Oncidium-Blüte – gelb in gelb

Meine Frau und ich haben uns beim letzten Ikea-Besuch diese Orchidee der Gattung Oncidium mitgebracht. Natürlich musste ich ihre Blüten fotografieren. Diesmal habe ich jedoch einen anderen Weg als sonst gewählt. Ein farbiger Hintergrund sollte es sein. Aus Ermangelung an farbigem Papier habe ich eine andere Methode gewählt. Ich habe einfach eine gelb-orange Farbfolie vor die Softbox meines Blitzes gehangen und diesen auf eine recht geringe Leistung gestellt. Und schon hatte ich einen farbigen Hintergrund, der auch noch aus sich heraus leuchtet, was ich doch recht ansehnlich finde.
Das Hauptlicht bestand lediglich aus einem Yongnuo 560, den ich mit einer kleinen Softbox versehen habe. Er befand sich direkt auf der Kamera. Da es sich um eine Makro-Aufnahme handelt, ist das Licht durch die kleine Softbox noch recht weich und erzeugt keine harten Schatten.

Oncidium

Der Vollständigkeit halber muss ich zugeben, dass ich den Hintergrund in Photoshop noch bereinigt habe, da dort andere Blüten und Äste der Orchidee recht unansehnlich ins Bild ragten.

Pusteblume III

Alle Jahre wieder sind auf vielen Wiesen Pusteblumen zu sehen, so natürlich auch dieses Jahr wieder. Und wie jedes Jahr muss ich wieder ein Foto davon machen 😀
Dieses mal habe ich so fokussiert, dass einerseits die feinen Härchen der einzelnen Pollen zu erkennen sind, als auch das Innere der gesamten Pusteblume.

blowball
(D750, 60mm, f/8, 1/400s, ISO100)

Test: Novoflex Castel L – Gastbeitrag von Daniel

Da ich mich in letzter Zeit wieder verstärkt Macros beschäftigt habe und auch einen größeren Abbildungsmaßstab als 1:1 haben wollte, bin ich schnell auf ein Problem gestoßen: Das Ausrichten der Kamera samt Stativ.

Es ist doch recht mühsam das Stativ Millimeter genau ausrichten zu wollen. Wer das bereits versucht hat wird mir da wohl Zustimmen. 😉 Da meine Eltern noch fragten, was ich denn noch gebrauchen könnte zum Geburtstag, war die Entscheidung nach einem Einstellschlitten für die Macrofotografie doch recht leicht.

Novoflex Catel L

Warum Novoflex? Die Entscheidung ein Produkt der Marke Novoflex zu nehmen war einfach, da ich keine wackelige Konstruktion wollte und diverse Bewertungen für stabile und hochwertige Produkte sprachen. Nun musste ich mich nur noch zwischen dem Model „Castel – Mini“ und „Castel – Q/L“ entscheiden. Da das Gewicht, sowie Packmaß zweitrangig für mich war wurde es der „Castel – L“. Dieser hat im Gegensatz zu dem Q einen integrierten Kameraadapter.

Der Schlitten besitzt auf der Unterseite mittig und an beiden Enden jeweils eine ¼ Zoll und 3/8 Zoll Bohrungen für Anschlüsse. Außerdem besteht die Möglichkeit das Produkt an Systemen mit den Schnellkupplungen Q=BASE oder Q=MOUNT zu befestigen. Mit einem Arbeitsbereich von 140 mm ist dieser Schlitten für meine Verwendungszwecke mehr als ausreichend.

Qualitativ kann sich das Produkt auf jeden Fall sehen lassen. Es befinden sich 3 Rädchen am Schlitten selbst: eins um den Adapter fest zu klemmen, eins um den Schlitten zu arretieren und eins für den Vortrieb. Die Kamera (ca 1,5 KG) saust, auch wenn der Schlitten senkrecht Richtung Boden zeigt, nicht in einem Satz nach unten, nein sie gleitet minimal abwärts und das auch kaum merklich. Ob sich das noch ändert, kann ich allerdings nicht sagen.
Die Verwendung ist sehr angenehm und präzise. Auf der Website wird noch ein Feinjustage-Griff angeboten, der jedoch bei einem Abbildungsmaß von 2:1 meiner Ansicht nach nicht notwendig ist.

Forget-me-not

Die Anwendungsmöglichkeiten sind schon sehr speziell; fokussieren im Nahbereich und theoretisch besteht die Möglichkeit den Schlitten als einfachen Nodalpunktadapter zu nutzen. Theoretisch? – Ja, da ich meine Kamera nicht im Hochformat um den Nodalpunkt rotieren lassen kann. Um Die Kamera hochformatig im Nodalpunkt auf dem Schlitten zu befestigen wäre ein Winkel oder eine Objektivschelle notwendig. Ich besitze momentan beides nicht, somit ist diese Verwendungs-möglichkeit nicht relevant.

Novoflex Castel L mit Kamera

Also zurück in den Bereich der Macroaufnahmen: Stativ grob ausrichten, Kamera auf den Schlitten und auf die Suche nach der Fokusebene. Schnell fällt mir auf, dass das Ausrichten immer noch einige Tücken aufweist – Die Fokusebene ≠ Laufspuhr einer Ameise (da hilft nur trial and error 😉 ) und es gibt ein wenig Spiel zwischen dem Kugelkopf (Manfrotto 498RC2) und der Wechselplatte (200PL). Das Spiel ist nicht viel und auch kein Beinbruch, muss jedoch beim Einsatz bedacht werden.

Ant

Eins kann ich sagen: stabil ist die Konstruktion, jedenfalls nachdem der Ausschnitt gewählt und der Stativkopf arretiert ist. Kein schwingen und kein schaukeln, so wie ich mir das gewünscht habe.

Abschließend bleibt mir nur zu sagen dass es deutlich angenehmer ist die Aufnahmen auf diese Weise zu machen. Notwendig ist ein solcher Schlitten natürlich nicht, sorgt aber für deutlich weniger Frust bei der Macro – Fotografie.

Und zum Schluss noch: Danke Paul für die Möglichkeit mich auch mal im bloggen versuchen zu dürfen. =)

Alljährlich werden die Fotosharing-Seiten wie Flickr oder 500px mit Fotos von Pusteblumen regelrecht überschwemmt. Die Frage, ob das jetzt schlecht ist kann ich allerdings nur mit einem klaren „nein“ beantworten. Vor allem auf 500px sind dermaßen viele verscheide Ansätze zu finden, wie man eine Pusteblume in Szene setzen bzw. fotografieren kann, dass man kaum zwei (praktisch) gleiche Fotos findet. Besser kann man sich kaum inspirieren lassen.
Also habe auch ich mich in den Garten begeben und habe zum Glück noch ein paar Pusteblumen entdeckt, die ich fotografieren konnte.

Mein Beitrag zum Thema Pusteblume:

Dandelion
Pusteblume (90mm Makro von Tamron, f/8, 1/500s, ISO100)

Pusteblume II