Shooting mit Vanessa

Irgendwie ist die analoge Fotografie wie eine Sucht und glücklicherweise gibt es noch andere Süchtige. Vanessa zum Beispiel mag den Look analoger Fotos sehr, die Farben und die Weichheit. Und so kam es, dass wir ein gemeinsames Shooting vereinbarten.

Vanessa - Kodak Portra 160

Im abendlichen Dresden fand es dann statt. Zwar verdeckten Wolken die untergehende Sommersonne, aber es war trotzdem schönes Licht vorhanden. Viel möchte ich gar nicht zum Shooting schreiben, das habe ich an anderer Stelle schon getan. Nur soviel, es war mal etwas völlig anderes und hat extrem viel Spaß gemacht. Die Ergebnisse könnensich, glaube ich jedenfalls, sehen lassen, oder?

Vanessa - Kodak Portra 400
Vanessa - Rollei RPX400

Ich bin immer an gemeinsamen Fototouren oder Shootings interessiert. Also, wer Lust hat, Dresden mal analog (oder auch digital) unsicher zu machen, kann sich gern bei mir melden 🙂

Ein Blick zum Blauen Wunder

Normalerweise sieht man fast nur Fotos vom Blauen Wunder, die von der Bergstation der Schwebeseilbahn aus gemacht wurden. Es gibt jedoch noch einen anderen Stadtort, von dem aus man das Blaue Wunder und Dresden sehen kann, die Aussichtsterrasse des Luisenhofs. Von diesem Punkt liegt natürlich nicht mehr die Altstadt im Hintergrund der Brücke, sondern Blasewitz, Striesen und Strehlen.

Blue Wonder

Auch das ist Dresden, nur eben das eher unbekannte. Weniger reizvoll ist die Aussicht vom Luisenhof deswegen aber nicht. Außerdem ist es seit der Schließung des dortigen Gastronomiebetriebs möglich die Terrasse des Luisenhofs zu betreten, ohne gleich etwas bestellen zu müssen.

Wer nun überlegt, dort mal hinzufahren, der kann dies entweder mit der Standseilbahn direkt vom Körnerplatz aus tun, oder aber mit der Straßenbahnlinie 11 bis zur Haltestelle Plattleite fahren und von dort aus 5 Minuten durch das schön anzusehende Villenviertel Weißer Hirsch/Loschwitz zum Aussichtspunkt laufen.

Mehr Fotos von unserem Ausflug zum Luisenhof findet ihr hier: neugi85.de.

Dresdner Altstadt … analoge Nacht

Analoge Altstadt

 Am 23.12. waren wir nochmal in Dresden unterwegs um Fotos zu machen. Mit dabei war da noch meine analoge Pentax 645. Sie sollte für einige Langzeitbelichtungen zum Einsatz kommen. Klingt erstmal simpel, hat aber seine Tücken. Für die korrekten Belichtungszeiten muss man bei der Analogfotografie nämlich den Schwarzschildeffekt beachten. Ich habe dabei auf das Datenblatt vom Ilford HP5+ zurückgegriffen. Letztlich ist es sowieso eine Gefühlssache, wie viel länger man belichtet. Und davon abgesehen verzeiht der HP5+ auch einiges an Fehlbelichtung, wie ich festgestellt habe.  Ja, man sieht Filmkorn, aber ich finde das gar nicht so störend. Die Kantenschärfe ist ja trotzdem hervorragend.

Das zweite Foto ist die analoge Version von „Dresdner Altstadt bei Nacht„. Auch hier mag ich die Filmcharakteristik sehr, obwohl es eigentlich nicht perfekt belichtet ist.

img077-Bearbeitet.jpg

Mal sehen, ob ich demnächst mal mit Pull- oder Push-Entwicklungen experimentiere. Die kosten bei Foto Görner ja keinen Aufpreis.

Dresdner Altstadt bei Nacht – es wird nie langweilig

Dresden

Ich habe die Dresdner Altstadt schon oft fotografiert. Tagsüber, abends, nachts und auch früh war ich dort unterwegs. Und es wurde mir nie langweilig, denn immer wieder gab es neue Dinge zu entdecken, aber auch Altbekanntes durch neue Blickwinkel zu betrachten. Das ist der Grund, warum ich Dresden so liebe. Es ist vielfältig und doch einzigartig. Außerdem ist immer was los, aber nie wirklich hektisch. Der Dresdner ist gemütlich, und so ist auch die Stadt.

„Dresden hat mir große Freude gemacht und meine Lust, an Kunst zu denken, wieder belebt. Es ist ein unglaublicher Schatz aller Art an diesem schönen Orte.“
Johann Wolfgang von Goethe

Wenn das schon Goethe so sah, muss was dran sein, dass Dresden etwas besonderes ist.

Mädels-Gruppen-Shooting

Schon vor einer Weile haben wir einige Kolleginnen meiner Frau fotografiert. Neben Gruppenfotos wollten alle auch Einzelportraits allgemein und für ihre Profilfotos in sozialen Netzwerken.
Wir trafen uns an einem leicht bewölkten Samstag Vormittag an der Brühlschen Terrasse. Günstigerweise waren zu diesem Zeitpunkt noch kaum Touristen unterwegs und so hatten wir die große Treppe am Schlossplatz für uns.

Gruppenfoto

Als es sich dann langsam füllte zogen wir an das obere Ende der Treppe um. Dort machten wir dann die ersten Einzelportraits. Alle (auch ich) mussten erstmal warm werden, aber mit zunehmender Zeit lief die ganze Sache wie von selbst. Natürlich auch dank meiner Frau, die immer wieder mit Ideen aufwartete.

Langsam ging es dann immer weiter in Richtung Kunstakademie. Dort wollten wir auf besonderen Wunsch ein paar Sprungbilder machen. Also Blitz ausgepackt und los gings.

Sprung

Schon auf dem Weg vom Parkplatz zur Brühlschen Terrasse fielen uns mehrere Holztore, Stahltüren und schöne Fassaden, bzw. Wände auf. Die wollten wir auch noch nutzen. Gesagt, getan. Diesmal wieder ein Gruppenfoto, aber jetzt etwas eher dynamisches.

Holztor

Das Pflaster der Straße und eine Paar Schuhe führten zu weiteren Ideen. Unter anderem zu einer, die mich auf alle vier zwang:

Schuhe 2

Die moderne Tiefgarage auf der Salzgasse war ideal für ein paar Spaßfotos. Eine Kollegin meiner Frau hatte Seifenblasen mit und ein rosa Regenschirm fand sich auch an.

Seifenblasen

Schirm

Alles in allem war es ein sehr witziges Shooting. Und mit den entstandenen Fotos sind wir auch sehr zufrieden.
Noch mehr Fotos vom Shooting mit den Mädels gibt es in der Referenzsektion unserer Homepage: Mädels-Gruppen-Shooting.

20 Minuten Dresden – wenn eine Tag zu Ende geht

Letztens hat mein Kumpel Ali eine Langzeitbelichtung von Dresden gezeigt und ich fand sie einfach super. Also musste auch mal wieder runter in die Stadt. So ein Foto wollte ich auch mal machen. Wie es der Zufall so wollte waren meine Frau und ich auf der Brühlschen Terrasse mit einem Freund verabredet. Bei der Gelegenheit nahm ich mein Fotozeug mit und suchte mir den passenden Platz für eine gute Aufnahme. Der war schnell gefunden. Und so baute ich alles auf und begann mit der Aufnahme. Dann hieß es: Warten. Und ich wartete lieber etwas länger, da es doch mit fortschreitenden Zeit recht dunkel wurde. Statt der avisierten 10 Minuten wurden es erst 15 und dann letztlich doch 20 Minuten Belichtungszeit.
Ich bin mit dem Ergebnis vollkommen zufrieden und habe mir vorgenommen wieder etwas öfter in die Stadt zu gehen um zu fotografieren. Es lohnt sich auf jeden Fall.

20 minutes of Dresden
(D750, 16mm, f/11, 1199s, ISO50)

Meine Frau hat auch mal wieder ein kleines Making-of-Foto von mir gemacht. Das möchte ich euch nicht vorenthalten 😉

bei der Arbeit

Morgennebel und Langzeitbelichtung II

Als ich letztens kurz nach dem Aufstehen aus dem Fenster unseres Schlafzimmers blickte, zogen wieder Nebelschwaden durch das Kaitzer Tal. Diesmal jedoch diffuser, als noch vor ein paar Wochen (siehe Beitrag „Morgennebel und Langzeitbelichtung“). Außerdem stieg er nicht auf, sondern wurde nur in Richtung Gittersee geweht. Dadurch wurde eine ganz andere Stimmung erzeugt, die ich aber auch wieder schön fand. Ich habe mich wieder für eine Langzeitbelichtung mit 10 Minuten Belichtungszeit entschieden. Und ich finde das war der richtige Entschluss.

view I
(D750, 50mm, f/8, 600s, ISO100)

Nach der Aufnahme ließ ich die Kamera im Schlafzimmer stehen, da sie sowieso noch mit Darkframe aufnehmen und verrechnen beschäftigt war. Und da habe ich sie doch glatt vergessen. Naja, nach zwei Stunden fiel’s mir wieder ein, dass sie dort steht und wollte mal sehen wie das Ergebnis war. Unterdessen hatte sich die gesamte Lichtstimmung geändert und der Nebel war verflogen. Ganz leicht diesig war es noch in Bodennähe. Und da war ich neugierig, wie das ganze bei eine LZB aussieht, da die Wolken auch gut aussahen, aber recht langsam zogen.

view II
(D750, 50mm, f/11, 695s, ISO100)

Durch den Dunst verlieren die Landschaft, aber auch der Himmel, ziemlich an Kontrast. Das Dunst-Entfernen-Werkzeug von Lightroom kann hier zwar helfen, aber es verändert den Look des Fotos doch beträchtlich, wenn es zu stark eingesetzt wird. Außerdem frischte der Wind wohl etwas auf, was an den vorderen Bäumen gut zu sehen ist. Also insgesamt nicht so das Bomben-Foto, aber zeigen möchte ich es trotzdem, weil es zeigt, dass man für gute Fotos lieber etwas eher aus dem Bett sollte. Vor allem im Herbst.

Achja, nicht vergessen, in der Nacht vom 27. zum 28. September (4:11 Uhr geht es in Deutschland los) gibt es ein einmalige Schauspiel am Nachthimmel: den Blut-Super-Mond. Den sollte man nicht verpassen, denn es kommt erst im Jahr 2574 wieder zu dieser einmaligen Kombination aus Erntemond, Vollmond und Supermond.

80 Jahre Flughafen Dresden – ein paar Impressionen vom Flughafenfest

Am Wochenende vom 19. und 20. September feierte der Dresdner Flughafen seinen 80. Geburtstag. Da musste ich natürlich hin. Vor 5 Jahren war das Flughafenfest wirklich klasse, deswegen freute ich mich auch sehr drauf.

80 Jahre DRS

80 Jahre DRS

80 Jahre DRS

80 Jahre DRS

80 Jahre DRS

80 Jahre DRS

80 Jahre DRS

Diesmal war auch der Rumpf der „152“ zu bewundern und rein hätte man auch gekonnt. Uns war die Schlange aber zu lang 😉

80 Jahre DRS

80 Jahre DRS

80 Jahre DRS

Leider stand diesmal nicht das große Vorfeld zur Verfügung und alles war sehr versprengt. Es war nicht klar, wo was zu finden ist. Das nächste Mal sollten sie einen Lageplan auf die Karte drucken oder wenigstens welche aufstellen. Fluggerät war diesmal leider nicht so viel zu sehen.
Insgesamt war es okay, aber nicht so schön wie vor 5 Jahren. Es war eher ein Kinderfest, denn ein richtiges Flughafenfest.

80 Jahre DRS

Carolabrücke – unten und oben

bridge
(D750, 24mm, f/11, 30s, ISO100)

Eigentlich wollte ich eine schöne Langzeitbelichtung von der Dresdner Altstadt während der Dämmerung erstellen, weil mir das Foto von Ali so gut gefiel/gefällt.
Ich bin also Freitag Abend in die Stadt gedüst. Freundlicherweise gab mir eine Frau ihr noch bis Samstag gültiges Parkticket. Und dann bin ich in Richtung Brühlsche Terrasse gelaufen, um mal zu schauen wie die Wolken so ziehen und wie die Lichtstimmung ist. Alles schien perfekt. Also bin ich weiter auf die neustädter Elbseite und habe mich dort unterhalb der Carolabrücke positioniert. Nach ein paar Testaufnahmen war alles bereit und ich startete die Belichtung. Es dämmerte langsam und auf einmal waren alle Wolken weg, dafür ging überall das Licht an. Also brach ich nicht ab und ließ die Belichtung weiter laufen. Pi mal Daumen hatte ich gedacht, dass 15 Minuten als Belichtungszeit okay wären. Naja, ich lag zweimal falsch. Wolken sind auf dem Foto keine zu sehen und die Altstadt ist zu wenig beleuchtet und daher sehr dunkel. Dazu kommt noch, dass das ganze Foto ca. 1,5 Blenden unterbelichtet ist. Es sieht einfach nicht gut aus und deswegen zeig ich es auch nicht.
Aber ganz ohne Erfolgserlebnis wollte ich nicht von dannen ziehen, also guckte ich mich um, was es noch so schönes gibt. Da fielen mir die Laternen und die beleuchteten Schifffahrtszeichen auf und an der Carolabrücke auf, zudem lag der voll beleuchtete Schaufelraddampfer Meissen unterhalb der Brücke. Also habe ich einfach davon ein Foto gemacht.

lines of light
(D750, 16mm, f/11, 30s, ISO100)

Auf dem Rückweg habe ich dann noch von der Brücke aus ein paar Fotos von der Altstadt gemacht. Dabei hatte ich das Glück, dass sich auf der Brücke zwei Straßenbahnen begegneten und ich somit deren Lichtspuren gut einfangen konnte.
So fand der Ausflug an die Elbe doch noch ein gutes Ende.

Morgennebel und Langzeitbelichtung

Heute früh sah ich beim Blick aus den Schlafzimmerfenster wie Bodennebel durch das Kaitzer Tal waberte. Das war so ein herrlicher Anblick, dass ich davon ein Foto machen musste. Und dafür musste ich nicht mal zeitig aufstehen. Da der Nebel langsam aufstieg war klar, dass es eine Langzeitbelichtung werden musste, damit der Nebel schön milchig aussieht.
Irgendwie mag ich einfach eine Zeit von 10 Minuten, also habe ich wieder zwei Filter vors Objektiv geschraubt, ausgelöst und gewartet. Nach zwanzig Minuten erschien das Ergebnis und ich war sehr zufrieden.

foggy sunrise

In Lightroom und Photoshop habe ich dann noch ein paar Korrekturen bezüglich der Farbe, des Kontrast und des Farblooks vorgenommen.