Shooting mit Vanessa

Irgendwie ist die analoge Fotografie wie eine Sucht und glücklicherweise gibt es noch andere Süchtige. Vanessa zum Beispiel mag den Look analoger Fotos sehr, die Farben und die Weichheit. Und so kam es, dass wir ein gemeinsames Shooting vereinbarten.

Vanessa - Kodak Portra 160

Im abendlichen Dresden fand es dann statt. Zwar verdeckten Wolken die untergehende Sommersonne, aber es war trotzdem schönes Licht vorhanden. Viel möchte ich gar nicht zum Shooting schreiben, das habe ich an anderer Stelle schon getan. Nur soviel, es war mal etwas völlig anderes und hat extrem viel Spaß gemacht. Die Ergebnisse könnensich, glaube ich jedenfalls, sehen lassen, oder?

Vanessa - Kodak Portra 400
Vanessa - Rollei RPX400

Ich bin immer an gemeinsamen Fototouren oder Shootings interessiert. Also, wer Lust hat, Dresden mal analog (oder auch digital) unsicher zu machen, kann sich gern bei mir melden 🙂

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Fürstlich Drehna – Schloss und Park

Fürstlich Drehna

Wir waren zu Ostern in Fürstlich Drehna unterwegs. Fürstlich was? Ja genau, Fürstlich Drehna. Liegt in Brandenburg, so grob zwischen Finsterwalde und Lübbenau. Glücklicherweise haben meine Schwiegereltern und meine Lieblingsschwägerin Verständnis für meinen Fotofimmel. Sie gingen also alleine im Park spazieren, während ich in Ruhe meine Fotos machen konnte.
Es lohnt sich wirklich dort mal hinzufahren. Das Schloss, heute ein 4* Hotel, ist schön anzusehen und in einem hervorragenden Zustand. Dazu kommt noch der sehr schön gepflegte Park.

Fürstlich Drehna

Bei der Bearbeitung habe ich gemerkt, dass mir die Farbfotos nicht so recht zusagen. Also habe ich alle Fotos mit Photoshop und Nik Silver Efex Pro 2 (gibt’s jetzt kostenlos!) in schwarzweiß konvertiert.
Vor allem bei der Langzeitbelichtung ganz oben finde ich den Look einfach klasse.

Fürstlich Drehna

Fürstlich Drehna

Ich bin schon sehr auf die Ergebnisse aus der RB67 gespannt. Nur müsste ich dafür die Filme mal zum Entwickeln bringen ^^

Fürstlich Drehna

Fürstlich Drehna

Es wird Frühling …

winter's demise

Der Winter zieht sich so langsam zurück und die ersten Frühblüher zeigen sich. Es scheint, als würde der Frühling kommen. Obwohl, wenn ich aus dem Fenster gucke hat das Wetter davon noch nichts mitbekommen. Egal, ich freue mich trotzdem schon auf die Zeit der vielen Blüten und bunten Farben.

crocus

Reflektionen und Tongruben

Wir waren letztens unterwegs zu Krügers und Hoffmanns Tongrube bei Hohenleipisch. Ich hatte ja schon mal von Krügers Tongrube mit seinem türkisblauen Wasser ein Foto gezeigt. Diesmal war es natürlich nicht ganz so strahlend, es ist schließlich Winter. Trotzdem hat sich der Ausflug gelohnt. Das Wasser dort steht sehr still und man kann schöne Reflektionsfotos machen.

reflected trees

sky and lake

 Wie ihr euch wegens des Formats sicherlich denken könnt, sind die Fotos nicht mit der D750 entstanden, sondern mit der Mamiya RB67. Als Film kam der hervorragende Fuji Pro 400H zum Einsatz.

treeline

Einen Schwarzweiß-Film hatte ich natürlich auch dabei. Diesmal den Ilford Pan F Plus 50. Und der ist mir gleich ans Herz gewachsen, denn er entspricht von den Eigenschaften sehr genau dem, wie ich mir meine Fotos vorstelle. Da ich mittlerweile auch ganz gut im Belichtungsmessen geübt bin, werden die Ergebnisse sowieso immer besser, aber der Pan F tut sein übriges dazu, dass ich vollends zufrieden bin mit den Ergebnissen. Was Farbfilme betrifft, sind bis jetzt der Fuji 400H und der Kodak Ektar meine Favoriten.

under water

Ich bin dann mal wieder unterwegs, Filme durch die RB67 jagen 😉

Dresdner Altstadt … analoge Nacht

Analoge Altstadt

 Am 23.12. waren wir nochmal in Dresden unterwegs um Fotos zu machen. Mit dabei war da noch meine analoge Pentax 645. Sie sollte für einige Langzeitbelichtungen zum Einsatz kommen. Klingt erstmal simpel, hat aber seine Tücken. Für die korrekten Belichtungszeiten muss man bei der Analogfotografie nämlich den Schwarzschildeffekt beachten. Ich habe dabei auf das Datenblatt vom Ilford HP5+ zurückgegriffen. Letztlich ist es sowieso eine Gefühlssache, wie viel länger man belichtet. Und davon abgesehen verzeiht der HP5+ auch einiges an Fehlbelichtung, wie ich festgestellt habe.  Ja, man sieht Filmkorn, aber ich finde das gar nicht so störend. Die Kantenschärfe ist ja trotzdem hervorragend.

Das zweite Foto ist die analoge Version von „Dresdner Altstadt bei Nacht„. Auch hier mag ich die Filmcharakteristik sehr, obwohl es eigentlich nicht perfekt belichtet ist.

img077-Bearbeitet.jpg

Mal sehen, ob ich demnächst mal mit Pull- oder Push-Entwicklungen experimentiere. Die kosten bei Foto Görner ja keinen Aufpreis.

Winter am Grünewalder Lauch …

… und der erste Einsatz meiner Mamiya RB67.

Wer mir auf Facebook folgt, der hat gestern schon gesehen, dass ich mal wieder am Grünewalder Lauch unterwegs war. Und ich hatte ein neues Spielzeug dabei ^^ Aber der Reihe nach.
Am Wochenende waren wir mal wieder am Grünewalder Lauch unterwegs. Und diesmal war ja sogar mal etwas vom Winter zu sehen. Hier und da war eine kleine Schneedecke vorhanden und Teile des Lauchs waren zugefroren. Endlich etwas echtes Winterwetter. Perfekt für einen Spaziergang bzw. eine kleine Fototour.
Nach einer Weile kam dann sogar die Sonne nochmal raus. Nur für eine knappe Stunde, aber wir befanden uns zu dieser Zeit an genau der richtigen Stelle des Lauchs, dass ich wieder eine schöne Landschaftsaufnahme machen konnte.

winter sunset

Dieses Foto entschädigt für die Schlepperei meiner Ausrüstung für über drei Stunden finde ich. Diesmal war der Rucksack besonders schwer, da ich ja noch etwas anderes im Gepäck hatte: meine neuste Errungenschaft, die Mamiya RB67 Pro-S. Und sie kam an genau dieser Stelle und genau dem selben Blick auch zum ersten Mal zum Einsatz.

Viewfinder

Es ist einfach ein ganz anderes Fotografieren mit ihr. Schon dieser Lichtschachtsucher ist ein Gedicht. Außerdem ist an ihr alles mechanisch, keine Batterien oder sonstiger Schnickschnack lenken vom Motiv ab. Da ich den Spotsucher für meinen Belichtungsmesser dummerweise zuhause gelassen hatte, musste ich meine D750 als wahrscheinlich teuersten Belichtungsmesser missbrauchen 😉

Meine Frau hat mal wieder ein kleines Making-of-Foto von mir mit der RB67 gemacht. Zwar an einer anderen Stelle, aber es zeigt trotzdem, was die Mamiya für ein Geschoss ist. Mal sehen, vielleicht werde ich mal über das Fotografieren mit ihr schreiben.

DSC_4362.jpg

Die Pentax 645 wird mich übrigens wieder verlassen, da ich nur eine analoge Mittelformat-Kamera brauche und mir die Mamiya mehr zusagt.

J …ich hab die Farbe wiedergefunden

J

Guck an, ein Farbfoto. Sieht aber irgendwie komisch aus. Alles so unscharf?!
Normal kann jeder und ich will das ja nicht mehr machen. Also nahm ich mein Quetschobjektiv zur Hand und bin wiedermal etwas eher als für meine Zugverbindung nötig von Arbeit gegangen und habe wild drauf los fotografiert. Da fiel mir dieses große J auf dem Augustusplatz auf. Nach ein bisschen Probieren war ich zufrieden.

Auf dem Streifzug durch Leipzig sind noch mehr Fotos entstanden. Die könnt ihr hier sehen.

Ich weiß, dass die Art der Fotos nicht jedem gefällt, mir jedoch sehr. Und deswegen will ich sie auch zeigen.

Nachtrag: Das ist übrigens kein J, es ist ein L und steht für die Leipziger Gruppe.

Congress Center Dresden und Maritim Hotel – neue Blickwinkel

Congress Center Dresden I

Mensch, jetzt zeigt der Paul schon wieder nur Schwarzweiß-Fotos. Kann seine D750 keine Farbe mehr? Doch kann sie, sehr gut sogar. Aber es passt zurzeit einfach nicht. Ich mag Farbfotos, nur passen meine aktuellen Motive irgendwie nicht so dazu. Vielleicht liegt es auch einfach nur am Winter, der sowieso eine etwas düstere Stimmung erzeugt. Keine Ahnung. Es werden auf jeden Fall wieder Farbfotos kommen.

Nun zum Motiv. Besser gesagt den Motiven, denn es gibt ein bisschen mehr zu entdecken. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf dem Congress Center Dresden, auf dessen Terrasse ich mich beim Fotografieren befunden habe. Sichtbar sind aber auch der Erlweinspeicher (bzw. jetzt das Maritim Hotel), der Sächsische Landtag und das Dach der Semperoper.

Congress Center Dresden II

Spiegelnde Oberflächen sind schon was feines. Man kann mit Linien und Strukturen „spielen“. Es ergeben sich immer wieder neue Blickwinkel. Blickwinkel, aus der man ein Stadt vielleicht noch gar nicht betrachtet hat. Blickwinkel, die einen völlig anderen Eindruck vermitteln. Ich mag ja solche optischen Spielereien und Experimente. Also wenn ihr in Leipzig oder Dresden einen Typen seht, der scheinbar wahllos Dinge fotografiert, könnte ich das sein; auf der Suche nach neuen Blickwinkeln ^^

Ich habe am ICC natürlich auch analog fotografiert, allerdings bin ich noch nicht dazu gekommen den Film zum Entwickeln zu bringen. Mal sehen, was mit der Pentax dabei rausgekommen ist.

Chaos – wenn Orte vergessen werden

Heute gibt es anlässlich des vierten Advents mal wieder eine kleine Fotoserie.

Das Nachbargrundstück meiner Schwiegereltern verfällt zunehmends, was die Besitzer der benachbarten Grundstücke natürlich nervt. Für mich ist das jedoch die reinste Fundgrube. Vor allem im Winter, wenn die Sonne so tief steht entsteht in der Scheune eine sehr atmosphärische Lichtstimmung. Das ganze Gerümpel wirkt dann auf Fotos viel ansehnlicher, als es in Wirklichkeit der Fall ist.

Wenn man im Netz nach Fotos von verlassenen Orten sucht, wird man meist mit scheußlichen HDR-Bildern bombardiert. Ich finde aber, dass da schwarzweiß besser passt. Das war schon bei den Fotos vom Kraftwerk Plessa der Fall.

chaos I

chaos IIa

chaos IIb

chaos III

chaos IV

chaos V

chaos VI

 

Der Falkner – Tag und Nacht

Obwohl diese beiden Fotos ein und das selbe Motiv zeigen, sind sie doch grundverschieden. Und genau das ist es, was mich an der Fotografie so fasziniert. Es werden täglich Millionen von Fotos gemacht und trotzdem ist es noch möglich Unikate zu schaffen. Eine andere Tageszeit reicht aus, um aus einer Silhouette eine Lichtgestalt zu machen.  Wie ich es hier am Beispiel des Falknerbrunnens in Lauenstein versucht habe. Ein Motiv bietet viele Möglichkeiten und ebenso viele Facetten. Die Kunst besteht darin diese zu erkennen und auch mal Altbewährtes links liegen zu lassen und neue Pfade zu beschreiten. Es klappt natürlich nicht immer alles so, wie man es vorstellt. Manchmal geht halt gerade dann das Licht aus, wenn man eine gute Position gefunden hat (ist meinem Kumpel Tobi und mir in München an der Allianz-Arena so gegangen). Das ist alles kein Beinbruch. Scheitern ist auch nur ein anderes Wort für Lernen. Und Lernen ist ja bekanntlich etwas gutes.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern einen schönen 3. Advent.