Die Wolken fliegen wieder …

clouds are moving again

Eine Bekannte hat mir gestern geschrieben, meine Fotos wären etwas (in letzter Zeit) zu bunt. Guck mal, Sue, ich kann auch anders 😉

Die Landschaft kommt dem ein oder anderen vielleicht bekannt vor. Genau, es ist das Feld in Gorden, das ich immer mal wieder ablichte, wenn ich bei meinen Schwiegereltern bin. Diesmal kamen drei Filter zum Einsatz: 1. ND3.6 Graufilter, 2. Polfilter und 3. Orangefilter (22). Den Orangefilter wollte ich einfach mal testen, den habe ich mir für meine analoge S/W-Fotografie besorgt (und noch nicht bezahlt, mache ich, wenn ich das nächste Mal bei euch bin, liebes Foto-Görner-Team). Er sorgt dafür, dass die Blautöne im Foto abgedunkelt werden. Vor allem für Landschaftsaufnahmen ist das sehr sinnvoll, wenn der Himmel dramatischer wirken soll.

Mit diesem Foto wünsche ich schon mal ein schönes Wochenende 🙂

St Anthony Head – eine Liebeserklärung an Cornwall

St Anthony Head

Diesen einen Beitrag aus meinem Urlaub möchte ich gern noch schreiben, bevor es bald wieder zurück in die Heimat geht.

Meist vermisst man im irgendwann im Urlaub wieder etwas von Zuhause. Sei es das eigene Bett, das Essen oder den nervigen Nachbarn. Man findet es zwar schade, dass der Urlaub schon zu Ende ist, freut sich jedoch auch auf Zuhause. Das ist bei mir jetzt in Cornwall nicht der Fall. Ich fühle mich auch hier irgendwie heimisch. Wenn man so will, habe ich mich in Cornwall verliebt. Selbst das mieseste Wetter kann meine gute Laune nicht drücken, es ist einfach schön hier. Zum Bleiben schön!

Auch wenn ich so empfinde, es geht bald wieder zurück. Zurück nach Dresden und Leipzig, zurück auf Arbeit. Aber die Erinnerungen bleiben mir und viele, viele Fotos vom wunderbaren Cornwall.

10 Minuten am See

Letztens war ich mal wieder am Grünewalder Lauch. Allein und ungestört konnte ich mich am Steg eines kleinen Ausfluglokals ein bisschen austoben. Wer mir auf Instagram oder Facebook folgt, der kennt schon das „Hinter-den-Kulissen-Foto“ von meinem kurzen Ausflug. Das Wetter sorgte dafür, dass nur wenige Spaziergänger unterwegs waren und so hatte ich den Strand und den Steg für mich. Ich wollte mal wieder eine Langzeitbelichtung machen.

Ich habe ja schon länger keine Langzeitbelichtung mehr gemacht und wie sollte es anders sein, ich vergaß mal wieder den Sucher abzudecken. Also musste ich die Aufnahme neu starten. Und dabei hatte ich mir gesagt, dass mir das nach dem fotografischen Unfall an der Elbe nicht noch mal passiert. Irgendwie habe ich mich wohl etwas zu sehr an die Mamiya RB67 gewöhnt, denn dort muss ich nichts abdecken. Ihr Spiegel lässt ja kein Licht durch ^^

10 minutes at the lake (b&w)

10 Minuten am See

Die Wolken sahen aus, als ob sie bei 10 Minuten Belichtungszeit schöne Spuren ziehen würden. Dem war aber eher nicht so. Sie waren eher am Quellen und weniger am ziehen. Ich finde das Ergebnis trotzdem gut geworden.

Da meine Frau die farbige Variante auch sehr gut findet, möchte ich sie hier auch zeigen (ich persönlich bevorzuge ja die S/W-Version).

10 minutes at the lake

Dresdner Altstadt bei Nacht – es wird nie langweilig

Dresden

Ich habe die Dresdner Altstadt schon oft fotografiert. Tagsüber, abends, nachts und auch früh war ich dort unterwegs. Und es wurde mir nie langweilig, denn immer wieder gab es neue Dinge zu entdecken, aber auch Altbekanntes durch neue Blickwinkel zu betrachten. Das ist der Grund, warum ich Dresden so liebe. Es ist vielfältig und doch einzigartig. Außerdem ist immer was los, aber nie wirklich hektisch. Der Dresdner ist gemütlich, und so ist auch die Stadt.

„Dresden hat mir große Freude gemacht und meine Lust, an Kunst zu denken, wieder belebt. Es ist ein unglaublicher Schatz aller Art an diesem schönen Orte.“
Johann Wolfgang von Goethe

Wenn das schon Goethe so sah, muss was dran sein, dass Dresden etwas besonderes ist.

Bismarckturm Radebeul – ein Blick in die Ferne

Bismarkturm Radebeul

Unsere letzte Hochzeit in diesem Jahr führte uns zum Spitzhaus in Radebeul bei Dresden. Bei unserer Erkundung vor Ort gingen wir auch den kurzen Weg zum Bismarckturm und weiter an der Spitzhaustreppe vorbei zu einem Weg oberhalb der Weinberge. Von dort hat man einen hervorragenden Blick über Radebeul und bis nach Dresden hinein.
Wir hatten noch ein wenig Zeit, da die Hochzeitsgesellschaft etwas später als geplant ankommen sollte. Also hatte ich noch Zeit um eine Langzeitbelichtung zu machen. Ich wählte diesmal 10 Minuten Belichtungszeit. Mehr musste es auch nicht sein, da die Wolken sich ausreichend schnell bewegten.

Meine Frau und ich haben festgestellt, dass wir viel zu selten in der Region von Radebeul unterwegs sind. Das wollen wir auf jeden Fall ändern.

20 Minuten Dresden – wenn eine Tag zu Ende geht

Letztens hat mein Kumpel Ali eine Langzeitbelichtung von Dresden gezeigt und ich fand sie einfach super. Also musste auch mal wieder runter in die Stadt. So ein Foto wollte ich auch mal machen. Wie es der Zufall so wollte waren meine Frau und ich auf der Brühlschen Terrasse mit einem Freund verabredet. Bei der Gelegenheit nahm ich mein Fotozeug mit und suchte mir den passenden Platz für eine gute Aufnahme. Der war schnell gefunden. Und so baute ich alles auf und begann mit der Aufnahme. Dann hieß es: Warten. Und ich wartete lieber etwas länger, da es doch mit fortschreitenden Zeit recht dunkel wurde. Statt der avisierten 10 Minuten wurden es erst 15 und dann letztlich doch 20 Minuten Belichtungszeit.
Ich bin mit dem Ergebnis vollkommen zufrieden und habe mir vorgenommen wieder etwas öfter in die Stadt zu gehen um zu fotografieren. Es lohnt sich auf jeden Fall.

20 minutes of Dresden
(D750, 16mm, f/11, 1199s, ISO50)

Meine Frau hat auch mal wieder ein kleines Making-of-Foto von mir gemacht. Das möchte ich euch nicht vorenthalten 😉

bei der Arbeit

Morgennebel und Langzeitbelichtung II

Als ich letztens kurz nach dem Aufstehen aus dem Fenster unseres Schlafzimmers blickte, zogen wieder Nebelschwaden durch das Kaitzer Tal. Diesmal jedoch diffuser, als noch vor ein paar Wochen (siehe Beitrag „Morgennebel und Langzeitbelichtung“). Außerdem stieg er nicht auf, sondern wurde nur in Richtung Gittersee geweht. Dadurch wurde eine ganz andere Stimmung erzeugt, die ich aber auch wieder schön fand. Ich habe mich wieder für eine Langzeitbelichtung mit 10 Minuten Belichtungszeit entschieden. Und ich finde das war der richtige Entschluss.

view I
(D750, 50mm, f/8, 600s, ISO100)

Nach der Aufnahme ließ ich die Kamera im Schlafzimmer stehen, da sie sowieso noch mit Darkframe aufnehmen und verrechnen beschäftigt war. Und da habe ich sie doch glatt vergessen. Naja, nach zwei Stunden fiel’s mir wieder ein, dass sie dort steht und wollte mal sehen wie das Ergebnis war. Unterdessen hatte sich die gesamte Lichtstimmung geändert und der Nebel war verflogen. Ganz leicht diesig war es noch in Bodennähe. Und da war ich neugierig, wie das ganze bei eine LZB aussieht, da die Wolken auch gut aussahen, aber recht langsam zogen.

view II
(D750, 50mm, f/11, 695s, ISO100)

Durch den Dunst verlieren die Landschaft, aber auch der Himmel, ziemlich an Kontrast. Das Dunst-Entfernen-Werkzeug von Lightroom kann hier zwar helfen, aber es verändert den Look des Fotos doch beträchtlich, wenn es zu stark eingesetzt wird. Außerdem frischte der Wind wohl etwas auf, was an den vorderen Bäumen gut zu sehen ist. Also insgesamt nicht so das Bomben-Foto, aber zeigen möchte ich es trotzdem, weil es zeigt, dass man für gute Fotos lieber etwas eher aus dem Bett sollte. Vor allem im Herbst.

Achja, nicht vergessen, in der Nacht vom 27. zum 28. September (4:11 Uhr geht es in Deutschland los) gibt es ein einmalige Schauspiel am Nachthimmel: den Blut-Super-Mond. Den sollte man nicht verpassen, denn es kommt erst im Jahr 2574 wieder zu dieser einmaligen Kombination aus Erntemond, Vollmond und Supermond.

Carolabrücke – unten und oben

bridge
(D750, 24mm, f/11, 30s, ISO100)

Eigentlich wollte ich eine schöne Langzeitbelichtung von der Dresdner Altstadt während der Dämmerung erstellen, weil mir das Foto von Ali so gut gefiel/gefällt.
Ich bin also Freitag Abend in die Stadt gedüst. Freundlicherweise gab mir eine Frau ihr noch bis Samstag gültiges Parkticket. Und dann bin ich in Richtung Brühlsche Terrasse gelaufen, um mal zu schauen wie die Wolken so ziehen und wie die Lichtstimmung ist. Alles schien perfekt. Also bin ich weiter auf die neustädter Elbseite und habe mich dort unterhalb der Carolabrücke positioniert. Nach ein paar Testaufnahmen war alles bereit und ich startete die Belichtung. Es dämmerte langsam und auf einmal waren alle Wolken weg, dafür ging überall das Licht an. Also brach ich nicht ab und ließ die Belichtung weiter laufen. Pi mal Daumen hatte ich gedacht, dass 15 Minuten als Belichtungszeit okay wären. Naja, ich lag zweimal falsch. Wolken sind auf dem Foto keine zu sehen und die Altstadt ist zu wenig beleuchtet und daher sehr dunkel. Dazu kommt noch, dass das ganze Foto ca. 1,5 Blenden unterbelichtet ist. Es sieht einfach nicht gut aus und deswegen zeig ich es auch nicht.
Aber ganz ohne Erfolgserlebnis wollte ich nicht von dannen ziehen, also guckte ich mich um, was es noch so schönes gibt. Da fielen mir die Laternen und die beleuchteten Schifffahrtszeichen auf und an der Carolabrücke auf, zudem lag der voll beleuchtete Schaufelraddampfer Meissen unterhalb der Brücke. Also habe ich einfach davon ein Foto gemacht.

lines of light
(D750, 16mm, f/11, 30s, ISO100)

Auf dem Rückweg habe ich dann noch von der Brücke aus ein paar Fotos von der Altstadt gemacht. Dabei hatte ich das Glück, dass sich auf der Brücke zwei Straßenbahnen begegneten und ich somit deren Lichtspuren gut einfangen konnte.
So fand der Ausflug an die Elbe doch noch ein gutes Ende.

Morgennebel und Langzeitbelichtung

Heute früh sah ich beim Blick aus den Schlafzimmerfenster wie Bodennebel durch das Kaitzer Tal waberte. Das war so ein herrlicher Anblick, dass ich davon ein Foto machen musste. Und dafür musste ich nicht mal zeitig aufstehen. Da der Nebel langsam aufstieg war klar, dass es eine Langzeitbelichtung werden musste, damit der Nebel schön milchig aussieht.
Irgendwie mag ich einfach eine Zeit von 10 Minuten, also habe ich wieder zwei Filter vors Objektiv geschraubt, ausgelöst und gewartet. Nach zwanzig Minuten erschien das Ergebnis und ich war sehr zufrieden.

foggy sunrise

In Lightroom und Photoshop habe ich dann noch ein paar Korrekturen bezüglich der Farbe, des Kontrast und des Farblooks vorgenommen.

10 Minuten Dresden – aller guten Dinge sind zwei

Ich war heute früh mit Sven an der Elbe in Dresden und wollte Langzeitbelichtungen erstellen. Es zogen langsam Wolken auf, was uns natürlich sehr entgegen kam. Doch meine Schusseligkeit hätte einem gutem Ergebnis fast einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Als erstes habe ich wie immer ein Foto ohne ND-Filter gemacht, um die korrekte „normale“ Belichtungszeit zu ermitteln.

Dresden
(D750, 16mm, f/11, 1/500s, ISO100)

Während des Umbaus für die Langzeitbelichtungen haben Sven und ich uns unterhalten. Auf der einen Seite ist das natürlich auch Sinn und Zweck eines Treffens, andererseits war ich dadurch irgendwie nicht mehr ganz so konzentriert. Während der Aufnahme sah ich dann, dass ich die Sucherabdeckung vergessen hatte anzubringen. Naja, knapp 8 Minuten waren schon rum also, ließ ich sie die letzten zwei Minuten auch noch belichten. Die Hoffnung, dass es vielleicht nicht ganz so schlimm wäre, weil die Sonne ja von vorn kam, wurde dann beim Betrachten des Ergebnisses 10 Minuten später jäh zerschlagen.

Offener Sucher
(D750, 16mm, f/11, 638s, ISO100)

Also mit so einer krassen Fehlbelichtung hatte ich nicht gerechnet, höchstes mit einem sichtbaren Lichtband. Diese Aufnahme bestätigt wieder, dass bei Langzeitbelichtungen der Sucher generell verschlossen sein sollte. (Was ich auch schon im Beitrag über Langzeitbelichtungen am Tag geschrieben hatte.) Aber hey, Fehler sind dazu da, dass man sie macht.
Ich habe dann noch ein richtig belichtetes Foto machen können, weil Sven zum Glück noch etwas Zeit hatte.

10 Minuten Dresden
(D750, 16mm, f/11, 600s, ISO100)

Bei diesen Fotos habe ich wieder auf meine geschätzten ND-Filter von Haida zurückgegriffen. Einmal den Haida Pro II MC ND1.8 Slim* und einmal den Haida Pro II MC ND3.6 Slim*.


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