe. Sichtbar sind aber auch der Erlweinspeicher (bzw. jetzt das Maritim Hotel), der Sächsische Landtag und das Dach der Semperoper.

Congress Center Dresden II

Spiegelnde Oberflächen sind schon was feines. Man kann mit Linien und Strukturen „spielen“. Es ergeben sich immer wieder neue Blickwinkel. Blickwinkel, aus der man ein Stadt vielleicht noch gar nicht betrachtet hat. Blickwinkel, die einen völlig anderen Eindruck vermitteln. Ich mag ja solche optischen Spielereien und Experimente. Also wenn ihr in Leipzig oder Dresden einen Typen seht, der scheinbar wahllos Dinge fotografiert, könnte ich das sein; auf der Suche nach neuen Blickwinkeln ^^

Ich habe am ICC natürlich auch analog fotografiert, allerdings bin ich noch nicht dazu gekommen den Film zum Entwickeln zu bringen. Mal sehen, was mit der Pentax dabei rausgekommen ist.

Bruch mit Konventionen …

Schloss Lauenstein

Von unserem Kurzurlaub in Lauenstein (Erzgebirge) ist dieses Foto mein persönlicher Favorit. Es ist anders und bricht mit Konventionen und Erwartungen und es ist eher untypisch für mich. Genau deswegen gefällt es mir. Ich möchte es als Aufhänger für ein paar persönliche Zeilen nutzen.

2015 hat sich für mich viel verändert: Hochzeit, Ende des Studiums und Master-Abschluss, Berufseinstieg beim MDV und die ersten Aufträge als Fotograf. Es ist also an der Zeit, mal mich und vor allem auch meine Fotografie zu hinterfragen. Die Gründe hierfür sind die Veränderungen die ich dieses Jahr erlebte, aber vor allem eine Person: Steffen „Stilpirat“ Böttcher. Von ihm kann man viel lernen, fotografisch, aber auch menschlich.

Vor gar nicht so langer Zeit gastierte Steffen in Dresden und stellte sein Logbuch New York vor. Seine Ausführungen und die Ansichten, die er vertrat und vertritt, haben in mir einige (viele) Fragen aufkommen lassen. Was will ich erreichen? Viele Likes und viele Klicks oder doch lieber Zufriedenheit und Freude über das eigene Schaffen? Für wen möchte ich fotografieren? Für mich, für andere, für Kunden oder doch für Facebook und Co? Was will ich wo zeigen? Ist es für den Blog, für 500px, für ein Fotobuch oder für unsere kleine Heim-Galerie? Fragen über Fragen.

Auf ein paar Fragen habe ich (noch) keine wirkliche Antwort. Aber einige Dinge sind mir mittlerweile klar geworden. Ich möchte vor allem wieder bewusster fotografieren, eine einheitlichere Bildsprache entwickeln und manchmal eben auch kein Foto machen und stattdessen den Moment genießen.

Was mir aber vor allem bewusst geworden ist, ich werde weniger in 100%-Ansichten leben. Schärfe wird überbewertet. Klar, ich habe mittlerweile 3 Art-Linsen von Sigma. Das sind ja bekanntlich Schärfemonster. Aber manchmal sitzt der Fokus halt auch bei ihnen mal nicht. Was solls! Manche Fotos wirken, gerade weil der Fokus eben nicht sitzt oder weil es eben etwas weicher wirkt. Auch andere Bildfehler sind kein Tabu und deswegen werde ich sie auch weniger oft retuschieren.

Manchmal habe ich schon geschrieben, warum ich etwas auf gerade diese oder jene Weise fotogrfiert habe. Das werde ich nicht mehr machen. Wozu auch? Das Warum ist doch egal, solange es wirkt. Das Foto oben habe ich bewusst genauso fotografiert. Die dazugehörige Bearbeitung hatte ich auch schon im Kopf. Es ist fast exakt so geworden, wie ich es wollte.

Und genau das ist der Punkt, ich werde wieder mehr so fotografieren, wie ich es für gut erachte. Es geht mir nicht mehr darum noch mehr Likes und Favs und Kommentare bei den Foto-Seiten zu erlangen. Ich möchte die Fotos zeigen, weil sie mir gefallen und ich meine Freude darüber teilen möchte. Denn Fotografie ist für mich mehr als nur ein Bild, es ist ein Gefühl und es transportiert Emotionen. Und beides lässt sich nicht in Likes messen!

Kromlauer Park und Rakotzbrücke

Schon vor einiger Zeit sah ich Fotos einer wunderschönen Steinbrücke. Ich dachte damals, die müsste irgendwo in Richtung Balkan zu finden sein, aber doch bestimmt nicht in Deutschland. Doch vor ein paar Wochen sah ich wieder ein Foto davon und dort stand, dass sie in Sachsen zu finden sei. Ihr Name ist Rakotzbrücke und sie ist bei Weißwasser zu finden. Also war der Entschluss schnell gefasst, dass wir dort mal hinfahren würden. Eigentlich wollten meine Frau und ich zusammen mit Ali dort hin. Leider klappte das zeitlich nicht und so war Ali schon letze Woche dort. Er hat auch einen Artikel dazu verfasst.
Meine Frau und ich waren dann gestern bei schönstem Herbstwetter unterwegs zum Kromlauer Park.

Rakotzbrücke I

Die herbstlichen Farben leuchteten nur so, dass es ein optischer Hochgenuss war dort zu fotografieren. Die Brücke an sich ist schon ein super Motiv, aber der Rest vom Park ist auch sehr schön und läd zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Die 2€ Parkgebühr für den gesamten Tag sind eigentlich viel zu wenig.

Rakotzbrücke II

Natürlich wollte ich auch wieder Langzeitbelichtungen machen. Erst von der Brücke und dann von der Basaltinsel. Ersteres sieht irgendwie nicht so klasse aus, da zu viele Blätter auf dem Wasser schwammen und das Foto sehr unruhig wirkte. Letzteres hingegen finde ich sehr gut gelungen, da durch die lange Belichtungszeit von 10 Minuten die Reflektion sehr gut herauskommt.

Kromlauer Park

Alles in Allem kann ich den Kromlauer Park nur empfehlen. Er ist auf jeden Fall einen Tagesausflug wert.

Rakotzbrücke III

Leuchtturm Moritzburg – wenn der Wecker wieder mal um 4 Uhr klingelt

Da das Wetter gut zu werden versprach, klingelte am Samstag der Wecker mal wieder schon um 4 Uhr früh. Meine Frau ist da zum Glück sehr verständnisvoll. Wir hatten uns schon vor längerer Zeit vorgenommen zum Leuchtturm in Moritzburg zu fahren. Das Ziel war es stimmungsvolle Fotos beim Sonnenaufgang entstehen zu lassen. Der Wetterbericht hat gestimmt und es war zum Glück ein sehr klarer Morgen.
Zu der Zeit, also um sechs Uhr rum, waren noch keine Menschen vor Ort (nur ein weiterer Fotograf gesellte sich später noch zu uns) und wir konnten in Ruhe Fotos machen. Es bewahrheitet sich immer wieder – der frühe Vogel fängt den Wurm. Und die entstandenen Fotos entschädigen auf jeden Fall für das zeitige Aufstehen.

lighthouse
(D750, 35mm, f/8, 1/640s, ISO100)

Kirche „Maria am Wasser“ Hosterwitz

Ich war heute Vormittag unterwegs um Fotos für einen Auftrag zu machen. Eins der Motive, die ich dabei ins Auge gefasst hatte, war die kleine Kirche „Maria am Wasser“ in Hosterwitz. Hosterwitz ist ein rechtselbischer Stadtteil von Dresden, der aus dem Zentrum kommend kurz vor Pillnitz liegt. Die Kirche ist zwar nicht groß, dafür umgibt sie ein sehr sorgfältig angelegter und gepflegter Kirchhof. Ihr Baustil ist für Dresden eher untypisch und daher ist  sie etwas Besonderes. Wer also mal in Pillnitz ist, sollte ruhig noch den Kilometer elbabwärts nach Hosterwitz zur „Maria am Wasser“ laufen, es lohnt sich.

Von der anderen Elbseite hat der Blick in Richtung Kirche seinen ganz eigenen Charme.


(D750, 75mm, f/8, 1/400s, ISO100)

Kraftwerk Plessa IV – das Kraftwerksgebäude

Der letzte Teil der Serie über das Kraftwerk Plessa zeigt das eigentliche Kraftwerksgebäude von Innen. Ich habe noch viel mehr Fotos vom Inneren gemacht, die hier gezeigten gefallen mir jedoch am besten und zeigen in groben Zügen, was im Kraftwerk alles so zu sehen ist.
Es ist nur noch eine Dampfturbine zu sehen, dafür jedoch die älteste. Das Kraftwerk wirkt an einigen Stellen recht ausgeräumt. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass es jahrelang unverschlossen brach lag. Es wurde vieles „weggefunden“ was nicht niet- und nagelfest war. Umso mehr muss man die Leistungen des Fördervereins würdigen, die versucht haben zu retten was zu retten war und auch vieles wiederhergestellt haben.

Kraftwerk Plessa IVa
Kraftwerk Plessa IVa
(D7000, 16mm, f/4, 1/10s, ISO1600)

Kraftwerk Plessa IVb
Kraftwerk Plessa IVb
(D7000, 16mm, f/8, 1/640s, ISO100)

Kraftwerk Plessa IVc
Kraftwerk Plessa IVc
(D7000, 16mm, f/5.6, 1/30s, ISO200)

Kraftwerk Plessa IVd
Kraftwerk Plessa IVd
(D7000, 16mm, f/4, 1/8s, ISO100)

Kraftwerk Plessa IVe
Kraftwerk Plessa IVe
(D7000, 16mm, f/4, 1/20s, ISO1600)

Kraftwerk Plessa IVf
Kraftwerk Plessa IVf
(D7000, 16mm, f/5.6, 1/20s, ISO200)

Kraftwerk Plessa IVg
Kraftwerk Plessa IVg
(D7000, 24mm, f/5.6, 1/50s, ISO200)

Kraftwerk Plessa III – Kohleanlieferung und Außenbunker

Dieser Teil der Serie über das Kraftwerk Plessa zeigt die Kohleanlieferung und den Außenbunker von Innen. Hier kam die Kohle mit dem Zug an und wurde in die Bunker geschüttet. Von dort wurde die Kohle dann zum eigentlichen Kraftwerk gefördert.

Kraftwerk Plessa IIIa
Kraftwerk Plessa IIIa
(D7000, 35mm, f/4, 1/40s, ISO1600)

Kraftwerk Plessa IIIb
Kraftwerk Plessa IIIb
(D7000, 16mm, f/4, 1/13s, ISO100)

Kraftwerk Plessa IIIc
Kraftwerk Plessa IIIc
(D7000, 16mm, f/4, 1/20s, ISO200)

Kraftwerk Plessa IIId – Führerstand der Transportbahn
Kraftwerk Plessa IIId
(D7000, 16mm, f/4, 1/25s, ISO1600)

Kraftwerk Plessa IIIe
Kraftwerk Plessa IIIe
(D7000, 16mm, f/4, 1/5s, ISO400)

Kraftwerk Plessa IIIf
Kraftwerk Plessa IIIf
(D7000, 29mm, f/4, 1/15s, ISO800)

Alle Fotos dieser Serie sind übrigens mit dem Nikon AF-S 16-35mm f/4G VR entstanden. Dessen Bildstabilisator wirklich klasse funktioniert und mich daher davor bewahrt hat, die ISO-Werte zu hoch setzen zu müssen.