Dresdner Altstadt … analoge Nacht

Analoge Altstadt

 Am 23.12. waren wir nochmal in Dresden unterwegs um Fotos zu machen. Mit dabei war da noch meine analoge Pentax 645. Sie sollte für einige Langzeitbelichtungen zum Einsatz kommen. Klingt erstmal simpel, hat aber seine Tücken. Für die korrekten Belichtungszeiten muss man bei der Analogfotografie nämlich den Schwarzschildeffekt beachten. Ich habe dabei auf das Datenblatt vom Ilford HP5+ zurückgegriffen. Letztlich ist es sowieso eine Gefühlssache, wie viel länger man belichtet. Und davon abgesehen verzeiht der HP5+ auch einiges an Fehlbelichtung, wie ich festgestellt habe.  Ja, man sieht Filmkorn, aber ich finde das gar nicht so störend. Die Kantenschärfe ist ja trotzdem hervorragend.

Das zweite Foto ist die analoge Version von „Dresdner Altstadt bei Nacht„. Auch hier mag ich die Filmcharakteristik sehr, obwohl es eigentlich nicht perfekt belichtet ist.

img077-Bearbeitet.jpg

Mal sehen, ob ich demnächst mal mit Pull- oder Push-Entwicklungen experimentiere. Die kosten bei Foto Görner ja keinen Aufpreis.

Klopf klopf

knock knock

Heute gibt es zur Abwechlsung mal wieder ein Foto in Farbe. Es muss ja nicht immer nur schwarzweiß sein 😉
Gefunden habe ich diesen schicken Klopfer in Geising an einem alten Holztor. Diese Mischung aus wuchtigem Holz und filigranem, vor sich hinrostendem Klopfer hat mir sofort gefallen. Also musste ich ihn natürlich fotografieren. Er scheint auch noch in Benutzung zu sein, so glatt wie er an einigen Stellen aussieht. Solche Details bringen mich auf einen wichtigen Gedanken in Bezug zur Stadterkundung.

Sehenswürdigkeiten sind schön und gut, aber nur wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, entdeckt man noch mehr, wie diesen alten Klopfer. Manchmal sollte man auch nicht davor zurückschrecken durch dunkle Gassen zu gehen, denn irgendwo versteckt lauert vielleicht noch der ein oder andere fotografische Leckerbissen.
Zugegeben, das Foto oben habe ich an der Hauptstraße (die heißt passenderweise auch gleich so) von Geising gemacht. Trotzdem gehen die meisten an dem Teil achtlos vorüber. Vielleicht denken diese rastlosen Touristen auch, dass ich bekloppt bin, weil ich sowas fotografiere. Was solls? In der Beziehung bin ich das dann gern.

Pfahl und Baum – eine bildhafte Erinnerung

pole and tree

Bei unserem Kurzurlaub in Lauenstein hatten wir eines nicht dabei, was wir sonst immer dabei haben: eine Wanderkarte. Trotzdem machten wir uns auf den Weg und wollten die andere Talseite erkunden. Wenn man sich allerdings auf die Wegweiser vor Ort verlässt, ist man irgendwie auch verlassen. Das hat aber auch sein Gutes. Man erlebt viel mehr, man achtet auf Dinge, die man sonst so nicht sieht. Wandern ist ja sowieso gut, um mal abzuschalten. Doch so frei durch die Landschaft zu streifen, ohne Karte und Kompass, ist noch besser. Die Neugier wird geweckt und man kann den Moment genießen, ihn leben. Vor allem in hektischen Zeiten gibt es keinen besseren Ausgleich. Und wenn man ihn dann noch fotografisch festhalten kann, dann ist das doch perfekt. Eine bildhafte Erinnerung.

Ich mache ja öfter mal Langzeitbelichtungen und ich wollte auch auf diesem Weg mal wieder eine erstellen. Ich sah diesen Pfahl eines Weidezauns und dachte mir, das wäre der optimale Vordergrund. War es auch, nur sah die LZB nicht so aus, wie ich das wollte. Das Foto oben habe ich dann danach gemacht. Und mit ihm bin ich vollkommen zufrieden. Ist wieder schwarzweiß geworden, gefällt mir zurzeit einfach am besten.

Kromlauer Park und Rakotzbrücke

Schon vor einiger Zeit sah ich Fotos einer wunderschönen Steinbrücke. Ich dachte damals, die müsste irgendwo in Richtung Balkan zu finden sein, aber doch bestimmt nicht in Deutschland. Doch vor ein paar Wochen sah ich wieder ein Foto davon und dort stand, dass sie in Sachsen zu finden sei. Ihr Name ist Rakotzbrücke und sie ist bei Weißwasser zu finden. Also war der Entschluss schnell gefasst, dass wir dort mal hinfahren würden. Eigentlich wollten meine Frau und ich zusammen mit Ali dort hin. Leider klappte das zeitlich nicht und so war Ali schon letze Woche dort. Er hat auch einen Artikel dazu verfasst.
Meine Frau und ich waren dann gestern bei schönstem Herbstwetter unterwegs zum Kromlauer Park.

Rakotzbrücke I

Die herbstlichen Farben leuchteten nur so, dass es ein optischer Hochgenuss war dort zu fotografieren. Die Brücke an sich ist schon ein super Motiv, aber der Rest vom Park ist auch sehr schön und läd zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Die 2€ Parkgebühr für den gesamten Tag sind eigentlich viel zu wenig.

Rakotzbrücke II

Natürlich wollte ich auch wieder Langzeitbelichtungen machen. Erst von der Brücke und dann von der Basaltinsel. Ersteres sieht irgendwie nicht so klasse aus, da zu viele Blätter auf dem Wasser schwammen und das Foto sehr unruhig wirkte. Letzteres hingegen finde ich sehr gut gelungen, da durch die lange Belichtungszeit von 10 Minuten die Reflektion sehr gut herauskommt.

Kromlauer Park

Alles in Allem kann ich den Kromlauer Park nur empfehlen. Er ist auf jeden Fall einen Tagesausflug wert.

Rakotzbrücke III

München 2015 – ein paar Impressionen

Nach unserem Kurzurlaub im Ötztal waren wir noch für ein Wochenende in München bei unserem Kumpel Tobi. Und selbst meine Frau musste letztlich zugeben, dass München eine schöne Stadt ist. Viel möchte ich zur Stadt auch nicht schreiben, ich möchte einfach ein paar Fotos von dort zeigen.
Das Wetter war die ganze Zeit super, fast zu gut und eigentlich auch viel zu warm 😀 Deswegen sind wir dort zu regelrechten Kirchengängern geworden, weil es dort selbst bei dieser Gluthitze noch angenehm kühl war ^^

Schloss Nymphenburg
Schloss Nymphenburg

Schlosspark Nymphenburg
Schlosspark Nymphenburg

Aussicht
Aussicht

Olympiapark
Olympiapark

Olympiapark
Olympiapark

Panorama München
Panorama München

Olympiaturm
Olympiaturm

Olympiaturm
Olympiaturm

Hofgarten
Hofgarten

Theatinerkirche
Theatinerkirche

Theatinerkirche
Theatinerkirche

Theatinerkirche
Theatinerkirche

St. Michael
St. Michael

Eisenring
Eisenring (Hat das Ding einen Namen?)

Isar
Isar

St. Lukas
St. Lukas

An der Universität habe ich diese (in meinen Augen) amüsante „Wandverzierung“ gesehen:

No Bullshit
No Bullshit

Nisslalm – der dritte Tag im Ötztal

Am dritten Tag unseres Urlaubs im Ötztal wollte ich unbedingt zum Schönrinnenkarsee. Meine Frau war zum Glück auch für Idee zu begeistern, da sie in Kindertagen schon mal in Gries war. Damals ist sie auch auf der Nisslalm gewesen und meinte zu mir, dass es dort schön sei. Der See ist laut Karte auch gar nicht so weit weg davon.
Also machten wir uns auf den Weg nach Gries, denn von dort wollten wir loswandern. Das Wetter war wieder spitze und die Laune gut.
In Gries angekommen musste ich erstmal die Straße räumen, denn es herrschte morgendliche Betriebsamkeit 😀

Kühe in Gries

Nachdem ich es erfolgreich vermieden hatte von den Kühen geplättet zu werden ging es auf den Wanderweg in Richtung Nisslalm. Dabei führte der Weg am Anfang noch entlang des Fischbachs und in Richtung der Vormittagssonne. Dabei konnte ich testen, wie die Blendensterne mit dem Nikkor 16-35mm f/4 VR* aussehen. Die besten Resultate habe ich bei Blende f/11 bis f/16 erreicht, aber auch bei f/7.1 können sie sich sehen lassen. Letztere sind etwas dezenter, was manchmal einfach besser wirkt. Aber ich schweife ab.

Fischbach I
 (D750, 16mm, f/7.1, 1/1000s, ISO100)
 
Fischbach II
 
Baum und Sonne
 (D750, 16mm, f/16, 1/125s, ISO100)

Kurze Zeit später ging es dann eine Waldstraße (Schotterweg trifft es eher) den Anstieg hinauf zur Nisslalm. An einigen Stellen des Wegen hatte man eine schöne Sicht auf die Berge der gegenüberliegenden Talseite.
Mittlerweile versuche ich ja bei jeder Gelegenheit Panoramen zu erstellen. Seit das auch in Lightroom geht ist das aber auch zu verlockend. Und außerdem reichen selbst 16mm an Vollformat manchmal nicht um alles aufs Bild zu bekommen.

Bergsicht-Panorama I
 (D750, Panorama aus 5 Fotos, 16mm, f/11, 1/200s, ISO100)
 
Bergsicht-Panorama II
 (D750, Panorama aus 5 Fotos, 16mm, f/11, 1/200s, ISO100)

In der anderen Blickrichtung gab es natürlich auch so manches zu entdecken. So plätscherten einige Bäche den Hang herunter, wie kleine Wasserfälle. Vor denen kann man kleine Spielereien mit längerer Belichtungszeit machen. Einfach eine Person (in diesem Fall meine Frau) vor dem „Wasserfall“ platzieren und mit relativ langer Belichtungszeit fotografieren. Allerdings sollte die Zeit immer noch kurz genug sein, damit man nicht verwackelt. Ein Bildstabi ist bei solchen Aufnahmen von Vorteil.

meine Frau
(D750, 16mm, f/16, 1/15s, ISO64)

Ich war wirklich froh, dass die D750 bis ISO50 „runter“ kann, denn das ermöglicht ohne ND-Filter-Einsatz bzw. eine zu geschlossene Blende hinreichend lange Belichtungszeiten.

Bank
(D750, 19mm, f/16, 1/40s, ISO50)

Nach vollbrachtem Aufstieg zur Nisslalm gönnten wir uns erstmal was zu essen. Ich kann den Kaiserschmarrn, den es dort für einen schmalen Taler gibt, nur empfehlen, ebenso wie die Gulaschsuppe. Mal abgesehen vom Kulinarischen ist es dort oben recht idyllisch.

Nisslalm

Nachdem wir uns gestärkt hatten ging es weiter in Richtung Schönrinnenkarsee. Irgendwie war keiner so bekloppt wie wir und ist dort hoch marschiert. Wir waren also ganz alleine und unter uns mit der Natur und Landschaft. War auch nicht schlecht, so hatten wir unsere Ruhe und konnten die Gegend genießen. Das Wetter änderte sich auch etwas; es bewölkte sich nun zunehmends.

 einsam
 
Schnee im Sommer

Warm war es auch noch … bis ich die glorreiche Idee hatte mitten durch den Schnee zu wollen:

verdammt ...
(das Foto hat meine Frau gemacht und hätte auch gut in ihren Beitrag gepasst ^^ )

Der Schnee war saukalt, vor allem, nachdem ich wortwörtlich bis zu den Hüften darin versunken war. Das hat meine Frau leider nicht fotografiert, wahrscheinlich weil sie zu sehr mit Lachen beschäftigt war.
Irgendwie hab ich es dann doch wieder heraus geschafft und den Aufstieg weiter fortgesetzt. Bis zu dem Punkt an dem meine fürsorgliche Frau mir verbot noch weiter durch das Kar und dessen Geröllfeld hinaufzusteigen zum See. Es war ihrer Meinung nach zu gefährlich; ich bin da ja immer noch anderer Meinung ^^
Naja, so bleiben wir im Geröllfeld unterhalb des Karsees und machten von dort aus Fotos. Das Schneefeld in dem ich abgetaucht bin hielt andere Wanderer scheinbar davon ab bis zu uns vorzudringen. Ihre Stimmen konnte ich hören, zu sehen waren sie aber nicht. Beim Rückweg konnten wir frische Spuren von Wanderstöcken sehen, die bei unserem Aufstieg noch nicht da waren. Da scheint jemand die Lust verloren zu haben und umgedreht zu sein.

Kar-Panorama
(D750, Panorama aus 5 Fotos, 16mm, f/11, 1/200s, ISO100)

Beim Abstieg machten wir kurz unterhalb des kleinen Schneefeldes noch mal Halt. Wenigstens einmal wollten wir unsere Füße in einen Gebirgsbach halten.

Gebirgsbach
(D750, 24mm, f/11, 15s, ISO50)

Nachdem ich das Foto sah hatte ich eine Idee für ein „Selfie“, weil das ja gerade so in Mode ist. Also Fotomaschine aufs Stativ gespannt und den Selbstauslöser aktiviert.

hart im Nehmen
(D750, 24mm, f/5.6, 5s, ISO100)

Das Wasser war kalt, sehr kalt, wie ihr vielleicht an dem etwas erzwungen wirkenden Lächeln erkennen könnt. Das Schöne ist ja immer wenn der Schmerz nachlässt.
Nach dieser Erfrischung der etwas härteren Art ging es weiter bergab und ich fotografierte noch ein paar Kuhschellen am Wegesrand.

Kuhschelle

Das war es vom dritten Tag des Ötztal-Urlaubs. Fotos vom vierten und letzten Tag kommen dann am Wochenende.


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Berliner Lichter

Letztes Wochenende hatte ich ein paar Stunden Zeit, um in Berlin zu fotografieren. Ich muss ja zugeben, ich sehe es wie Kraftklub in ihrem Song „Ich will nicht nach Berlin“. Und als Dresdner fremdl ich sowieso ziemlich mit unserer Bundeshauptstadt. Aber für mich als Verkehrswirtschaftler bietet Berlin ein paar interessante Orte. Den Hauptbahnhof zum Beispiel. Dort habe ich fast 2 Stunden lang fotografiert. Als ich wieder zurück zum Treffpunkt am Bahnhof Zoo fuhr, hatte ich immernoch etwas Zeit und vor allem einen herrlichen Blick in Richtung Gedächtniskirche. Dunkle Jahreszeit, viel Verkehr, weihnachtliche Beleuchtung und Langzeitbelichtung passen einfach super zusammen:

Berliner Lichter
(D7000, 26mm, f/11, 132s, ISO100)

Ich habe mit Absicht über zwei Minuten lang belichtet, weil ich mehrere Ampelphasen auf einem Foto bannen wollte. Umso gleichmäßiger und harmonischer wirken die Lichterspuren der Scheinwerfer und Rücklichter. So eine lange Belichtungszeit geht natürlich nur im Bulb-Modus und mit Hilfe einer Stoppuhr. Ich habe da einige fragende Blicke auf mich gezogen, als ich dort mit Stoppuhr und Fernauslöser stand 😀

Es wird in nächster Zeit noch ein paar Fotos von meinem kleinen Ausflug nach Berlin geben.

early morning

Dieses Foto ist während unseres Kurzurlaubs in Weimar entstanden. Wir hatten uns extra etwas zeitiger auf den Weg Richtung Schloss Belvedere gemacht, damit wir noch ein paar Fotos vom Morgennebel machen konnten. Vor allem im Park an der Ilm und um das Römische Haus waberte der Nebel sehr schön. Als ich das Foto im Nachhinein noch mal betrachtete, dachte ich dass das Foto auch gut und gern in Italien entstanden sein könnte. Wie einst Goethe schon sagte:

Willst du immer weiter schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
Denn das Glück ist immer da.
“                                                                                     (Goethe, Erinnerung)

Morgennebel – manchmal lohnt sich das frühe Aufstehen

Vor gar nicht so langer Zeit war ich ja in München. Und wenn man dort ist, dann schaut man sich nicht nur den Olympiapark an, sondern auch noch weitere Sehenswürdigkeiten. Eine davon ist die Frauenkirche.
Leider war sie zum Zeitpunkt meines Besuchs teilweise eingerüstet, was Fotos von außen wenig reizvoll machte. Innen hingegen war fotografieren durchaus angebracht. Und auch wenn ich selbst kein Christ bin, so muss ich doch meine Bewunderung für derartige sakrale Bauten zugeben. Es ist schon erstaunlich, dass in Zeiten einfachster Mittel solch monumentale Bauwerke erschaffen wurden.
Vor allem der Blick nach oben hat mich begeistert. Daher möchte ich ihn auch zeigen.

looking up
Frauenkirche in München

Der Blick nach oben II