Chrysanthemenblüte

Chrysantheme III

Chrysantheme III

Als begeisterter Fotograf habe ich eine sehr ausgeprägtes Haben-wollen-Gen. Das betrifft jedoch nicht nur Fotoausrüstung, sondern auch andere Dinge, z.B. Pflanzen und Blumen. Da muss ich auch nicht so viel Überzeugungsarbeit bei meiner Frau leisten. Und so kam die violett-blaue Chrysantheme in den Einkausfwagen. Sie macht sich gut im Wohnzimmer, aber natürlich auch vor der Kamera. Hoffentlich hält sie eine Weile, da sie mir wirklich gut gefällt. Falls nicht, habe ich wenigstens schöne Fotos von ihr 😉

Die ganze Serie aus 5 Fotos ist auf neugi85.de zu finden. Schaut einfach mal rein 🙂

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Wenn meine Frau mal nicht zuhause ist …

… wird unser Wohnzimmer umgebaut, denn dann ist es Heimstudiozeit. Dann werden Blitze, Reflektoren und Stative ausgepackt und so lange angepasst, bis der Aufbau zu den gewünschten Ergebnissen führt.

Zumeist waren es bisher Blumen oder Modellautos, die ich in Szene gesetzt habe. Doch diesmal standen alte Filmkameras vor meiner Kamera, allerdings nur die, die ich auch noch benutze. Das schließt die Reflekta II aus, denn die funktioniert leider nicht mehr und ich habe bis jetzt noch nicht die Muse gehabt sie zu reparieren. Also sollten auf dem Foto die Ihagee Exakta Varex VX, die Mamiya RB67 Pro-S und die Konica Auto S1.6 zu sehen sein. Im Ergebnis sah das Ganze dann so aus:

Da ich schon lange kein Licht-Setup mehr gepostet habe, möchte ich bei diesem Foto zeigen, wie das Foto entstanden ist. Es hat eine Weile, mehrere Versuche und einige Anpassungen gebraucht, bis ich zufrieden mit dem Ergebnis war.

DSCF4784

Licht-Setup

Da man auf dem Foto nicht alles eindeutig erkennen kann, hier noch eine kurze Beschreibung. Das Hauptlicht, eine 80x120cm Softbox, kam direkt von oben. 2 Reflektoren habe ich rechts positioniert (schräg von vorn und schräg von hinten) und einen weiteren links vorn aufgestellt. Ich benutze generell die silberne Seite, um keinen ungewollten Farbstich zu erhalten. Als Fülllicht kam eine kleine Softbox (15x20cm) von vorn oben (direkt auf der Kamera) zum Einsatz.

Im Nachhinein habe ich mir gedacht, dass ich auch meine schwarze Plexiglasplatte als Unterlage hätte nehmen können. Versuche ich beim nächsten Mal.

Wenn ich einmal so ein Licht-Setup aufgebaut habe, pobiere ich natürlich auch aus, wie es bei anderen Objekten funktioniert. Als erstes kam unser gusseiserner Teekessel vor meine Linse:

tea pot

Teekessel

Danach kamen noch zwei Flaschen Fanta Klassik auf den Tisch. Die wollte ich schon lange mal ablichten:

Fanta Klassik

Fanta Klassik

Allerdings habe ich für sie das Setup ein bisschen verändert. Das Fülllicht kam nicht mehr zum Einsatz, stattdessen habe ich noch ein Stück weißen Karton links hinter den Flaschen platziert, um dort eine Lichtkante zu erzeugen.

Soviel zu meiner Beschäftigung, wenn meine Frau nicht da ist.

Bunter Tulpenstrauß – mal wieder mit kleiner Entstehungsgeschichte

Ich habe mir mal wieder etwas Zeit genommen und aus unserem Essbereich im Wohnzimmer ein Heimstudio gemacht. Ein bunter Tulpenstrauß hatte es mir angetan. Wir hatten schon vor einer Weile so einen Strauß, aber ich bin nicht dazu gekommen ihn in Szene zu setzen als er noch frisch war.

Nun war es aber soweit und ich hatte auch schon eine recht genaue Vorstellung vom späteren Bild. Als erstes habe ich das Licht eingerichtet. Über ein Galgenstativ ließ ich den Jinbei FL500II* mit Normalreflektor fast senkrecht von oben auf den Strauß zielen. Schon das erste Testfoto sah gut aus:

DSC_4581.jpg

Erstes Testfoto, unbearbeitet aus der Kamera.

Nach dem Einsatz des Kodak Ektar 100+++ VSCO-Presets war ich schon fast zufrieden. Es sah deutlich peppiger aus und mehr nach dem, was ich wollte:

DSC_4581-3.jpg

Mit Kodak Ektar 100+++ Preset von VSCO.

Eigentlich war ich ja schon sehr zufrieden, aber ein kleines Ass hatte ich noch im Ärmel um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen. Die Squeezerlens ersetzte das Sigma 50mm Art*. Nun hatte ich jedoch ein Problem, denn mit dem Sigma musste ich bis Blende 11 abblenden, damit das Licht passt. Den FL500 hatte ich ja schon auf die niedrigste Stufe gestellt. Die Squeezerlens kann aber nur bei Blende 2.5 betrieben werden. Also kam Trick 17 zum Einsatz. Ich ließ den Blitz einfach nicht blitzen und nutzte nur sein Einstelllicht. Und so sieht das finale Ergebnis dann aus:

tulips

(D750, 85mm, f/2.5, 1/250s, ISO1600)

Dieses kleine Experiment zeigt, dass die Squeezerlens nicht nur unterwegs eine gute Figur macht, sondern auch im Studio gut eingesetzt werden kann. Klar, die Ergebnisse sind kaum reproduzierbar. Aber vielleicht ist das auch der Reiz, den das Arbeiten mit ihr ausmacht.


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Einen Kaffee bitte ….

Lange schon habe ich nichts mehr in Richtung Tropfen- und Splash-Fotografie gemacht. Diesem Missstand haben meine Frau und ich uns angenommen und verschiedenste Dinge ausprobiert. Am besten sind die Ergebnisse unseres kleinen Kaffee-Spritzer-Versuchs geworden.

coffee please

Wir hatten den Kaffee mit etwas Blattgelantine angedickt, sodass die Spritzer ein bisschen stabiler und vor allem träger sind. Hat auch ganz gut geklappt. Nach einigen Versuchen mit Tropfen und Kaffeebohnen sind wir dann doch wieder dazu übergegangen und haben eine 1-Cent Münze in die Tasse fallen lassen. Nur so kam es zu ordentlichen Spritzern.

Aufgenommen wurde das Foto mit meiner D750* und dem ausgezeichneten Sigma 35mm f/1.4 Art* bei Blende f/8 und einer 1/200s Belichtungszeit, bei ISO100. Dazu kam noch ein Blitz von rechts, der als Hauptlichtquelle diente und zudem die Bewegung einfror.

Das obige Foto ist übrigens eine Montage aus zwei verschiedenen Aufnahmen:Ausgangsmaterial

Beide habe ich dann in Photoshop kombiniert, weil ich fand (und finde), dass beide Spritzer sehr gut zusammenpassen. PS Kombi


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Rote Rose

In letzter Zeit hatte ich nicht so viele Gelegenheiten zu fotografieren, da ich täglich zwischen Dresden und Leipzig pendle. Heute habe ich mir mal wieder etwas Zeit genommen, um eine Rosenblüte aus dem Garten meiner Eltern abzulichten. Was das Foto allerdings nicht vermitteln kann, ist der wunderbare Duft, der von der Blüte ausgeht.

red rose

Eine rote Rose ist das Zeichen der Liebe, was mich dazu bringt mal wieder etwas Werbung für unsere Homepage und Arbeit als Hochzeitsfotografen zu machen.

Rauchende Amphore – es darf wieder geraucht werden

Heute möchte ich euch ein Foto meines neuen Fotoprojekts zeigen. Es geht um Rauchfotografie. Vor einiger Zeit habe ich dazu schon mal eine kleine Anleitung geschrieben. Dort hatte ich vor allem die nachträgliche Einfärbung in Photoshop beschrieben. Diesmal kam zwar auch Photoshop zum Einsatz, allerdings nur für kleinere Korrekturen.

smoking amphora

Diesmal geht es vielmehr um die Verbindung von Objekten und Rauch. Ich hatte das schon mal mit einem Räuchermann versucht, das Ergebnis war aus Mangel an Rauch aber nicht so, wie ich das gern gewollt hätte.

Das Problem waren damals die Räucherkerzen, die kaum Rauch erzeugten. Also mussten diesmal wieder Kerzen ran, die ausgepustet werden. Manche erzeugen da mehr, andere weniger Rauch. Am besten ist es, wenn der Docht noch eine Weile nachglimmt, dann gibt’s für längere Zeit schöne Rauchspuren.

Die Idee mit der Amphore ist übrigens meiner Freundin gekommen, sie ist manchmal halt die etwas kreativere von uns beiden. Ein Teelicht hat gerade so durch den Hals gepasst. Mit meinem Blasebalg war es dann möglich, die Kerze im Inneren auszupusten. Es funktioniert natürlich nicht bei jedem Versuch gleich gut. Mal ist der Rauch zu dünn, mal entschwebt er in die falsche Richtung und manchmal kommt gar nichts. Geduld muss man da schon haben.

Das Lichtsetup war übrigens recht simpel. Im Prinzip ist es ein seitliches Blitzlicht (mit Grid für gerichtetes Licht mit wenig Steuung), ein schwarzer Hintergrund, schwarze Unterlage und ein Stück weißer Karton als Aufheller/Reflektor. Die Kamera habe ich aufs Stativ gepackt. Den Bildausschnitt habe ich vorher festgelegt, ebenso habe ich vorher fokussiert. Somit war ich dann sicher, dass der Fokus sitzt und musste eigentlich nur noch auslösen. Die Einstellungen für das obige Foto waren: 50mm, f/8, 1/125s bei ISO100. Bei anderen Objekten musste ich etwas mit der Blitzleistung und den Blendeneinstellungen experimentieren, bis es gepasst hat. Geblitzt habe ich mit einem Yongnuo YN560 (den Mark I, den ich habe gibt’s leider in dieser Bauart nicht mehr) und ausgelöst wie immer mit meinen Pixel Kings.

Lichtsetup für "Rauchende Amphore"

Lichtsetup für „Rauchende Amphore“

In der Nachbearbeitung habe ich auch wieder Topaz Glow verwendet, um den Rauch noch etwas leuchtender und knackiger zu bekommen. Größere Rußpartikel, die etwas gestört haben, habe ich in Photoshop mit dem Reparaturpinsel, bzw. dem Bereichs-reparaturwerkzeug entfernt.

Es werden noch weitere Fotos vom Shooting folgen. Es bieten sich ja einige Objekte an, denen man mit Rauch etwas Stimmung einhauchen kann.