J …ich hab die Farbe wiedergefunden

J

Guck an, ein Farbfoto. Sieht aber irgendwie komisch aus. Alles so unscharf?!
Normal kann jeder und ich will das ja nicht mehr machen. Also nahm ich mein Quetschobjektiv zur Hand und bin wiedermal etwas eher als für meine Zugverbindung nötig von Arbeit gegangen und habe wild drauf los fotografiert. Da fiel mir dieses große J auf dem Augustusplatz auf. Nach ein bisschen Probieren war ich zufrieden.

Auf dem Streifzug durch Leipzig sind noch mehr Fotos entstanden. Die könnt ihr hier sehen.

Ich weiß, dass die Art der Fotos nicht jedem gefällt, mir jedoch sehr. Und deswegen will ich sie auch zeigen.

Nachtrag: Das ist übrigens kein J, es ist ein L und steht für die Leipziger Gruppe.

Dresdner Altstadt bei Nacht – es wird nie langweilig

Dresden

Ich habe die Dresdner Altstadt schon oft fotografiert. Tagsüber, abends, nachts und auch früh war ich dort unterwegs. Und es wurde mir nie langweilig, denn immer wieder gab es neue Dinge zu entdecken, aber auch Altbekanntes durch neue Blickwinkel zu betrachten. Das ist der Grund, warum ich Dresden so liebe. Es ist vielfältig und doch einzigartig. Außerdem ist immer was los, aber nie wirklich hektisch. Der Dresdner ist gemütlich, und so ist auch die Stadt.

„Dresden hat mir große Freude gemacht und meine Lust, an Kunst zu denken, wieder belebt. Es ist ein unglaublicher Schatz aller Art an diesem schönen Orte.“
Johann Wolfgang von Goethe

Wenn das schon Goethe so sah, muss was dran sein, dass Dresden etwas besonderes ist.

Pfahl und Baum – eine bildhafte Erinnerung

pole and tree

Bei unserem Kurzurlaub in Lauenstein hatten wir eines nicht dabei, was wir sonst immer dabei haben: eine Wanderkarte. Trotzdem machten wir uns auf den Weg und wollten die andere Talseite erkunden. Wenn man sich allerdings auf die Wegweiser vor Ort verlässt, ist man irgendwie auch verlassen. Das hat aber auch sein Gutes. Man erlebt viel mehr, man achtet auf Dinge, die man sonst so nicht sieht. Wandern ist ja sowieso gut, um mal abzuschalten. Doch so frei durch die Landschaft zu streifen, ohne Karte und Kompass, ist noch besser. Die Neugier wird geweckt und man kann den Moment genießen, ihn leben. Vor allem in hektischen Zeiten gibt es keinen besseren Ausgleich. Und wenn man ihn dann noch fotografisch festhalten kann, dann ist das doch perfekt. Eine bildhafte Erinnerung.

Ich mache ja öfter mal Langzeitbelichtungen und ich wollte auch auf diesem Weg mal wieder eine erstellen. Ich sah diesen Pfahl eines Weidezauns und dachte mir, das wäre der optimale Vordergrund. War es auch, nur sah die LZB nicht so aus, wie ich das wollte. Das Foto oben habe ich dann danach gemacht. Und mit ihm bin ich vollkommen zufrieden. Ist wieder schwarzweiß geworden, gefällt mir zurzeit einfach am besten.

Kromlauer Park und Rakotzbrücke

Schon vor einiger Zeit sah ich Fotos einer wunderschönen Steinbrücke. Ich dachte damals, die müsste irgendwo in Richtung Balkan zu finden sein, aber doch bestimmt nicht in Deutschland. Doch vor ein paar Wochen sah ich wieder ein Foto davon und dort stand, dass sie in Sachsen zu finden sei. Ihr Name ist Rakotzbrücke und sie ist bei Weißwasser zu finden. Also war der Entschluss schnell gefasst, dass wir dort mal hinfahren würden. Eigentlich wollten meine Frau und ich zusammen mit Ali dort hin. Leider klappte das zeitlich nicht und so war Ali schon letze Woche dort. Er hat auch einen Artikel dazu verfasst.
Meine Frau und ich waren dann gestern bei schönstem Herbstwetter unterwegs zum Kromlauer Park.

Rakotzbrücke I

Die herbstlichen Farben leuchteten nur so, dass es ein optischer Hochgenuss war dort zu fotografieren. Die Brücke an sich ist schon ein super Motiv, aber der Rest vom Park ist auch sehr schön und läd zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Die 2€ Parkgebühr für den gesamten Tag sind eigentlich viel zu wenig.

Rakotzbrücke II

Natürlich wollte ich auch wieder Langzeitbelichtungen machen. Erst von der Brücke und dann von der Basaltinsel. Ersteres sieht irgendwie nicht so klasse aus, da zu viele Blätter auf dem Wasser schwammen und das Foto sehr unruhig wirkte. Letzteres hingegen finde ich sehr gut gelungen, da durch die lange Belichtungszeit von 10 Minuten die Reflektion sehr gut herauskommt.

Kromlauer Park

Alles in Allem kann ich den Kromlauer Park nur empfehlen. Er ist auf jeden Fall einen Tagesausflug wert.

Rakotzbrücke III

20 Minuten Dresden – wenn eine Tag zu Ende geht

Letztens hat mein Kumpel Ali eine Langzeitbelichtung von Dresden gezeigt und ich fand sie einfach super. Also musste auch mal wieder runter in die Stadt. So ein Foto wollte ich auch mal machen. Wie es der Zufall so wollte waren meine Frau und ich auf der Brühlschen Terrasse mit einem Freund verabredet. Bei der Gelegenheit nahm ich mein Fotozeug mit und suchte mir den passenden Platz für eine gute Aufnahme. Der war schnell gefunden. Und so baute ich alles auf und begann mit der Aufnahme. Dann hieß es: Warten. Und ich wartete lieber etwas länger, da es doch mit fortschreitenden Zeit recht dunkel wurde. Statt der avisierten 10 Minuten wurden es erst 15 und dann letztlich doch 20 Minuten Belichtungszeit.
Ich bin mit dem Ergebnis vollkommen zufrieden und habe mir vorgenommen wieder etwas öfter in die Stadt zu gehen um zu fotografieren. Es lohnt sich auf jeden Fall.

20 minutes of Dresden
(D750, 16mm, f/11, 1199s, ISO50)

Meine Frau hat auch mal wieder ein kleines Making-of-Foto von mir gemacht. Das möchte ich euch nicht vorenthalten 😉

bei der Arbeit

10 Minuten Dresden – aller guten Dinge sind zwei

Ich war heute früh mit Sven an der Elbe in Dresden und wollte Langzeitbelichtungen erstellen. Es zogen langsam Wolken auf, was uns natürlich sehr entgegen kam. Doch meine Schusseligkeit hätte einem gutem Ergebnis fast einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Als erstes habe ich wie immer ein Foto ohne ND-Filter gemacht, um die korrekte „normale“ Belichtungszeit zu ermitteln.

Dresden
(D750, 16mm, f/11, 1/500s, ISO100)

Während des Umbaus für die Langzeitbelichtungen haben Sven und ich uns unterhalten. Auf der einen Seite ist das natürlich auch Sinn und Zweck eines Treffens, andererseits war ich dadurch irgendwie nicht mehr ganz so konzentriert. Während der Aufnahme sah ich dann, dass ich die Sucherabdeckung vergessen hatte anzubringen. Naja, knapp 8 Minuten waren schon rum also, ließ ich sie die letzten zwei Minuten auch noch belichten. Die Hoffnung, dass es vielleicht nicht ganz so schlimm wäre, weil die Sonne ja von vorn kam, wurde dann beim Betrachten des Ergebnisses 10 Minuten später jäh zerschlagen.

Offener Sucher
(D750, 16mm, f/11, 638s, ISO100)

Also mit so einer krassen Fehlbelichtung hatte ich nicht gerechnet, höchstes mit einem sichtbaren Lichtband. Diese Aufnahme bestätigt wieder, dass bei Langzeitbelichtungen der Sucher generell verschlossen sein sollte. (Was ich auch schon im Beitrag über Langzeitbelichtungen am Tag geschrieben hatte.) Aber hey, Fehler sind dazu da, dass man sie macht.
Ich habe dann noch ein richtig belichtetes Foto machen können, weil Sven zum Glück noch etwas Zeit hatte.

10 Minuten Dresden
(D750, 16mm, f/11, 600s, ISO100)

Bei diesen Fotos habe ich wieder auf meine geschätzten ND-Filter von Haida zurückgegriffen. Einmal den Haida Pro II MC ND1.8 Slim* und einmal den Haida Pro II MC ND3.6 Slim*.


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Rabenauer Grund – mal wieder eine Langzeitbelichtung

Ich war mal wieder mit meiner Frau unterwegs um für meinen Kalender-Auftrag zu fotografieren. Diesmal war der Rabenauer Grund das Ziel. Genauer gesagt die alten Steinbrücken der Weißeritztalbahn.

Rabenauer Grund

Da die Rote Weißeritz zurzeit nicht viel Wasser führt, umspült sie die im Flussbett liegenden Steine und Felsen und es entstehen viele Wirbel mit etwas Gischt. Da musste ich einfach wieder ein paar Langzeitbelichtungen machen.
Zum Glück war es recht windstill, so dass die Blätter des umgebenden Waldes sich nicht allzu sehr bewegten. Vor allem bei einer Belichtungszeit von über zwei Minuten würden sich stark bewegende Äste eine Unruhe erzeugen, die der Gesamtwirkung des Fotos entgegen wirken würde.
Die Belichtungszeit von 136s habe ich durch den Einsatz des ND3.6 Graufilters von Haida* erreicht. Um eine möglichst große Tiefenschärfe bei bestmöglicher Gesamtschärfe zu erreichen habe ich bei Blende f/11 fotografiert. Da ich aber nicht über vier Minuten belichten wollte, musste ich den ISO-Wert auf 200 anheben. Ich hätte auch den ND3-Filter nehmen und mit ISO50 fotografieren können, hätte bei den Lichtverhältnissen ohne Gegenlicht sicherlich kaum einen Unterschied gemacht.


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Mit diesem Foto wünsche ich allen ein schönes Wochenende.

walking away

Entstanden ist das Foto letztes Wochenende im Barockgarten Zabeltitz. Es ist wirklich schön dort, aber aufgrund der frostigen Temperaturen konnte ich nicht so lange dort verweilen und fotografieren, wie ich das gern gewollt hätte.
Ein paar Fotos vom Barockgarten mit seinem Palais habe ich noch, die werden dann aber erst im nächsten Post zu sehen sein.

Winterspaziergang im Barockgarten Zabeltitz

Hier mal ein Bild der Basteibrücke. Leider befand sich die Sonne nahe dem Zenit und es war somit nicht die beste Zeit zum Fotografieren. In der Nacharbeit in Lightroom wurde dann eher zwangsläufig ein relativ dramatisches Bild daraus.

Bastei

Bastei

Eigentlich wollte ich dieses Jahr bei schönem Wetter und zu einer geeigneteren Zeit zur Bastei, aber daraus wurde wegen des unberechenbaren Wetters leider nichts.

Bastei