Senftenberger See

Lake Senftenberg I

Wir waren letztens auf dem Senftenberger See unterwegs, mit einem Floß. Und da Flöße nicht fürs Kentern bekannt sind, habe ich natürlich meine Kameraausrüstung mit dabei gehabt.

Das Wetter hätte besser nicht sein können. Außerdem war kaum Bootsverkehr auf dem See, wahrscheinlich weil es morgens geregnet hatte und einige ihre Pläne geändert haben. Wir hielten jedoch an unserem Plan fest und starteten unsere Floßtour in Großkoschen. Und obwohl der Geierswalder See großflächiger befahrbar ist, finde ich den Senftenberger See deutlich attraktiver. Liegt vor allem daran, dass hier die Natur schon wieder dominiert und er nicht mehr nach Tagebau aussieht. Außerdem ist sein Wasser gefühlt deutlich sauberer.

Lake Senftenberg II

Im Zentrum des Sees liegt ein großflächiges Naturschutzgebiet, dass nicht befahren und betreten werden darf, was ich aus Fotografensicht natürlich schade finde. Aus der Entfernung sieht es schon sehr reizvoll aus. Man kann halt nicht alles haben.

Ich habe mich mal auf einer Langzeitbelichtung vom Floß aus versucht und bin mit dem Ergebis sehr zufrieden. Sehen könnt ihr sie entweder auf meiner Facebook-Seite oder auf Neugi85.de.

Die kurze Fahrt von Dresden (ca. 1h) lohnt sich auf jeden Fall, wenn man ein bisschen Boot oder Floß fahren oder baden gehen möchte. Auch für Radtouren lohnt sich ein Ausflug zu den Lausitzer Seen, denn es gibt dort zahlreiche asphaltierte Radwege rund um die Seen. Es ist schon sehr spannend zu sehen, wie sich das ganze Gebiet langsam entwickelt.

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Fürstlich Drehna – Schloss und Park

Fürstlich Drehna

Wir waren zu Ostern in Fürstlich Drehna unterwegs. Fürstlich was? Ja genau, Fürstlich Drehna. Liegt in Brandenburg, so grob zwischen Finsterwalde und Lübbenau. Glücklicherweise haben meine Schwiegereltern und meine Lieblingsschwägerin Verständnis für meinen Fotofimmel. Sie gingen also alleine im Park spazieren, während ich in Ruhe meine Fotos machen konnte.
Es lohnt sich wirklich dort mal hinzufahren. Das Schloss, heute ein 4* Hotel, ist schön anzusehen und in einem hervorragenden Zustand. Dazu kommt noch der sehr schön gepflegte Park.

Fürstlich Drehna

Bei der Bearbeitung habe ich gemerkt, dass mir die Farbfotos nicht so recht zusagen. Also habe ich alle Fotos mit Photoshop und Nik Silver Efex Pro 2 (gibt’s jetzt kostenlos!) in schwarzweiß konvertiert.
Vor allem bei der Langzeitbelichtung ganz oben finde ich den Look einfach klasse.

Fürstlich Drehna

Fürstlich Drehna

Ich bin schon sehr auf die Ergebnisse aus der RB67 gespannt. Nur müsste ich dafür die Filme mal zum Entwickeln bringen ^^

Fürstlich Drehna

Fürstlich Drehna

Winterlandschaft – Graben und Baum

trench and tree

Normalerweise gehen wir immer um den Grünewalder Lauch spazieren, wenn wir bei meinen Schwiegereltern sind. Da das Gebiet um Gorden jedoch noch mehr zu bieten hat, sind wir auch mal durch den Wald nördlich davon (Suden bei Gorden) gegangen. Dort war es so schön ruhig, man hörte nur seine eigenen Schritte im Schnee. Dort ist übrigens auchdas Foto „Außenseiter“ entstanden, das ich bereits auf Facebook, Flickr und 500px gezeigt habe.
Zwischen Wald und Dorf liegt ein Graben (Flösse) und genau der ist auf dem oberen Foto zu sehen. Gemacht habe ich es mit der Mamiya RB67 und Ilford FP4+, wobei ich es bewusst ca. 2/3 Blenden überbelichtet habe. Ich hatte in mehreren Quellen gelesen, dass der FP4+ zwar eigentlich ein ISO125-Film sei, aber der EI (exposure index) eher bei 80-100 liegt. Und wie es scheint passt das für den Entwicklungsprozess den Foto Görner nutzt sehr gut.

Was mich natürlich beim Betrachten und Scannen der ersten Filmrolle aus der RB67 besonders gefreut hat, sie hat keine Lichtlecks. Ich werde die Dichtungen trotzdem erneuern, sicher ist sicher. Außerdem habe ich den Reparatursatz sowieso schon in Japan bestellt.
Apropos Scannen. Ich scanne immer als TIFF (6400dpi, 16bit), damit ich da noch ein paar Korrektur-Reserven habe. Wobei ich sagen muss, dass ich mit Belichtungsmesser und der RB67 ohnehin schon korrekter belichtete Fotos erhalte, als mit der internen Belichtungsmessung der Pentax 645. Dabei ist es egal, ob ich die D750 als Belichtungsmesser (deren Spotmessung ist wirklich sehr sehr präzise) missbrauche oder mit meinem Gossen Variosix F (auch ein super Gerät) arbeite. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich mich sowieso mehr mit dem Motiv, seinen Eigenheiten und der gesamten Lichtsituation beschäftige.

Und weil ja Phase One derzeit mit seinem 100 Megapixel Mittelformatsensor Schlagzeilen macht. Die Scans der Nagtive aus der RB67 haben bei mir um die 200-250 Megapixel 😉