Bruch mit Konventionen …

Schloss Lauenstein

Von unserem Kurzurlaub in Lauenstein (Erzgebirge) ist dieses Foto mein persönlicher Favorit. Es ist anders und bricht mit Konventionen und Erwartungen und es ist eher untypisch für mich. Genau deswegen gefällt es mir. Ich möchte es als Aufhänger für ein paar persönliche Zeilen nutzen.

2015 hat sich für mich viel verändert: Hochzeit, Ende des Studiums und Master-Abschluss, Berufseinstieg beim MDV und die ersten Aufträge als Fotograf. Es ist also an der Zeit, mal mich und vor allem auch meine Fotografie zu hinterfragen. Die Gründe hierfür sind die Veränderungen die ich dieses Jahr erlebte, aber vor allem eine Person: Steffen „Stilpirat“ Böttcher. Von ihm kann man viel lernen, fotografisch, aber auch menschlich.

Vor gar nicht so langer Zeit gastierte Steffen in Dresden und stellte sein Logbuch New York vor. Seine Ausführungen und die Ansichten, die er vertrat und vertritt, haben in mir einige (viele) Fragen aufkommen lassen. Was will ich erreichen? Viele Likes und viele Klicks oder doch lieber Zufriedenheit und Freude über das eigene Schaffen? Für wen möchte ich fotografieren? Für mich, für andere, für Kunden oder doch für Facebook und Co? Was will ich wo zeigen? Ist es für den Blog, für 500px, für ein Fotobuch oder für unsere kleine Heim-Galerie? Fragen über Fragen.

Auf ein paar Fragen habe ich (noch) keine wirkliche Antwort. Aber einige Dinge sind mir mittlerweile klar geworden. Ich möchte vor allem wieder bewusster fotografieren, eine einheitlichere Bildsprache entwickeln und manchmal eben auch kein Foto machen und stattdessen den Moment genießen.

Was mir aber vor allem bewusst geworden ist, ich werde weniger in 100%-Ansichten leben. Schärfe wird überbewertet. Klar, ich habe mittlerweile 3 Art-Linsen von Sigma. Das sind ja bekanntlich Schärfemonster. Aber manchmal sitzt der Fokus halt auch bei ihnen mal nicht. Was solls! Manche Fotos wirken, gerade weil der Fokus eben nicht sitzt oder weil es eben etwas weicher wirkt. Auch andere Bildfehler sind kein Tabu und deswegen werde ich sie auch weniger oft retuschieren.

Manchmal habe ich schon geschrieben, warum ich etwas auf gerade diese oder jene Weise fotogrfiert habe. Das werde ich nicht mehr machen. Wozu auch? Das Warum ist doch egal, solange es wirkt. Das Foto oben habe ich bewusst genauso fotografiert. Die dazugehörige Bearbeitung hatte ich auch schon im Kopf. Es ist fast exakt so geworden, wie ich es wollte.

Und genau das ist der Punkt, ich werde wieder mehr so fotografieren, wie ich es für gut erachte. Es geht mir nicht mehr darum noch mehr Likes und Favs und Kommentare bei den Foto-Seiten zu erlangen. Ich möchte die Fotos zeigen, weil sie mir gefallen und ich meine Freude darüber teilen möchte. Denn Fotografie ist für mich mehr als nur ein Bild, es ist ein Gefühl und es transportiert Emotionen. Und beides lässt sich nicht in Likes messen!

Kromlauer Park und Rakotzbrücke

Schon vor einiger Zeit sah ich Fotos einer wunderschönen Steinbrücke. Ich dachte damals, die müsste irgendwo in Richtung Balkan zu finden sein, aber doch bestimmt nicht in Deutschland. Doch vor ein paar Wochen sah ich wieder ein Foto davon und dort stand, dass sie in Sachsen zu finden sei. Ihr Name ist Rakotzbrücke und sie ist bei Weißwasser zu finden. Also war der Entschluss schnell gefasst, dass wir dort mal hinfahren würden. Eigentlich wollten meine Frau und ich zusammen mit Ali dort hin. Leider klappte das zeitlich nicht und so war Ali schon letze Woche dort. Er hat auch einen Artikel dazu verfasst.
Meine Frau und ich waren dann gestern bei schönstem Herbstwetter unterwegs zum Kromlauer Park.

Rakotzbrücke I

Die herbstlichen Farben leuchteten nur so, dass es ein optischer Hochgenuss war dort zu fotografieren. Die Brücke an sich ist schon ein super Motiv, aber der Rest vom Park ist auch sehr schön und läd zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Die 2€ Parkgebühr für den gesamten Tag sind eigentlich viel zu wenig.

Rakotzbrücke II

Natürlich wollte ich auch wieder Langzeitbelichtungen machen. Erst von der Brücke und dann von der Basaltinsel. Ersteres sieht irgendwie nicht so klasse aus, da zu viele Blätter auf dem Wasser schwammen und das Foto sehr unruhig wirkte. Letzteres hingegen finde ich sehr gut gelungen, da durch die lange Belichtungszeit von 10 Minuten die Reflektion sehr gut herauskommt.

Kromlauer Park

Alles in Allem kann ich den Kromlauer Park nur empfehlen. Er ist auf jeden Fall einen Tagesausflug wert.

Rakotzbrücke III

Leuchtturm Moritzburg – wenn der Wecker wieder mal um 4 Uhr klingelt

Da das Wetter gut zu werden versprach, klingelte am Samstag der Wecker mal wieder schon um 4 Uhr früh. Meine Frau ist da zum Glück sehr verständnisvoll. Wir hatten uns schon vor längerer Zeit vorgenommen zum Leuchtturm in Moritzburg zu fahren. Das Ziel war es stimmungsvolle Fotos beim Sonnenaufgang entstehen zu lassen. Der Wetterbericht hat gestimmt und es war zum Glück ein sehr klarer Morgen.
Zu der Zeit, also um sechs Uhr rum, waren noch keine Menschen vor Ort (nur ein weiterer Fotograf gesellte sich später noch zu uns) und wir konnten in Ruhe Fotos machen. Es bewahrheitet sich immer wieder – der frühe Vogel fängt den Wurm. Und die entstandenen Fotos entschädigen auf jeden Fall für das zeitige Aufstehen.

lighthouse
(D750, 35mm, f/8, 1/640s, ISO100)

Kirche „Maria am Wasser“ Hosterwitz

Ich war heute Vormittag unterwegs um Fotos für einen Auftrag zu machen. Eins der Motive, die ich dabei ins Auge gefasst hatte, war die kleine Kirche „Maria am Wasser“ in Hosterwitz. Hosterwitz ist ein rechtselbischer Stadtteil von Dresden, der aus dem Zentrum kommend kurz vor Pillnitz liegt. Die Kirche ist zwar nicht groß, dafür umgibt sie ein sehr sorgfältig angelegter und gepflegter Kirchhof. Ihr Baustil ist für Dresden eher untypisch und daher ist  sie etwas Besonderes. Wer also mal in Pillnitz ist, sollte ruhig noch den Kilometer elbabwärts nach Hosterwitz zur „Maria am Wasser“ laufen, es lohnt sich.

Von der anderen Elbseite hat der Blick in Richtung Kirche seinen ganz eigenen Charme.


(D750, 75mm, f/8, 1/400s, ISO100)

Kraftwerk Plessa IV – das Kraftwerksgebäude

Der letzte Teil der Serie über das Kraftwerk Plessa zeigt das eigentliche Kraftwerksgebäude von Innen. Ich habe noch viel mehr Fotos vom Inneren gemacht, die hier gezeigten gefallen mir jedoch am besten und zeigen in groben Zügen, was im Kraftwerk alles so zu sehen ist.
Es ist nur noch eine Dampfturbine zu sehen, dafür jedoch die älteste. Das Kraftwerk wirkt an einigen Stellen recht ausgeräumt. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass es jahrelang unverschlossen brach lag. Es wurde vieles „weggefunden“ was nicht niet- und nagelfest war. Umso mehr muss man die Leistungen des Fördervereins würdigen, die versucht haben zu retten was zu retten war und auch vieles wiederhergestellt haben.

Kraftwerk Plessa IVa
Kraftwerk Plessa IVa
(D7000, 16mm, f/4, 1/10s, ISO1600)

Kraftwerk Plessa IVb
Kraftwerk Plessa IVb
(D7000, 16mm, f/8, 1/640s, ISO100)

Kraftwerk Plessa IVc
Kraftwerk Plessa IVc
(D7000, 16mm, f/5.6, 1/30s, ISO200)

Kraftwerk Plessa IVd
Kraftwerk Plessa IVd
(D7000, 16mm, f/4, 1/8s, ISO100)

Kraftwerk Plessa IVe
Kraftwerk Plessa IVe
(D7000, 16mm, f/4, 1/20s, ISO1600)

Kraftwerk Plessa IVf
Kraftwerk Plessa IVf
(D7000, 16mm, f/5.6, 1/20s, ISO200)

Kraftwerk Plessa IVg
Kraftwerk Plessa IVg
(D7000, 24mm, f/5.6, 1/50s, ISO200)

Kraftwerk Plessa III – Kohleanlieferung und Außenbunker

Dieser Teil der Serie über das Kraftwerk Plessa zeigt die Kohleanlieferung und den Außenbunker von Innen. Hier kam die Kohle mit dem Zug an und wurde in die Bunker geschüttet. Von dort wurde die Kohle dann zum eigentlichen Kraftwerk gefördert.

Kraftwerk Plessa IIIa
Kraftwerk Plessa IIIa
(D7000, 35mm, f/4, 1/40s, ISO1600)

Kraftwerk Plessa IIIb
Kraftwerk Plessa IIIb
(D7000, 16mm, f/4, 1/13s, ISO100)

Kraftwerk Plessa IIIc
Kraftwerk Plessa IIIc
(D7000, 16mm, f/4, 1/20s, ISO200)

Kraftwerk Plessa IIId – Führerstand der Transportbahn
Kraftwerk Plessa IIId
(D7000, 16mm, f/4, 1/25s, ISO1600)

Kraftwerk Plessa IIIe
Kraftwerk Plessa IIIe
(D7000, 16mm, f/4, 1/5s, ISO400)

Kraftwerk Plessa IIIf
Kraftwerk Plessa IIIf
(D7000, 29mm, f/4, 1/15s, ISO800)

Alle Fotos dieser Serie sind übrigens mit dem Nikon AF-S 16-35mm f/4G VR entstanden. Dessen Bildstabilisator wirklich klasse funktioniert und mich daher davor bewahrt hat, die ISO-Werte zu hoch setzen zu müssen.

Kraftwerk Plessa II – die Kühltürme

Diesmal gibt es zwei Fotos des Kraftwerks Plessa, beide zeigen (aus unterschiedlichen Perspektiven) einen der beiden noch erhaltenen Kühltürme. Entgegen der aktuellen Bauweise solcher Kühltürme bestehen diese hier nicht aus (Stahl-)Beton, sondern aus einer Holz- bzw. Wellasbest-Stahl-Konstruhktion. Während der Asbest-Turm nur wenig verfällt, setzt das Wetter dem Holzturm merklich sichtbar zu.

Kraftwerk Plessa IIa
Kraftwerk Plessa IIa
(D7000, 16mm, f/5.6, 1/640s, ISO100)

Kraftwerk Plessa IIb
Kraftwerk Plessa IIb
(D7000, 35mm, f/8, 1/640s, ISO100)

Kraftwerk Plessa I – Industriedenkmal in schwarzweiß

Zu Ostern nahmen wir an einer Führung durch das ehemalige Braunkohlekraftwerk in Plessa teil. Ich wollte dort schon lange mal hin, schließlich wohnen meine Schwiegereltern in der Nähe. Aber es ergab sich erst jetzt. Plessa liegt im südlichen Brandenburg bei Elsterwerda und die zwei Schornsteine des Kraftwerks sind weithin zu sehen. Das Kraftwerk ist damit auch so etwas wie das Wahrzeichen von Plessa.
Die Führung in einer kleinen Gruppe war interessant und die Führerin war recht locker drauf. Daher konnte ich auch mal ein paar Meter abseits der Gruppe in aller Ruhe fotografieren. Dabei sind zahlreiche Fotos entstanden, aus denen ich wieder eine kleine Serie machen möchte. Mehr oder weniger kam bei allen Fotos die selbe Bearbeitung in schwarzweiß zum Einsatz. Ich finde, zu alten Industrieanlagen und -gebäuden passt dieser harte Look einfach am besten. Ich habe ihn schon mal angewendet, nämlich bei ein paar Fotos des Historisch Technischen Museums Peenemünde.
Das Kraftwerk ist in Teilen schon sehr aufwendig restauriert worden, einige Bereiche verfallen jedoch zunehmends. Was aus fotografischer Sicht zwar interessant ist, für den Erhalt dieses Industriedenkmals ist es jedoch kontraproduktiv.

Kraftwerk Plessa I
(D7000, 16mm, f/5.6, 1/800s, ISO100)

Synagoge Dresden II … Dresden ist weltoffen!

Nach etwas längerer Zeit (mein Forschungsseminar zu schreiben hatte klaren Vorrang), poste ich heute mal wieder ein Foto. Das Bild von der Synagoge in Dresden ist schon vor einiger Zeit entstanden, vor fast zwei Jahren. Ich habe mir nebenbei mal etwas Zeit genommen und das Foto in Lightroom und Photoshop in schwarzweiß konvertiert und hier und da noch ein paar kleine Korrekturen vorgenommen. Es ist erstaunlich, was allein schon mit den Reglern der Schwarzweiß-Mischung alles möglich ist.

Ich poste dieses Foto auch deshalb, weil ich zeigen will, dass Dresden multikulturell ist und jeder in unserer Stadt willkommen ist, egal welcher Religion sie/er angehört, egal welche Hautfarbe sie/er hat. Jeder ist hier gern gesehen!