Morgennebel und Langzeitbelichtung

Heute früh sah ich beim Blick aus den Schlafzimmerfenster wie Bodennebel durch das Kaitzer Tal waberte. Das war so ein herrlicher Anblick, dass ich davon ein Foto machen musste. Und dafür musste ich nicht mal zeitig aufstehen. Da der Nebel langsam aufstieg war klar, dass es eine Langzeitbelichtung werden musste, damit der Nebel schön milchig aussieht.
Irgendwie mag ich einfach eine Zeit von 10 Minuten, also habe ich wieder zwei Filter vors Objektiv geschraubt, ausgelöst und gewartet. Nach zwanzig Minuten erschien das Ergebnis und ich war sehr zufrieden.

foggy sunrise

In Lightroom und Photoshop habe ich dann noch ein paar Korrekturen bezüglich der Farbe, des Kontrast und des Farblooks vorgenommen.

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Herbstmorgen – wieder Weimar, wieder Park an der Ilm … diesmal jedoch mit Bearbeitungs-Making-of

Am 4. Oktober machte der goldene Herbst seinem Namen alle Ehre. Vor allem am Morgen, als die Sonne noch recht tief stand und der Morgennebel sich langsam lichtete. An diesem Morgen entstanden neben dem Foto „Morgennebel“ noch weitere Bilder. Unter anderem dieses hier:

Herbstmorgen

Es zeigt den Blick vom Römischen Haus in Weimar ins Tal der Ilm.

Im Original sah das Foto jedoch etwas anders aus, da das grelle Gegenlicht zu viel für die besten Linsenbeschichtungen ist. Hässliche Flares zeigten sich an Stellen, an denen sie nicht leicht zu korrigieren sind. Auch leichtes Verschieben des Bildausschnitts beim Fotografieren brachte keine Abhilfe. Die Flares tauchten nur an anderer Stelle wieder auf.

Ausgangsmaterial

Ausgangsmaterial

Also hhieß die Lösung Photoshop. So einfach, wie es Jimmy McIntyre in seinem Youtube-Video erklärt, ging es bei mir nicht. Ich hatte schließlich kein Stativ benutzt und konnte somit nicht einfach zwei Fotos mit identischen Bildausschnitten überlagern. Aber der Grundgedanke ist ähnlich. Ich bearbeitete alle Basisfotos voll-kommen gleich. Also gleiche Raw-Entwicklung in Lightroom und identische Farb- und Detailanpassungen in Color Efex.

Identische Entwicklung der Ausgangsfotos

Identische Entwicklung der Ausgangsfotos

Und nun exportierte ich beide Fotos nach Photoshop. Dort schaute ich mir an, wo die Flares sind, die nicht einfach mit dem Reparatur-pinsel korrigiert werden können. Diese Bereiche sind im anderen Foto fehlerfrei. Folglich musste ich lediglich diesen Bereich kopieren und in das Zielfoto einfügen. Ich habe dafür mit dem Polygon-Lasso-Werkzeug eine Auswahl erstellt und diese dann als neue Ebene hinzugefügt.

Korrekturauswahl in Photoshop

Korrekturauswahl in Photoshop

Die Korrekturebene habe ich anschließend frei transformiert, da durch die Verschiebung des Bildausschnitts die Proportionen nicht genau gepasst haben. Dieses ganze Prozedere habe ich für mehrere Bereiche durchgeführt. Einige Flecken habe ich ich jedoch nach bewährter Art mit dem Reparaturpinsel ausgebessert, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Alles in allem geht so eine Flare-Korrektur recht flott. Ich habe zudem wieder einmal festgestellt, dass es sinnvoll ist, sich eigene Presets in Lightroom zu erstellen. So geht alles viel schneller von der Hand und vor allem kann man so schon eigene Kamera-Farbprofile schon mit anwenden. Auch in Color Efex sind eigene Presets durchaus sinnvoll und beschleunigen das Arbeiten ungemein.

early morning

Dieses Foto ist während unseres Kurzurlaubs in Weimar entstanden. Wir hatten uns extra etwas zeitiger auf den Weg Richtung Schloss Belvedere gemacht, damit wir noch ein paar Fotos vom Morgennebel machen konnten. Vor allem im Park an der Ilm und um das Römische Haus waberte der Nebel sehr schön. Als ich das Foto im Nachhinein noch mal betrachtete, dachte ich dass das Foto auch gut und gern in Italien entstanden sein könnte. Wie einst Goethe schon sagte:

Willst du immer weiter schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
Denn das Glück ist immer da.
“                                                                                     (Goethe, Erinnerung)

Morgennebel – manchmal lohnt sich das frühe Aufstehen