Congress Center Dresden und Maritim Hotel – neue Blickwinkel

Congress Center Dresden I

Mensch, jetzt zeigt der Paul schon wieder nur Schwarzweiß-Fotos. Kann seine D750 keine Farbe mehr? Doch kann sie, sehr gut sogar. Aber es passt zurzeit einfach nicht. Ich mag Farbfotos, nur passen meine aktuellen Motive irgendwie nicht so dazu. Vielleicht liegt es auch einfach nur am Winter, der sowieso eine etwas düstere Stimmung erzeugt. Keine Ahnung. Es werden auf jeden Fall wieder Farbfotos kommen.

Nun zum Motiv. Besser gesagt den Motiven, denn es gibt ein bisschen mehr zu entdecken. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf dem Congress Center Dresden, auf dessen Terrasse ich mich beim Fotografieren befunden habe. Sichtbar sind aber auch der Erlweinspeicher (bzw. jetzt das Maritim Hotel), der Sächsische Landtag und das Dach der Semperoper.

Congress Center Dresden II

Spiegelnde Oberflächen sind schon was feines. Man kann mit Linien und Strukturen „spielen“. Es ergeben sich immer wieder neue Blickwinkel. Blickwinkel, aus der man ein Stadt vielleicht noch gar nicht betrachtet hat. Blickwinkel, die einen völlig anderen Eindruck vermitteln. Ich mag ja solche optischen Spielereien und Experimente. Also wenn ihr in Leipzig oder Dresden einen Typen seht, der scheinbar wahllos Dinge fotografiert, könnte ich das sein; auf der Suche nach neuen Blickwinkeln ^^

Ich habe am ICC natürlich auch analog fotografiert, allerdings bin ich noch nicht dazu gekommen den Film zum Entwickeln zu bringen. Mal sehen, was mit der Pentax dabei rausgekommen ist.

Dresdner Altstadt bei Nacht – es wird nie langweilig

Dresden

Ich habe die Dresdner Altstadt schon oft fotografiert. Tagsüber, abends, nachts und auch früh war ich dort unterwegs. Und es wurde mir nie langweilig, denn immer wieder gab es neue Dinge zu entdecken, aber auch Altbekanntes durch neue Blickwinkel zu betrachten. Das ist der Grund, warum ich Dresden so liebe. Es ist vielfältig und doch einzigartig. Außerdem ist immer was los, aber nie wirklich hektisch. Der Dresdner ist gemütlich, und so ist auch die Stadt.

„Dresden hat mir große Freude gemacht und meine Lust, an Kunst zu denken, wieder belebt. Es ist ein unglaublicher Schatz aller Art an diesem schönen Orte.“
Johann Wolfgang von Goethe

Wenn das schon Goethe so sah, muss was dran sein, dass Dresden etwas besonderes ist.

Nochmal meine Frau – schwarzweiß ist bunt genug

Wer unserer Fotografen-Seite auf Facebook folgt, der kennt dieses Foto von meiner lieben Frau schon. Allen anderen möchte ich es aber auch nicht vorenthalten.
Ich arbeite zwar gern mit Blitz, aber oft reicht schon das vor Ort vorhandene Licht aus, um schöne Aufnahmen zu machen. So auch hier. ES handelte sich reinweg um die Beleuchtung, die abends an einer typischen Dresdner Straßenbahnhaltestelle so vorhanden ist. (Für Interessierte, es war die Haltestelle Kongresszentrum/Haus der Presse).

DSC_1818-2.jpg

Fotografiert habe ich das ganze mit den hervorragenden Sigma 50mm f/1.4 ART* bei Offenblende, die Belichtungszeit lag bei 1/80s und der ISO-Wert bei ISO1600.
Vor allem in schwarzweiß wirkt diese Aufnahme stimmig, es lenkt nichts ab. – Wie der Stilpirat mal so schön formuliert hat: „Schwarzweiß ist bunt genug.“ (Der Spruch stammt wohl auch nicht von ihm, aber von ihm hab ichs gehört ^^)


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Blutmond – lieber spät als nie

Auch ich habe mich am 28.09. früh aus dem Bett geschwungen um den Blutmond zu fotografieren. Für meine Frau und mich ging es zum Kraftwerk Plessa. Diese Ortswahl hatte zwei große Vorteile. Erstens waren wir dort allein und somit sind die Fotos einzigartig und zweitens hatten wir die ganze Zeit klare Sicht. In Dresden zogen ja bekanntlich Wolken auf.

Blutmond
Blutmond

Leider sind 200mm Brennweite an Vollformat nicht sonderlich lang und deswegen konnte ich den Mond nicht näher „heranholen“. Ich bin trotzdem zufrieden.

Carolabrücke – unten und oben

bridge
(D750, 24mm, f/11, 30s, ISO100)

Eigentlich wollte ich eine schöne Langzeitbelichtung von der Dresdner Altstadt während der Dämmerung erstellen, weil mir das Foto von Ali so gut gefiel/gefällt.
Ich bin also Freitag Abend in die Stadt gedüst. Freundlicherweise gab mir eine Frau ihr noch bis Samstag gültiges Parkticket. Und dann bin ich in Richtung Brühlsche Terrasse gelaufen, um mal zu schauen wie die Wolken so ziehen und wie die Lichtstimmung ist. Alles schien perfekt. Also bin ich weiter auf die neustädter Elbseite und habe mich dort unterhalb der Carolabrücke positioniert. Nach ein paar Testaufnahmen war alles bereit und ich startete die Belichtung. Es dämmerte langsam und auf einmal waren alle Wolken weg, dafür ging überall das Licht an. Also brach ich nicht ab und ließ die Belichtung weiter laufen. Pi mal Daumen hatte ich gedacht, dass 15 Minuten als Belichtungszeit okay wären. Naja, ich lag zweimal falsch. Wolken sind auf dem Foto keine zu sehen und die Altstadt ist zu wenig beleuchtet und daher sehr dunkel. Dazu kommt noch, dass das ganze Foto ca. 1,5 Blenden unterbelichtet ist. Es sieht einfach nicht gut aus und deswegen zeig ich es auch nicht.
Aber ganz ohne Erfolgserlebnis wollte ich nicht von dannen ziehen, also guckte ich mich um, was es noch so schönes gibt. Da fielen mir die Laternen und die beleuchteten Schifffahrtszeichen auf und an der Carolabrücke auf, zudem lag der voll beleuchtete Schaufelraddampfer Meissen unterhalb der Brücke. Also habe ich einfach davon ein Foto gemacht.

lines of light
(D750, 16mm, f/11, 30s, ISO100)

Auf dem Rückweg habe ich dann noch von der Brücke aus ein paar Fotos von der Altstadt gemacht. Dabei hatte ich das Glück, dass sich auf der Brücke zwei Straßenbahnen begegneten und ich somit deren Lichtspuren gut einfangen konnte.
So fand der Ausflug an die Elbe doch noch ein gutes Ende.

Berliner Lichter

Letztes Wochenende hatte ich ein paar Stunden Zeit, um in Berlin zu fotografieren. Ich muss ja zugeben, ich sehe es wie Kraftklub in ihrem Song „Ich will nicht nach Berlin“. Und als Dresdner fremdl ich sowieso ziemlich mit unserer Bundeshauptstadt. Aber für mich als Verkehrswirtschaftler bietet Berlin ein paar interessante Orte. Den Hauptbahnhof zum Beispiel. Dort habe ich fast 2 Stunden lang fotografiert. Als ich wieder zurück zum Treffpunkt am Bahnhof Zoo fuhr, hatte ich immernoch etwas Zeit und vor allem einen herrlichen Blick in Richtung Gedächtniskirche. Dunkle Jahreszeit, viel Verkehr, weihnachtliche Beleuchtung und Langzeitbelichtung passen einfach super zusammen:

Berliner Lichter
(D7000, 26mm, f/11, 132s, ISO100)

Ich habe mit Absicht über zwei Minuten lang belichtet, weil ich mehrere Ampelphasen auf einem Foto bannen wollte. Umso gleichmäßiger und harmonischer wirken die Lichterspuren der Scheinwerfer und Rücklichter. So eine lange Belichtungszeit geht natürlich nur im Bulb-Modus und mit Hilfe einer Stoppuhr. Ich habe da einige fragende Blicke auf mich gezogen, als ich dort mit Stoppuhr und Fernauslöser stand 😀

Es wird in nächster Zeit noch ein paar Fotos von meinem kleinen Ausflug nach Berlin geben.

Mondlicht-Yucca

moonlight yucca

Der Supermond, wie er vor kurzem zu sehen war, diente mir bei diesem Foto als Gegenlichtquelle. Zusammen mit den ihn umgebenden Wolken erzeugte er ein sehr schönes diffuses Licht hinter der Palmlilie und deswegen entschied ich mich dazu ein Silhouettenfoto zu erstellen. Das Foto kam schon fast schwarzweiß aus der Kamera, dennoch habe ich es noch etwas in Lightroom und Nik Silver Efex Pro 2 nachbearbeitet, um diesen klaren Look der Blüten und gleichzeitig das etwas mystische Aussehen des Mondlichtes zu erhalten.

Gläserne Manufaktur Dresden – Making-of Teil 1: Shooting und Lightroom

Hier nun kommt der erste Teil des Making-ofs von meinen Fotos der Gläsernen Manufaktur in Dresden. Zuerst geht es um den fotografischen Weg zu den Fotos und dann kurz um die Bearbeitung in Lightroom.

Was man generell für nächtliche Fotos braucht, möchte ich gleich zu Beginn auflisten. Man braucht:
– ein stabiles Stativ,
– Fernauslöser oder Selbstauslöser,
– am besten noch Spiegelvorauslösung,
– und vor allem viel Geduld.


Das Shooting – der Weg zum Foto

Als ich zur Gläsernen Manufaktur kam, wusste ich noch nicht so recht, was ich wollte. Schwarzweiß sollten die Fotos am Ende werden, damit die Details der Architektur zur Geltung kommen. Also ließ ich das Ambiente auf mich wirken und veränderte meine Position, die Brennweite und die Belichtungszeit.

Gläserne Manufaktur Testaufnahme 1

Gläserne Manufaktur Testaufnahme 1 (D7000, 11mm, f/11, 4s, ISO100)

Es wehte nur ein laues Lüftchen, also kam eine Langzeitbelichtung eher nicht in Frage. Der Himmel war ein ziemlich diesiger Einheitsbrei und schöne Wolkenspuren waren direkt über der Manufaktur nicht zu erwarten. Also machte es auch keinen Sinn, viel Himmel mit auf die Fotos zu nehmen, denn dort passierte ja nichts, was die Bilder hätte spannender gemacht.

Gläserne Manufaktur Testaufnahme 2

Gläserne Manufaktur Testaufnahme 2 (D7000, 24mm, f/8, 2s/ ISO100)

So kam ich zu dem Schluss, dass das Hauptaugenmerk auf den vielen Facetten der hauptsächlich aus Metall und Glas bestehenden Gebäudearchitektur liegen sollte. Zudem kam ich zu dem Entschluss, dass ich das vor der Manufaktur befindliche Schilf und Gras doch nicht als Vordergrund mit auf die Fotos nehmen sollte. Bei Land-schaftsaufnahmen ist der Vordergrund zwar wichtig, aber hier lenkt er eher ab.

Außerdem wollte ich möglichst viel der Gläsernen Manufaktur auf den Fotos festhalten. Daher kam nur eine sehr kurze Brennweite in Frage; also mein Tokina 11-16mm f/2.8. Alle finalen Fotos sind dann bei 11 bzw. 11,5mm Brennweite entstanden.

Gläserne Manufaktur Testaufnahme 3

Gläserne Manufaktur Testaufnahme 3 (D7000, 11mm, f/8, 6s, ISO100)

Was ebenfalls schnell klar wurde, ist dass der Dynamikumfang der Szenerie viel zu hoch für nur ein Foto war. Das innere der Gläsernen Manufaktur und Teile der Fassade werden nachts hell beleuchtet, die Umgebung und andere Teile der Fassade aber nicht. Also musste ich mehrere Fotos von einem Motiv machen. Dazu habe ich die Bracketing-Funktion genutzt. Ein Foto habe ich korrekt belichtet, eins zwei Blendenstufen unter- und eins zwei Blendenstufen überbelichtet. Deswegen ist ein stabiles Stativ auch unerlässlich. Denn wenn sich die Kamera, sei es auch nur ein kleines Stück, zwischen zwei Fotos bewegt, macht es die Nachbearbeitung in Photoshop unnötig aufwendig. Verwacklungen bei der Aufnahme sind natürlich noch schlimmer, daher nutze ich immer einen Fern-auslöser und die Spiegelvorauslösung. Das reduziert die Vibrationen und sorgt für schärfere Fotos.


Bearbeitung in Lightroom – kurz und knapp

Nachdem ich alle Fotos aufgenommen hatte, ging es am Rechner weiter. Zuerst Habe ich alle Fotos in Lightroom geladen und aus-sortiert. Dann ging es ins Entwickeln-Modul.

Bearbeitung Lightroom - Start

Bearbeitung Lightroom – Start

Ich könnte jetzt schreiben, dass ich lange mit einzelnen Einstellungen experimentiert hätte, aber das wäre schlicht und einfach gelogen. Ich habe einfach mehrere Presets probiert und geprüft, ob sie zu den Fotos passen. Ich habe mittlerweile eine Vielzahl an solchen Light-room-Presets, für alle möglichen Zwecke.

Letzten Endes habe ich ein sehr gutes Schwarzweiß-Preset von lightroomkillertips.com genutzt, das ihr hier findet: Free Lightroom Presets – Black & White HDR Presets for Landscapes. 

Presets sind jedoch meist nur Ausgangspunkt und man muss einzelne Regler noch etwas anpassen, damit das Ergebnis den eigenen Vor-stellungen entspricht. Das habe ich auch gemacht, aber nichts wirklich weltbewegendes.

Bearbeitung Lightroom - Fertig bearbeitet

Bearbeitung Lightroom – Fertig bearbeitet

Was viel wichtiger für die spätere Arbeit in Photoshop ist, ist dass ich alle Fotos eines Motivs gleich bearbeitet habe. Zudem habe ich von jedem Foto drei Varianten erstellt, die sich nur durch eine unter-schiedliche Belichtungskorrektur unterscheiden. Ich habe hier praktisch auch wieder eine Belichtungsreihe von jedem Foto erstellt.

Lightroom . Fertige Belichtungsreihen

Lightroom . Fertige Belichtungsreihen

Den Fotos habe ich dann zur besseren Übersicht noch Farben zugewiesen, damit ich weiß, welches das überbelichtete, welches das unterbelichtete und welches das korrekt belichtete Foto ist. Diese Fotos dienen dann später als Grundlage für die weitere Bearbeitung in Photoshop. Mein Arbeitsschritte dort folgen im zweiten Teil des Making-ofs.


Hier noch als kleiner Bonus ein weiteres Testfoto:

Gläserne Manufaktur

Gläserne Manufaktur Dresden – schwarzweiße Impressionen

Wie angekündigt, kommen nun ein paar final bearbeitete Fotos der Gläsernen Manufaktur. Farbige Versionen und ein kleines Making-of werden später noch folgen.

Gläserne Manufaktur

Als die Gläserne Manufaktur Ende der 90er geplant und gebaut wurde, gab es kontroverse Diskussionen wegen ihrer modernen und unkonventionellen Architektur. Viele meinten, sie passe nicht zu Dresden und sei ein Schandfleck. Die selben Diskussionen gab es auch beim Bau des Ufa-Kristallpalastes, der neuen Synagoge und natürlich der Waldschlösschenbrücke.

Gläserne Manufaktur

Doch eine Stadt wie Dresden würde viel von seinem Charme und seiner Vielfältigkeit verlieren, würde jedwede Moderne verbannt. Barock und Rokoko (bzw. Roccoco) sind schön, Renaissance auch. Doch die Mischung aus architektonischen Experimenten und historischen Bauten ist doch viel interessanter.

Gläserne Manufaktur

Stahl und Glas können auch schön sein, wie die Gläserne Manufaktur zeigt. Vor allem nachts beleuchtet kommen ihre Formen und Facetten gut zur Geltung.

Gläserne Manufaktur

Die Gläserne Manufaktur ist jedoch nicht nur Fabrik, sondern beherbergt auch ein Restaurant und ist Ort vieler kultureller Veranstaltungen. Zum Beispiel finden alljährlich Konzerte im Foyer der Manufaktur, aber auch auf der Wiese hinter ihr statt.

Gläserne Manufaktur

Hauptzweck der Gläsernen Manufaktur ist die Endfertigung des VW Phaeton. Zurzeit sind im Glastower jedoch nicht nur diese zu sehen, sondern auch der ein oder andere Bentley Mulsanne, der ebenfalls hier gefertigt wird.