Rakotzbrücke – alle Jahre wieder

Rakotzbrücke

So oft wird die Rakotzbrücke im Kromlauer Park fotografiert und doch kann ich mich an ihr nicht satt sehen. Zu schön ist der Anblick. Und deswegen lasse ich euch jetzt mit dem Foto alleine, ohne weitere Worte …

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Pfahl und Baum – eine bildhafte Erinnerung

pole and tree

Bei unserem Kurzurlaub in Lauenstein hatten wir eines nicht dabei, was wir sonst immer dabei haben: eine Wanderkarte. Trotzdem machten wir uns auf den Weg und wollten die andere Talseite erkunden. Wenn man sich allerdings auf die Wegweiser vor Ort verlässt, ist man irgendwie auch verlassen. Das hat aber auch sein Gutes. Man erlebt viel mehr, man achtet auf Dinge, die man sonst so nicht sieht. Wandern ist ja sowieso gut, um mal abzuschalten. Doch so frei durch die Landschaft zu streifen, ohne Karte und Kompass, ist noch besser. Die Neugier wird geweckt und man kann den Moment genießen, ihn leben. Vor allem in hektischen Zeiten gibt es keinen besseren Ausgleich. Und wenn man ihn dann noch fotografisch festhalten kann, dann ist das doch perfekt. Eine bildhafte Erinnerung.

Ich mache ja öfter mal Langzeitbelichtungen und ich wollte auch auf diesem Weg mal wieder eine erstellen. Ich sah diesen Pfahl eines Weidezauns und dachte mir, das wäre der optimale Vordergrund. War es auch, nur sah die LZB nicht so aus, wie ich das wollte. Das Foto oben habe ich dann danach gemacht. Und mit ihm bin ich vollkommen zufrieden. Ist wieder schwarzweiß geworden, gefällt mir zurzeit einfach am besten.

Herbstlaub und Wassertropfen

leaf II

Heute sind meine Frau und ich mal wieder am Grünewalder Lauch spazieren gewesen. Das Wetter war zwar grau und trist, aber die frische Luft tat uns sehr gut. Unterwegs sah ich dann vereinzelte Blätter, auf denen noch Wassertropfen zu sehen waren.
Als ich dann das obige Foto gemacht hatte und es auf dem Display betrachtete war ich positiv überrascht. Der Weißabgleich der meiner D750* lag deutlich daneben, aber genau das macht das Foto erst so stimmig, wie ich finde. Beim unteren Foto passierte das gleiche und auch hier finde ich das super. In Lightroom habe ich dann ein VSCO-Preset (Fuji Sensia 100 Warm aus dem VSCO Film 07 Paket) angewendet, weil es die Stimmung noch mehr verstärkt und noch etwas Charakter erzeugt.

leaf I

Während unseres Spazierganges wurden wir dann auch noch von einem leichten Graupelschauer heimgesucht. Leider blieb vom Graupel nichts liegen, sonst hätte ich auch davon noch einige Fotos gemacht.


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Im Tal der Sprotte – unterwegs zwischen Saara und Großstöbnitz

Meine Arbeit erfordert es, dass ich ab und zu ins südliche Altenburger Land fahre und dort Ortsbegehungen durchführe, sowie die dort vorhandenen Buslinien abfahre. Als Projektbearbeiter für das Vorhaben „Schmölln macht mobil“ beim MDV gehört das einfach dazu, zu wissen wie der ÖPNV zurzeit ist und wo es Verbesserungsbedarf gibt. Vor allem sollte ich auch wissen, wo welche Ortschaften liegen und wie es dort so aussieht, Google Maps und Co sind zwar nützlich, zeigen aber auch nicht alles.
Bei meiner letzten Bereisung musste ich von Saara nach Großstöbnitz laufen. Auf der Strecke gibt es zwar aus Verkehrssicht nicht viel zu sehen, aber landschaftlich ist es dort schon recht ansehnlich und idyllisch.

autumn road

Da ich sowieso Fotos zur Dokumentation machen muss, nehme ich zu den Bereisungen auch immer meine D750* mit. Und da ergibt es sich, dass unter den gemachten Fotos auch das ein oder andere Landschaftsfoto dabei ist.

trees and sky

Die Sprotte ist übrigend der Fluss, der unter anderem durch Schmölln fließt. Der Fisch ist damit nicht gemeint 😉

Sprotte


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Kromlauer Park und Rakotzbrücke

Schon vor einiger Zeit sah ich Fotos einer wunderschönen Steinbrücke. Ich dachte damals, die müsste irgendwo in Richtung Balkan zu finden sein, aber doch bestimmt nicht in Deutschland. Doch vor ein paar Wochen sah ich wieder ein Foto davon und dort stand, dass sie in Sachsen zu finden sei. Ihr Name ist Rakotzbrücke und sie ist bei Weißwasser zu finden. Also war der Entschluss schnell gefasst, dass wir dort mal hinfahren würden. Eigentlich wollten meine Frau und ich zusammen mit Ali dort hin. Leider klappte das zeitlich nicht und so war Ali schon letze Woche dort. Er hat auch einen Artikel dazu verfasst.
Meine Frau und ich waren dann gestern bei schönstem Herbstwetter unterwegs zum Kromlauer Park.

Rakotzbrücke I

Die herbstlichen Farben leuchteten nur so, dass es ein optischer Hochgenuss war dort zu fotografieren. Die Brücke an sich ist schon ein super Motiv, aber der Rest vom Park ist auch sehr schön und läd zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Die 2€ Parkgebühr für den gesamten Tag sind eigentlich viel zu wenig.

Rakotzbrücke II

Natürlich wollte ich auch wieder Langzeitbelichtungen machen. Erst von der Brücke und dann von der Basaltinsel. Ersteres sieht irgendwie nicht so klasse aus, da zu viele Blätter auf dem Wasser schwammen und das Foto sehr unruhig wirkte. Letzteres hingegen finde ich sehr gut gelungen, da durch die lange Belichtungszeit von 10 Minuten die Reflektion sehr gut herauskommt.

Kromlauer Park

Alles in Allem kann ich den Kromlauer Park nur empfehlen. Er ist auf jeden Fall einen Tagesausflug wert.

Rakotzbrücke III

Morgennebel und Langzeitbelichtung II

Als ich letztens kurz nach dem Aufstehen aus dem Fenster unseres Schlafzimmers blickte, zogen wieder Nebelschwaden durch das Kaitzer Tal. Diesmal jedoch diffuser, als noch vor ein paar Wochen (siehe Beitrag „Morgennebel und Langzeitbelichtung“). Außerdem stieg er nicht auf, sondern wurde nur in Richtung Gittersee geweht. Dadurch wurde eine ganz andere Stimmung erzeugt, die ich aber auch wieder schön fand. Ich habe mich wieder für eine Langzeitbelichtung mit 10 Minuten Belichtungszeit entschieden. Und ich finde das war der richtige Entschluss.

view I
(D750, 50mm, f/8, 600s, ISO100)

Nach der Aufnahme ließ ich die Kamera im Schlafzimmer stehen, da sie sowieso noch mit Darkframe aufnehmen und verrechnen beschäftigt war. Und da habe ich sie doch glatt vergessen. Naja, nach zwei Stunden fiel’s mir wieder ein, dass sie dort steht und wollte mal sehen wie das Ergebnis war. Unterdessen hatte sich die gesamte Lichtstimmung geändert und der Nebel war verflogen. Ganz leicht diesig war es noch in Bodennähe. Und da war ich neugierig, wie das ganze bei eine LZB aussieht, da die Wolken auch gut aussahen, aber recht langsam zogen.

view II
(D750, 50mm, f/11, 695s, ISO100)

Durch den Dunst verlieren die Landschaft, aber auch der Himmel, ziemlich an Kontrast. Das Dunst-Entfernen-Werkzeug von Lightroom kann hier zwar helfen, aber es verändert den Look des Fotos doch beträchtlich, wenn es zu stark eingesetzt wird. Außerdem frischte der Wind wohl etwas auf, was an den vorderen Bäumen gut zu sehen ist. Also insgesamt nicht so das Bomben-Foto, aber zeigen möchte ich es trotzdem, weil es zeigt, dass man für gute Fotos lieber etwas eher aus dem Bett sollte. Vor allem im Herbst.

Achja, nicht vergessen, in der Nacht vom 27. zum 28. September (4:11 Uhr geht es in Deutschland los) gibt es ein einmalige Schauspiel am Nachthimmel: den Blut-Super-Mond. Den sollte man nicht verpassen, denn es kommt erst im Jahr 2574 wieder zu dieser einmaligen Kombination aus Erntemond, Vollmond und Supermond.

Herbst im Elbsandsteingebirge

Heute passte einfach alles. Die Wettervorhersage war gut und auch Körper und Geist waren willig. Also klingelte der Wecker um 4 Uhr und wir fuhren von Dresden in Richtung Bad Schandau, genauer gesagt nach Postelwitz. Von hier aus ging es zu Fuß in Nebel und Dunkelheit über den Obrigensteig in Richtung Großes Schrammtor, dann weiter über den Wildschützensteig hinauf zur Schrammstein-aussicht. Und was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt. Der Nebel waberte herrlich unter uns durch die Täler und die aufgehende Sonne tauchte das herbstliche Elbsandsteingebirge in perfektes Licht.

Autumn
(D7000, 11mm, f/11, 15s, ISO100)

Es hat sich gezeigt, dass eine Stirnlampe bei nächtlichen Wanderungen, vor allem die Steige herauf, von Vorteil ist. Ich selbst nutze eine ganz billige 6€-LED-Stirnlampe von Lidl und bin vollkommen zufrieden damit. Außerdem zahlt sich wind- und wetterfeste Kleidung aus, da es vor allem im Nebel nasskalt ist und auf Gipfeln meist etwas zugig. Dünne Handschuhe sind auch von Vorteil, ich hatte meine natürlich vergessen 😉

in voller Montur, nur ohne Stirnlampe

in voller Montur, nur ohne Stirnlampe

Herbstmorgen – wieder Weimar, wieder Park an der Ilm … diesmal jedoch mit Bearbeitungs-Making-of

Am 4. Oktober machte der goldene Herbst seinem Namen alle Ehre. Vor allem am Morgen, als die Sonne noch recht tief stand und der Morgennebel sich langsam lichtete. An diesem Morgen entstanden neben dem Foto „Morgennebel“ noch weitere Bilder. Unter anderem dieses hier:

Herbstmorgen

Es zeigt den Blick vom Römischen Haus in Weimar ins Tal der Ilm.

Im Original sah das Foto jedoch etwas anders aus, da das grelle Gegenlicht zu viel für die besten Linsenbeschichtungen ist. Hässliche Flares zeigten sich an Stellen, an denen sie nicht leicht zu korrigieren sind. Auch leichtes Verschieben des Bildausschnitts beim Fotografieren brachte keine Abhilfe. Die Flares tauchten nur an anderer Stelle wieder auf.

Ausgangsmaterial

Ausgangsmaterial

Also hhieß die Lösung Photoshop. So einfach, wie es Jimmy McIntyre in seinem Youtube-Video erklärt, ging es bei mir nicht. Ich hatte schließlich kein Stativ benutzt und konnte somit nicht einfach zwei Fotos mit identischen Bildausschnitten überlagern. Aber der Grundgedanke ist ähnlich. Ich bearbeitete alle Basisfotos voll-kommen gleich. Also gleiche Raw-Entwicklung in Lightroom und identische Farb- und Detailanpassungen in Color Efex.

Identische Entwicklung der Ausgangsfotos

Identische Entwicklung der Ausgangsfotos

Und nun exportierte ich beide Fotos nach Photoshop. Dort schaute ich mir an, wo die Flares sind, die nicht einfach mit dem Reparatur-pinsel korrigiert werden können. Diese Bereiche sind im anderen Foto fehlerfrei. Folglich musste ich lediglich diesen Bereich kopieren und in das Zielfoto einfügen. Ich habe dafür mit dem Polygon-Lasso-Werkzeug eine Auswahl erstellt und diese dann als neue Ebene hinzugefügt.

Korrekturauswahl in Photoshop

Korrekturauswahl in Photoshop

Die Korrekturebene habe ich anschließend frei transformiert, da durch die Verschiebung des Bildausschnitts die Proportionen nicht genau gepasst haben. Dieses ganze Prozedere habe ich für mehrere Bereiche durchgeführt. Einige Flecken habe ich ich jedoch nach bewährter Art mit dem Reparaturpinsel ausgebessert, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Alles in allem geht so eine Flare-Korrektur recht flott. Ich habe zudem wieder einmal festgestellt, dass es sinnvoll ist, sich eigene Presets in Lightroom zu erstellen. So geht alles viel schneller von der Hand und vor allem kann man so schon eigene Kamera-Farbprofile schon mit anwenden. Auch in Color Efex sind eigene Presets durchaus sinnvoll und beschleunigen das Arbeiten ungemein.