Senftenberger See

Lake Senftenberg I

Wir waren letztens auf dem Senftenberger See unterwegs, mit einem Floß. Und da Flöße nicht fürs Kentern bekannt sind, habe ich natürlich meine Kameraausrüstung mit dabei gehabt.

Das Wetter hätte besser nicht sein können. Außerdem war kaum Bootsverkehr auf dem See, wahrscheinlich weil es morgens geregnet hatte und einige ihre Pläne geändert haben. Wir hielten jedoch an unserem Plan fest und starteten unsere Floßtour in Großkoschen. Und obwohl der Geierswalder See großflächiger befahrbar ist, finde ich den Senftenberger See deutlich attraktiver. Liegt vor allem daran, dass hier die Natur schon wieder dominiert und er nicht mehr nach Tagebau aussieht. Außerdem ist sein Wasser gefühlt deutlich sauberer.

Lake Senftenberg II

Im Zentrum des Sees liegt ein großflächiges Naturschutzgebiet, dass nicht befahren und betreten werden darf, was ich aus Fotografensicht natürlich schade finde. Aus der Entfernung sieht es schon sehr reizvoll aus. Man kann halt nicht alles haben.

Ich habe mich mal auf einer Langzeitbelichtung vom Floß aus versucht und bin mit dem Ergebis sehr zufrieden. Sehen könnt ihr sie entweder auf meiner Facebook-Seite oder auf Neugi85.de.

Die kurze Fahrt von Dresden (ca. 1h) lohnt sich auf jeden Fall, wenn man ein bisschen Boot oder Floß fahren oder baden gehen möchte. Auch für Radtouren lohnt sich ein Ausflug zu den Lausitzer Seen, denn es gibt dort zahlreiche asphaltierte Radwege rund um die Seen. Es ist schon sehr spannend zu sehen, wie sich das ganze Gebiet langsam entwickelt.

Das Fenster

the window

Langsam kämpfe ich mich mittlerweile durch all die Urlaubsfotos, die im Mai entstanden sind. Eigentlich ein Unding, dass ich erst im August die Muse finde, mich ihrer anzunehmen. Schon beim ersten Sichten der Fotos Ende Mai fiel mir dieses Foto vom letzten Tag unserer Reise durch Südengland und Cornwall ins Auge. Aufgenommen habe ich es im Trelissick House und der Blick zeigt die Bucht vor dem Trelissick Park, Channals Creek, und den Fluss Fal. Dort kann man es wirklich aushalten, so wie eigentlich überall in Cornwall.

So, nun muss ich mich wieder in Lightroom zurückziehen und Fotos bewerten und bearbeiten …

Die Wolken fliegen wieder …

clouds are moving again

Eine Bekannte hat mir gestern geschrieben, meine Fotos wären etwas (in letzter Zeit) zu bunt. Guck mal, Sue, ich kann auch anders 😉

Die Landschaft kommt dem ein oder anderen vielleicht bekannt vor. Genau, es ist das Feld in Gorden, das ich immer mal wieder ablichte, wenn ich bei meinen Schwiegereltern bin. Diesmal kamen drei Filter zum Einsatz: 1. ND3.6 Graufilter, 2. Polfilter und 3. Orangefilter (22). Den Orangefilter wollte ich einfach mal testen, den habe ich mir für meine analoge S/W-Fotografie besorgt (und noch nicht bezahlt, mache ich, wenn ich das nächste Mal bei euch bin, liebes Foto-Görner-Team). Er sorgt dafür, dass die Blautöne im Foto abgedunkelt werden. Vor allem für Landschaftsaufnahmen ist das sehr sinnvoll, wenn der Himmel dramatischer wirken soll.

Mit diesem Foto wünsche ich schon mal ein schönes Wochenende 🙂

Kynance Cove – Südseefeeling in Cornwall

Kynance Cove

Türkisblaues Meer, blauer Himmel und Sonnenschein, das kann doch niemals England sein. Und doch ist dieses Foto in Cornwall entstanden, genauer gesagt handelt es sich um Kynance Cove.

Wir sind von Lizard Point (kostenlose Parkmöglichkeit für National Trust Mitglieder) nach Kynance Cove gewandert und haben uns in der Einkehr von Kynance Cove gestärkt. Das Kynance Cove Cafe können wir übrigens sehr empfehlen, dort gibt es wirklich gutes Essen zu fairen Preisen. Allgemein ist es Unsinn, dass die Engländer eine miese Küche hätten.

Allein dieses Foto zeigt, wie vielfältig Cornwall ist. Schroffe Felsen wechseln sich mit sanften, grünen Hügel ab, es gibt herrliche Sandstrände und direkt daneben steile Klippen. Hier liegt das Meer zwar ruhig, aber es kann auch ganz anders aussehen. Cornwall hat für jeden etwas zu bieten, außer vielleicht für 14-Tage-am-Strand-liegen-und-sonst-nichts-unternehmen-Touristen.

Ein Blick zum Blauen Wunder

Normalerweise sieht man fast nur Fotos vom Blauen Wunder, die von der Bergstation der Schwebeseilbahn aus gemacht wurden. Es gibt jedoch noch einen anderen Stadtort, von dem aus man das Blaue Wunder und Dresden sehen kann, die Aussichtsterrasse des Luisenhofs. Von diesem Punkt liegt natürlich nicht mehr die Altstadt im Hintergrund der Brücke, sondern Blasewitz, Striesen und Strehlen.

Blue Wonder

Auch das ist Dresden, nur eben das eher unbekannte. Weniger reizvoll ist die Aussicht vom Luisenhof deswegen aber nicht. Außerdem ist es seit der Schließung des dortigen Gastronomiebetriebs möglich die Terrasse des Luisenhofs zu betreten, ohne gleich etwas bestellen zu müssen.

Wer nun überlegt, dort mal hinzufahren, der kann dies entweder mit der Standseilbahn direkt vom Körnerplatz aus tun, oder aber mit der Straßenbahnlinie 11 bis zur Haltestelle Plattleite fahren und von dort aus 5 Minuten durch das schön anzusehende Villenviertel Weißer Hirsch/Loschwitz zum Aussichtspunkt laufen.

Mehr Fotos von unserem Ausflug zum Luisenhof findet ihr hier: neugi85.de.

Reflektionen und Tongruben

Wir waren letztens unterwegs zu Krügers und Hoffmanns Tongrube bei Hohenleipisch. Ich hatte ja schon mal von Krügers Tongrube mit seinem türkisblauen Wasser ein Foto gezeigt. Diesmal war es natürlich nicht ganz so strahlend, es ist schließlich Winter. Trotzdem hat sich der Ausflug gelohnt. Das Wasser dort steht sehr still und man kann schöne Reflektionsfotos machen.

reflected trees

sky and lake

 Wie ihr euch wegens des Formats sicherlich denken könnt, sind die Fotos nicht mit der D750 entstanden, sondern mit der Mamiya RB67. Als Film kam der hervorragende Fuji Pro 400H zum Einsatz.

treeline

Einen Schwarzweiß-Film hatte ich natürlich auch dabei. Diesmal den Ilford Pan F Plus 50. Und der ist mir gleich ans Herz gewachsen, denn er entspricht von den Eigenschaften sehr genau dem, wie ich mir meine Fotos vorstelle. Da ich mittlerweile auch ganz gut im Belichtungsmessen geübt bin, werden die Ergebnisse sowieso immer besser, aber der Pan F tut sein übriges dazu, dass ich vollends zufrieden bin mit den Ergebnissen. Was Farbfilme betrifft, sind bis jetzt der Fuji 400H und der Kodak Ektar meine Favoriten.

under water

Ich bin dann mal wieder unterwegs, Filme durch die RB67 jagen 😉

Winterlandschaft – Graben und Baum

trench and tree

Normalerweise gehen wir immer um den Grünewalder Lauch spazieren, wenn wir bei meinen Schwiegereltern sind. Da das Gebiet um Gorden jedoch noch mehr zu bieten hat, sind wir auch mal durch den Wald nördlich davon (Suden bei Gorden) gegangen. Dort war es so schön ruhig, man hörte nur seine eigenen Schritte im Schnee. Dort ist übrigens auchdas Foto „Außenseiter“ entstanden, das ich bereits auf Facebook, Flickr und 500px gezeigt habe.
Zwischen Wald und Dorf liegt ein Graben (Flösse) und genau der ist auf dem oberen Foto zu sehen. Gemacht habe ich es mit der Mamiya RB67 und Ilford FP4+, wobei ich es bewusst ca. 2/3 Blenden überbelichtet habe. Ich hatte in mehreren Quellen gelesen, dass der FP4+ zwar eigentlich ein ISO125-Film sei, aber der EI (exposure index) eher bei 80-100 liegt. Und wie es scheint passt das für den Entwicklungsprozess den Foto Görner nutzt sehr gut.

Was mich natürlich beim Betrachten und Scannen der ersten Filmrolle aus der RB67 besonders gefreut hat, sie hat keine Lichtlecks. Ich werde die Dichtungen trotzdem erneuern, sicher ist sicher. Außerdem habe ich den Reparatursatz sowieso schon in Japan bestellt.
Apropos Scannen. Ich scanne immer als TIFF (6400dpi, 16bit), damit ich da noch ein paar Korrektur-Reserven habe. Wobei ich sagen muss, dass ich mit Belichtungsmesser und der RB67 ohnehin schon korrekter belichtete Fotos erhalte, als mit der internen Belichtungsmessung der Pentax 645. Dabei ist es egal, ob ich die D750 als Belichtungsmesser (deren Spotmessung ist wirklich sehr sehr präzise) missbrauche oder mit meinem Gossen Variosix F (auch ein super Gerät) arbeite. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich mich sowieso mehr mit dem Motiv, seinen Eigenheiten und der gesamten Lichtsituation beschäftige.

Und weil ja Phase One derzeit mit seinem 100 Megapixel Mittelformatsensor Schlagzeilen macht. Die Scans der Nagtive aus der RB67 haben bei mir um die 200-250 Megapixel 😉

Winter am Grünewalder Lauch …

… und der erste Einsatz meiner Mamiya RB67.

Wer mir auf Facebook folgt, der hat gestern schon gesehen, dass ich mal wieder am Grünewalder Lauch unterwegs war. Und ich hatte ein neues Spielzeug dabei ^^ Aber der Reihe nach.
Am Wochenende waren wir mal wieder am Grünewalder Lauch unterwegs. Und diesmal war ja sogar mal etwas vom Winter zu sehen. Hier und da war eine kleine Schneedecke vorhanden und Teile des Lauchs waren zugefroren. Endlich etwas echtes Winterwetter. Perfekt für einen Spaziergang bzw. eine kleine Fototour.
Nach einer Weile kam dann sogar die Sonne nochmal raus. Nur für eine knappe Stunde, aber wir befanden uns zu dieser Zeit an genau der richtigen Stelle des Lauchs, dass ich wieder eine schöne Landschaftsaufnahme machen konnte.

winter sunset

Dieses Foto entschädigt für die Schlepperei meiner Ausrüstung für über drei Stunden finde ich. Diesmal war der Rucksack besonders schwer, da ich ja noch etwas anderes im Gepäck hatte: meine neuste Errungenschaft, die Mamiya RB67 Pro-S. Und sie kam an genau dieser Stelle und genau dem selben Blick auch zum ersten Mal zum Einsatz.

Viewfinder

Es ist einfach ein ganz anderes Fotografieren mit ihr. Schon dieser Lichtschachtsucher ist ein Gedicht. Außerdem ist an ihr alles mechanisch, keine Batterien oder sonstiger Schnickschnack lenken vom Motiv ab. Da ich den Spotsucher für meinen Belichtungsmesser dummerweise zuhause gelassen hatte, musste ich meine D750 als wahrscheinlich teuersten Belichtungsmesser missbrauchen 😉

Meine Frau hat mal wieder ein kleines Making-of-Foto von mir mit der RB67 gemacht. Zwar an einer anderen Stelle, aber es zeigt trotzdem, was die Mamiya für ein Geschoss ist. Mal sehen, vielleicht werde ich mal über das Fotografieren mit ihr schreiben.

DSC_4362.jpg

Die Pentax 645 wird mich übrigens wieder verlassen, da ich nur eine analoge Mittelformat-Kamera brauche und mir die Mamiya mehr zusagt.

Pfahl und Baum – eine bildhafte Erinnerung

pole and tree

Bei unserem Kurzurlaub in Lauenstein hatten wir eines nicht dabei, was wir sonst immer dabei haben: eine Wanderkarte. Trotzdem machten wir uns auf den Weg und wollten die andere Talseite erkunden. Wenn man sich allerdings auf die Wegweiser vor Ort verlässt, ist man irgendwie auch verlassen. Das hat aber auch sein Gutes. Man erlebt viel mehr, man achtet auf Dinge, die man sonst so nicht sieht. Wandern ist ja sowieso gut, um mal abzuschalten. Doch so frei durch die Landschaft zu streifen, ohne Karte und Kompass, ist noch besser. Die Neugier wird geweckt und man kann den Moment genießen, ihn leben. Vor allem in hektischen Zeiten gibt es keinen besseren Ausgleich. Und wenn man ihn dann noch fotografisch festhalten kann, dann ist das doch perfekt. Eine bildhafte Erinnerung.

Ich mache ja öfter mal Langzeitbelichtungen und ich wollte auch auf diesem Weg mal wieder eine erstellen. Ich sah diesen Pfahl eines Weidezauns und dachte mir, das wäre der optimale Vordergrund. War es auch, nur sah die LZB nicht so aus, wie ich das wollte. Das Foto oben habe ich dann danach gemacht. Und mit ihm bin ich vollkommen zufrieden. Ist wieder schwarzweiß geworden, gefällt mir zurzeit einfach am besten.

Im Tal der Sprotte – unterwegs zwischen Saara und Großstöbnitz

Meine Arbeit erfordert es, dass ich ab und zu ins südliche Altenburger Land fahre und dort Ortsbegehungen durchführe, sowie die dort vorhandenen Buslinien abfahre. Als Projektbearbeiter für das Vorhaben „Schmölln macht mobil“ beim MDV gehört das einfach dazu, zu wissen wie der ÖPNV zurzeit ist und wo es Verbesserungsbedarf gibt. Vor allem sollte ich auch wissen, wo welche Ortschaften liegen und wie es dort so aussieht, Google Maps und Co sind zwar nützlich, zeigen aber auch nicht alles.
Bei meiner letzten Bereisung musste ich von Saara nach Großstöbnitz laufen. Auf der Strecke gibt es zwar aus Verkehrssicht nicht viel zu sehen, aber landschaftlich ist es dort schon recht ansehnlich und idyllisch.

autumn road

Da ich sowieso Fotos zur Dokumentation machen muss, nehme ich zu den Bereisungen auch immer meine D750* mit. Und da ergibt es sich, dass unter den gemachten Fotos auch das ein oder andere Landschaftsfoto dabei ist.

trees and sky

Die Sprotte ist übrigend der Fluss, der unter anderem durch Schmölln fließt. Der Fisch ist damit nicht gemeint 😉

Sprotte


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