Shooting mit Vanessa

Irgendwie ist die analoge Fotografie wie eine Sucht und glücklicherweise gibt es noch andere Süchtige. Vanessa zum Beispiel mag den Look analoger Fotos sehr, die Farben und die Weichheit. Und so kam es, dass wir ein gemeinsames Shooting vereinbarten.

Vanessa - Kodak Portra 160

Im abendlichen Dresden fand es dann statt. Zwar verdeckten Wolken die untergehende Sommersonne, aber es war trotzdem schönes Licht vorhanden. Viel möchte ich gar nicht zum Shooting schreiben, das habe ich an anderer Stelle schon getan. Nur soviel, es war mal etwas völlig anderes und hat extrem viel Spaß gemacht. Die Ergebnisse könnensich, glaube ich jedenfalls, sehen lassen, oder?

Vanessa - Kodak Portra 400
Vanessa - Rollei RPX400

Ich bin immer an gemeinsamen Fototouren oder Shootings interessiert. Also, wer Lust hat, Dresden mal analog (oder auch digital) unsicher zu machen, kann sich gern bei mir melden 🙂

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Der analoge Fuhrpark hat Zuwachs bekommen – Nikon FM2

Nikon FM2

Mensch, ich hab ja seit 3 Wochen nichts mehr gepostet. Echt nicht? Doch, aber nicht hier, sondern hier und hier. Es war einiges los. Die Nikon FM2 ist zu mir gestoßen, ich hatte mein erstes vollkommen analoges Portraitshooting und das Auftragsprojekt „Ansichtssache 2017“ ist so gut wie abgeschlossen.

Ja, ich habe mir wieder eine neue alte Kamera zugelegt, die Nikon FM2 (N-Version). Meine Frau war wenig begeistert, ich dafür umso mehr. Die Konica Auto S1.6 ist zwar sehr schick, aber leider hat sie mir einen Film in Falten gelegt, statt ihn aufzuspulen. Film zerstört und Fotos verloren. Das möchte ich nicht mehr erleben und deswegen musste ein analoger Kleinbild-Ersatz her. Als großer Freund der japanischen Kameraschmiede Nikon sollte es eine Kamera dieser Marke werden.

Die FM2 ist neben der FM3a die einzige vollmechanische Kamera, die eine kürzeste Belichtungszeit von 1/4000s ermöglicht. Dazu kommt noch die sehr robuste Bauweise und das schicke Design, was sie zum Kleinbild-Pendant zur Mamiya RB67 macht. Also perfekt für mich.

Als Objektiv kommt an ihr vor allem das sehr gute Nikkor 50mm f/1.2 Ai-S zum Einsatz. Was für eine geniale Kombi, egal ob Street oder für Portraits. Obwohl sie für unauffällige Streetfotografie fast etwas zu laut ist, aber irgendwie gefällt mir gerade dieser metallisch-klickende Verschlussklang.

Bisher habe ich mit der FM2 einen Kodak Tri-X 400, einen Kodak T-max 400, einen Kodak Portra 160 und einen Fuji Superia X-tra 400 mit ihr belichtet und noch keine einzige Fehlbelichtung gehabt. Ihr interner Belichtungsmesser – das einzige elktronische Bauteil an ihr – funktioniert sehr zuverlässig.

Die Wolken fliegen wieder …

clouds are moving again

Eine Bekannte hat mir gestern geschrieben, meine Fotos wären etwas (in letzter Zeit) zu bunt. Guck mal, Sue, ich kann auch anders 😉

Die Landschaft kommt dem ein oder anderen vielleicht bekannt vor. Genau, es ist das Feld in Gorden, das ich immer mal wieder ablichte, wenn ich bei meinen Schwiegereltern bin. Diesmal kamen drei Filter zum Einsatz: 1. ND3.6 Graufilter, 2. Polfilter und 3. Orangefilter (22). Den Orangefilter wollte ich einfach mal testen, den habe ich mir für meine analoge S/W-Fotografie besorgt (und noch nicht bezahlt, mache ich, wenn ich das nächste Mal bei euch bin, liebes Foto-Görner-Team). Er sorgt dafür, dass die Blautöne im Foto abgedunkelt werden. Vor allem für Landschaftsaufnahmen ist das sehr sinnvoll, wenn der Himmel dramatischer wirken soll.

Mit diesem Foto wünsche ich schon mal ein schönes Wochenende 🙂

Ein Blick zum Blauen Wunder

Normalerweise sieht man fast nur Fotos vom Blauen Wunder, die von der Bergstation der Schwebeseilbahn aus gemacht wurden. Es gibt jedoch noch einen anderen Stadtort, von dem aus man das Blaue Wunder und Dresden sehen kann, die Aussichtsterrasse des Luisenhofs. Von diesem Punkt liegt natürlich nicht mehr die Altstadt im Hintergrund der Brücke, sondern Blasewitz, Striesen und Strehlen.

Blue Wonder

Auch das ist Dresden, nur eben das eher unbekannte. Weniger reizvoll ist die Aussicht vom Luisenhof deswegen aber nicht. Außerdem ist es seit der Schließung des dortigen Gastronomiebetriebs möglich die Terrasse des Luisenhofs zu betreten, ohne gleich etwas bestellen zu müssen.

Wer nun überlegt, dort mal hinzufahren, der kann dies entweder mit der Standseilbahn direkt vom Körnerplatz aus tun, oder aber mit der Straßenbahnlinie 11 bis zur Haltestelle Plattleite fahren und von dort aus 5 Minuten durch das schön anzusehende Villenviertel Weißer Hirsch/Loschwitz zum Aussichtspunkt laufen.

Mehr Fotos von unserem Ausflug zum Luisenhof findet ihr hier: neugi85.de.

Wenn meine Frau mal nicht zuhause ist …

… wird unser Wohnzimmer umgebaut, denn dann ist es Heimstudiozeit. Dann werden Blitze, Reflektoren und Stative ausgepackt und so lange angepasst, bis der Aufbau zu den gewünschten Ergebnissen führt.

Zumeist waren es bisher Blumen oder Modellautos, die ich in Szene gesetzt habe. Doch diesmal standen alte Filmkameras vor meiner Kamera, allerdings nur die, die ich auch noch benutze. Das schließt die Reflekta II aus, denn die funktioniert leider nicht mehr und ich habe bis jetzt noch nicht die Muse gehabt sie zu reparieren. Also sollten auf dem Foto die Ihagee Exakta Varex VX, die Mamiya RB67 Pro-S und die Konica Auto S1.6 zu sehen sein. Im Ergebnis sah das Ganze dann so aus:

Da ich schon lange kein Licht-Setup mehr gepostet habe, möchte ich bei diesem Foto zeigen, wie das Foto entstanden ist. Es hat eine Weile, mehrere Versuche und einige Anpassungen gebraucht, bis ich zufrieden mit dem Ergebnis war.

DSCF4784

Licht-Setup

Da man auf dem Foto nicht alles eindeutig erkennen kann, hier noch eine kurze Beschreibung. Das Hauptlicht, eine 80x120cm Softbox, kam direkt von oben. 2 Reflektoren habe ich rechts positioniert (schräg von vorn und schräg von hinten) und einen weiteren links vorn aufgestellt. Ich benutze generell die silberne Seite, um keinen ungewollten Farbstich zu erhalten. Als Fülllicht kam eine kleine Softbox (15x20cm) von vorn oben (direkt auf der Kamera) zum Einsatz.

Im Nachhinein habe ich mir gedacht, dass ich auch meine schwarze Plexiglasplatte als Unterlage hätte nehmen können. Versuche ich beim nächsten Mal.

Wenn ich einmal so ein Licht-Setup aufgebaut habe, pobiere ich natürlich auch aus, wie es bei anderen Objekten funktioniert. Als erstes kam unser gusseiserner Teekessel vor meine Linse:

tea pot

Teekessel

Danach kamen noch zwei Flaschen Fanta Klassik auf den Tisch. Die wollte ich schon lange mal ablichten:

Fanta Klassik

Fanta Klassik

Allerdings habe ich für sie das Setup ein bisschen verändert. Das Fülllicht kam nicht mehr zum Einsatz, stattdessen habe ich noch ein Stück weißen Karton links hinter den Flaschen platziert, um dort eine Lichtkante zu erzeugen.

Soviel zu meiner Beschäftigung, wenn meine Frau nicht da ist.

Huch, ein Selfie – eine kleine Homage an Vivian Maier

RPX400_kl-002.jpg

Inspiriert von den Selbstportraits von Vivian Maier habe ich auch mal ein solches versucht. Ich hatte mir das aber etwas einfacher vorgestellt. Die RB67 scheint ohne Stativ dafür jedoch nicht so geeignet zu sein, wie die Rolleiflex, die Vivian Maier benutzt hat.

Den Bildband „Vivian Maier – Das Meisterwerk der unbekannten Photographin 1926-2009“ können meine Frau und ich nur empfehlen.
Wir standen von dem Regal mit Bildbänden im Haus des Buches und ich wollte eigentlich einen Helmut Newton oder einen Peter Lindbergh, aber die gefielen meiner Frau nicht so sehr. Sie zeigte mir dann den Bildband von Vivian Maier und ich sagte zu, obwohl ich beim ersten groben Durchblättern nicht ganz überzeugt war. Doch zuhause beim kompletten Betrachten wurde mir klar, dass es ein sehr guter Kauf war. Das Buch ist voller fotografischer Leckerbissen.

Im Buch sind einige Selbstportraits von Vivian Maier zu sehen und genau so eins wollte ich auch erstellen. Eine spiegelnde Fensterscheibe eines Hotels am Augustusplatz in Leipzig bot sich da an, da im Hintergrund das Paulinum. Ich war etwas erschrocken, als ich sah, wie das Foto rauscht, denn der RPX400 besitzt eigentlich ein recht angenehm kleines Korn. Aber dann entsann ich mich, dass ich das Foto deutlich unterbelichtet hatte. Letztlich gefällt es mir gerade, weil es so rauscht. Es scheint einer anderen Zeit zu entstammen, dabei habe ich es im Jahr 2016 aufgenommen. In diesem Sinne: Film lebt!

Wie Brüder …

brothers

sind unsere Exakta Varex VX und die Mamiya RB67 Pro-S. Sie könnten unterschiedlicher kaum sein, und doch haben sie auch viel gemeinsam.

Ich bin wirklich gespannt, ob der Film in der Exakta was wird, denn eigentlich haben wir sie uns nur als Deko-Stück schenken lassen. Die Zeiten scheinen jedoch sauber abzulaufen. Abgelaufen ist auch der Film, den ich da reingesteckt habe. Mal schauen was rauskommt 🙂

Dresdner Altstadt … analoge Nacht

Analoge Altstadt

 Am 23.12. waren wir nochmal in Dresden unterwegs um Fotos zu machen. Mit dabei war da noch meine analoge Pentax 645. Sie sollte für einige Langzeitbelichtungen zum Einsatz kommen. Klingt erstmal simpel, hat aber seine Tücken. Für die korrekten Belichtungszeiten muss man bei der Analogfotografie nämlich den Schwarzschildeffekt beachten. Ich habe dabei auf das Datenblatt vom Ilford HP5+ zurückgegriffen. Letztlich ist es sowieso eine Gefühlssache, wie viel länger man belichtet. Und davon abgesehen verzeiht der HP5+ auch einiges an Fehlbelichtung, wie ich festgestellt habe.  Ja, man sieht Filmkorn, aber ich finde das gar nicht so störend. Die Kantenschärfe ist ja trotzdem hervorragend.

Das zweite Foto ist die analoge Version von „Dresdner Altstadt bei Nacht„. Auch hier mag ich die Filmcharakteristik sehr, obwohl es eigentlich nicht perfekt belichtet ist.

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Mal sehen, ob ich demnächst mal mit Pull- oder Push-Entwicklungen experimentiere. Die kosten bei Foto Görner ja keinen Aufpreis.

Hauptbahnhof Leipzig

Seit einiger Zeit pendle ich mit dem Zug jeden Tag zwischen Dresden und Leipzig. Da komme ich ja unweigerlich am Leipziger Hauptbahnhof vorbei. Und dort ist immer was los (viel mehr als im Dresdner Hauptbahnhof, muss ich zugeben). So auch zur Weihnachtszeit. In der Osthalle wurde ein historisches Karussell betrieben. Und ich fand den Anblick davon einfach klasse. Alos bin ich am 3. Dezember dann etwas eher von Arbeit gegangen, um noch ein paar Fotos im Hbf zu machen. Unter anderem auch von diesem Karussell und vom Museumsgleis (da schlägt das Verkehrsherz höher).

MF_scan3

Pentax 645, 45mm, Ilford FP4 Plus

Ein historisches Karussell und alte Loks verlangen natürlich auch nach einer klassischeren Aufnahmemethode. Und so konnten es nur Analogfotos werden. Davon wird es in Zukunft von mir noch mehr geben. Ich fange ja gerade erst damit an, sehr zum Leidwesen meiner Frau. Sie ist ja sehr tolerant, aber dieses Mal hat sie schon ein bisschen mit dem Kopf geschüttelt 😀 Mal sehen, was ich so mit der Pentax fabriziere, damit ich sie gänzlich überzeugen kann. Es macht mir auf jeden Fall sehr viel Spaß mit den Rollfilmen zu hantieren und gespannt auf die Entwicklung zu warten. Außerdem ist der Look vom Mittelformat irgendwie etwas Besonderes.

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Pentax 645, 75mm, Ilford HP5 Plus

Natürlich zwingt mich die analoge Technik dazu, wirklich bewusster zu fotografieren und mir mehr Gedanken um Bildaufbau und Einstellungen zu machen. Und so bin ich wieder einen Schritt weiter gekommen auf meinem Weg zur bewussteren Fotografie.

Achja, ich lasse meine Rollfilme bei Foto Görner in Dresden entwickeln. Da bekommt man neben der Entwicklung auch immer Tipps zu Filmen oder einfach ein nettes Pläuschen.

Dresdner Altstadt bei Nacht – es wird nie langweilig

Dresden

Ich habe die Dresdner Altstadt schon oft fotografiert. Tagsüber, abends, nachts und auch früh war ich dort unterwegs. Und es wurde mir nie langweilig, denn immer wieder gab es neue Dinge zu entdecken, aber auch Altbekanntes durch neue Blickwinkel zu betrachten. Das ist der Grund, warum ich Dresden so liebe. Es ist vielfältig und doch einzigartig. Außerdem ist immer was los, aber nie wirklich hektisch. Der Dresdner ist gemütlich, und so ist auch die Stadt.

„Dresden hat mir große Freude gemacht und meine Lust, an Kunst zu denken, wieder belebt. Es ist ein unglaublicher Schatz aller Art an diesem schönen Orte.“
Johann Wolfgang von Goethe

Wenn das schon Goethe so sah, muss was dran sein, dass Dresden etwas besonderes ist.