Klopf klopf

knock knock

Heute gibt es zur Abwechlsung mal wieder ein Foto in Farbe. Es muss ja nicht immer nur schwarzweiß sein 😉
Gefunden habe ich diesen schicken Klopfer in Geising an einem alten Holztor. Diese Mischung aus wuchtigem Holz und filigranem, vor sich hinrostendem Klopfer hat mir sofort gefallen. Also musste ich ihn natürlich fotografieren. Er scheint auch noch in Benutzung zu sein, so glatt wie er an einigen Stellen aussieht. Solche Details bringen mich auf einen wichtigen Gedanken in Bezug zur Stadterkundung.

Sehenswürdigkeiten sind schön und gut, aber nur wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, entdeckt man noch mehr, wie diesen alten Klopfer. Manchmal sollte man auch nicht davor zurückschrecken durch dunkle Gassen zu gehen, denn irgendwo versteckt lauert vielleicht noch der ein oder andere fotografische Leckerbissen.
Zugegeben, das Foto oben habe ich an der Hauptstraße (die heißt passenderweise auch gleich so) von Geising gemacht. Trotzdem gehen die meisten an dem Teil achtlos vorüber. Vielleicht denken diese rastlosen Touristen auch, dass ich bekloppt bin, weil ich sowas fotografiere. Was solls? In der Beziehung bin ich das dann gern.

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Pfahl und Baum – eine bildhafte Erinnerung

pole and tree

Bei unserem Kurzurlaub in Lauenstein hatten wir eines nicht dabei, was wir sonst immer dabei haben: eine Wanderkarte. Trotzdem machten wir uns auf den Weg und wollten die andere Talseite erkunden. Wenn man sich allerdings auf die Wegweiser vor Ort verlässt, ist man irgendwie auch verlassen. Das hat aber auch sein Gutes. Man erlebt viel mehr, man achtet auf Dinge, die man sonst so nicht sieht. Wandern ist ja sowieso gut, um mal abzuschalten. Doch so frei durch die Landschaft zu streifen, ohne Karte und Kompass, ist noch besser. Die Neugier wird geweckt und man kann den Moment genießen, ihn leben. Vor allem in hektischen Zeiten gibt es keinen besseren Ausgleich. Und wenn man ihn dann noch fotografisch festhalten kann, dann ist das doch perfekt. Eine bildhafte Erinnerung.

Ich mache ja öfter mal Langzeitbelichtungen und ich wollte auch auf diesem Weg mal wieder eine erstellen. Ich sah diesen Pfahl eines Weidezauns und dachte mir, das wäre der optimale Vordergrund. War es auch, nur sah die LZB nicht so aus, wie ich das wollte. Das Foto oben habe ich dann danach gemacht. Und mit ihm bin ich vollkommen zufrieden. Ist wieder schwarzweiß geworden, gefällt mir zurzeit einfach am besten.

Schrammsteinaussicht – mal wieder

Letztes Wochenende waren wir mal wieder auf der Schrammsteinaussicht. Los ging es wie schon letzten Herbst in Postelwitz und dann über das Schrammtor zum Jägersteig. Der ist dummerweise in beide Richtungen begehbar und so mussten wir einige von oben kommende Leute passieren lassen, bevor wir weiter nach oben konnten. Auch der Weg vom Jägersteig über den Mittelwinkel zur Aussicht war mächtig überlaufen.
Auf der Schrammsteinaussicht angekommen mussten wir feststellen, dass auch zahlreiche Wespen den Tag für einen Ausflug genutzt hatten. Sie waren der Grund, warum wir nicht allzu lang oben blieben.
Schrammsteine
Schrammsteine
Schrammsteine
Uns ist aufgefallen, dass einige Eltern ihre Kleinkinder mit nach oben genommen haben (genötigt passt da meist besser) und dort frei herumlaufen ließen. Das ist in unseren Augen unverantwortlich!

10 Minuten Alpen I – das (wahrscheinlich) einzige Foto der Serie in Farbe

Wie versprochen kommen nun ein paar besondere Fotos vom Ötztal-Urlaub. Das erste, was ich hier zeige entstand auf der Nisslalm, während ich meinen Kaiserschmarrn gegessen habe.

10 Minuten Alpen I
(D750, 16mm, f/5.6, 599s)

Ein paar Worte zur Entstehung der Serie 
Ich hatte schon am ersten Tag eine Langzeitbelichtung versucht, direkt im Tal. Dabei habe ich gemerkt, dass selbst 2 Minuten Belichtungszeit für die langsame Wolkenbewegung zu kurz ist. Am zweiten Tag auf der Panorama-Terrasse in Burgstein habe ich dann beschlossen in den extremeren Zeitbereich vorzudringen. Doch selbst mit dem ND3.6-Filter* waren bei ISO50 und Blende 11 keine längeren Zeiten als 2 Minuten drin. Also musste ein zweiter Filter drauf. Allerdings musste ich da den ND3-Filter* nutzen, weil ich meinen ND1.8-Filter zuhause vergessen hatte (der hätte sowieso kein Slim-Gehäuse und wäre daher im UWW-Bereich keine Option).
Mit Hilfe meiner kleinen ND-Filter-Hilfskarte (dafür gibts auch Apps, aber die Karte finde ich meist praktischer) von Ronny Ritschel konnte ich dann die Blende, Belichtungszeit und den ISO-Wert so einstellen, dass es halbwegs passt. 10 Minuten war meine Zielzeit, um nicht länger als 20 Minuten an einem Ort bleiben zu müssen. Das wollte ich meiner Frau nicht antun. Umnicht offenblendig fotografieren zu müssen, musste ich den ISO-Wert auf 200 anheben. Diese Einstellungen habe ich dann bei den meisten Fotos der Serie angewendet.
Die Bearbeitung fand zu gleichen Teilen in Lightroom (RAW-Entwicklung) und Photoshop statt (Kontraste, Bildlook). Dabei habe ich auch auf Silver Efex von Nik zurückgegriffen, vor allem um den Kontrast an einigen Stellen zu verstärken, bzw. Details herauszuarbeiten. Es ist übrigens mit Absicht so dunkel.


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Längenfeld – der vierte und letzte Tag im Ötztal

Am vierten Tag wollte ich dann zum Hauersee, der sich oberhalb von Längenfeld befindet. Schließlich hatte ich immer noch keinen richtigen Gebirgssee gesehen. Auf der Karte sah die Strecke dort hin auch gar nicht so schwer aus. Die Realität war dann doch eine andere.
Wir machten uns wieder zeitig auf den Weg, denn der Wetterbericht sagte für den späten Nachmittag Gewitter voraus.

Talsicht
der Blick in die Ferne
Talsicht

Das Wetter war wieder super, leicht bewölkt und gut warm. Die Sonne sollte uns später noch zum Verhängnis werden. Sie sorgte bei uns beiden für einen ausgewachsenen Sonnenbrand auf den Waden. Dort hatte ich vorher noch nie Sonnenbrand.
Der Weg führte wieder vorbei an der Pestkapelle und lief sich gut. Doch schon bald war die Schotterstraße zuende und der Wanderweg offenbarte sein wahres Gesicht: steil, steinig, schmal und nicht immer ganz intakt. An einer Stelle war der Weg eigentlich unpassierbar, da wohl vor gar nicht langer Zeit ein bisschen Hang mit Bäumen abgerutscht war. Wir mussten also über die Bäume klettern.

der Weg

Auch an anderen Stellen lagen große Felsen mitten auf dem Weg.

Geröll

Bald darauf kamen wir auch schon in die Nähe der Baumgrenze an ein kleines Tal. Dort ließen es sich einige Schafe gut gehen. Manche von ihnen waren wie wir auch auf der Suche nach Schatten.

Talsicht
Gebirgsbach
Schafe

Am Rand des kleinen Tals gab es einen Wasserfall der von der Sonne angestrahlt wurde.

Wasserfall
Wasserfall

Nach kurzer Rast machten wir uns wieder auf den Weg weiter bergan. Dabei bot sich uns ein herrlicher Ausblick auf die umgebenden Berge und das Ötztal.

Alpenpanorama
Bergsicht
Schnee
Talsicht

Als wir dann die nächste Ebene erreichten, sahen wir, dass mein Wunsch den Hauersee zu sehen wohl nichts werden würde. Die Schneefelden nahmen zu und der eigentliche Wanderweg war nicht mehr auszumachen. Ohne entsprechende Ausrüstung wollten wir das Risiko nicht eingehen und entschieden uns das Vorhaben abzubrechen.

Brücke
Alpenpanorama
Schneefeld und Gebirgsbach

Da wir den Weg wegen seiner Gefahren nicht noch einmal absolvieren wollten, suchten wir auf der Karte nach Alternativen. Die einzige Möglichkeit bestand darin über einen kleinen Bergkamm ins nächste Tal zu wandern. Die Strecke dort hin war auch wieder etwas spannend. Schnee und Geröll machten das Passieren nicht einfacher.

Wanderweg
Alpenpanorama

Auf dem Kamm angekommen konnte man schön in beide Täler gleichzeitig blicken. Aber auch die Sicht ins Ötztal war klasse. Auf dem Kamm gab es eine etwas größere Pfütze, die dann wohl der einzige „Bergsee“ blieb, den ich in diesem Urlaub gesehen habe 😉

360° Panorama
Kammweg - Talsicht
Kammweg - Bergsicht
Alpenpanorama

Im anderen Tal gab es auch wieder einen Gebirgsbach, in dem wir unsere Flaschen auffüllten. Viele Fotos habe ich auf dem Weg bergab dann nicht mehr gemacht, da es dort Landschaftlich nicht so besonders war. Außerdem musste ich aufpassen, dass ich keine Wurzel übersehe und ein Langes schieße.

Gebirgsbach
Gebirgsbach
Alpenpanorama

Nach dieser Tour waren wir fix und alle, aber die Fotos haben uns im Nachhinein betrachtet dann doch für die Strapazen entschädigt.

Das war meine kleine Serie über unseren Urlaub im Ötztal. Es werden später noch ein paar Fotos im Rahmen einer anderen Serie folgen.

Insgesamt war es ein sehr schöner, wenn auch anstrengender Urlaub, der leider viel zu kurz war. Wir werden auf jeden Fall wieder hinfahren, denn es gibt ja noch so viel zu sehen; speziell im Ötztal und allgemein in Tirol.

Nisslalm – der dritte Tag im Ötztal

Am dritten Tag unseres Urlaubs im Ötztal wollte ich unbedingt zum Schönrinnenkarsee. Meine Frau war zum Glück auch für Idee zu begeistern, da sie in Kindertagen schon mal in Gries war. Damals ist sie auch auf der Nisslalm gewesen und meinte zu mir, dass es dort schön sei. Der See ist laut Karte auch gar nicht so weit weg davon.
Also machten wir uns auf den Weg nach Gries, denn von dort wollten wir loswandern. Das Wetter war wieder spitze und die Laune gut.
In Gries angekommen musste ich erstmal die Straße räumen, denn es herrschte morgendliche Betriebsamkeit 😀

Kühe in Gries

Nachdem ich es erfolgreich vermieden hatte von den Kühen geplättet zu werden ging es auf den Wanderweg in Richtung Nisslalm. Dabei führte der Weg am Anfang noch entlang des Fischbachs und in Richtung der Vormittagssonne. Dabei konnte ich testen, wie die Blendensterne mit dem Nikkor 16-35mm f/4 VR* aussehen. Die besten Resultate habe ich bei Blende f/11 bis f/16 erreicht, aber auch bei f/7.1 können sie sich sehen lassen. Letztere sind etwas dezenter, was manchmal einfach besser wirkt. Aber ich schweife ab.

Fischbach I
 (D750, 16mm, f/7.1, 1/1000s, ISO100)
 
Fischbach II
 
Baum und Sonne
 (D750, 16mm, f/16, 1/125s, ISO100)

Kurze Zeit später ging es dann eine Waldstraße (Schotterweg trifft es eher) den Anstieg hinauf zur Nisslalm. An einigen Stellen des Wegen hatte man eine schöne Sicht auf die Berge der gegenüberliegenden Talseite.
Mittlerweile versuche ich ja bei jeder Gelegenheit Panoramen zu erstellen. Seit das auch in Lightroom geht ist das aber auch zu verlockend. Und außerdem reichen selbst 16mm an Vollformat manchmal nicht um alles aufs Bild zu bekommen.

Bergsicht-Panorama I
 (D750, Panorama aus 5 Fotos, 16mm, f/11, 1/200s, ISO100)
 
Bergsicht-Panorama II
 (D750, Panorama aus 5 Fotos, 16mm, f/11, 1/200s, ISO100)

In der anderen Blickrichtung gab es natürlich auch so manches zu entdecken. So plätscherten einige Bäche den Hang herunter, wie kleine Wasserfälle. Vor denen kann man kleine Spielereien mit längerer Belichtungszeit machen. Einfach eine Person (in diesem Fall meine Frau) vor dem „Wasserfall“ platzieren und mit relativ langer Belichtungszeit fotografieren. Allerdings sollte die Zeit immer noch kurz genug sein, damit man nicht verwackelt. Ein Bildstabi ist bei solchen Aufnahmen von Vorteil.

meine Frau
(D750, 16mm, f/16, 1/15s, ISO64)

Ich war wirklich froh, dass die D750 bis ISO50 „runter“ kann, denn das ermöglicht ohne ND-Filter-Einsatz bzw. eine zu geschlossene Blende hinreichend lange Belichtungszeiten.

Bank
(D750, 19mm, f/16, 1/40s, ISO50)

Nach vollbrachtem Aufstieg zur Nisslalm gönnten wir uns erstmal was zu essen. Ich kann den Kaiserschmarrn, den es dort für einen schmalen Taler gibt, nur empfehlen, ebenso wie die Gulaschsuppe. Mal abgesehen vom Kulinarischen ist es dort oben recht idyllisch.

Nisslalm

Nachdem wir uns gestärkt hatten ging es weiter in Richtung Schönrinnenkarsee. Irgendwie war keiner so bekloppt wie wir und ist dort hoch marschiert. Wir waren also ganz alleine und unter uns mit der Natur und Landschaft. War auch nicht schlecht, so hatten wir unsere Ruhe und konnten die Gegend genießen. Das Wetter änderte sich auch etwas; es bewölkte sich nun zunehmends.

 einsam
 
Schnee im Sommer

Warm war es auch noch … bis ich die glorreiche Idee hatte mitten durch den Schnee zu wollen:

verdammt ...
(das Foto hat meine Frau gemacht und hätte auch gut in ihren Beitrag gepasst ^^ )

Der Schnee war saukalt, vor allem, nachdem ich wortwörtlich bis zu den Hüften darin versunken war. Das hat meine Frau leider nicht fotografiert, wahrscheinlich weil sie zu sehr mit Lachen beschäftigt war.
Irgendwie hab ich es dann doch wieder heraus geschafft und den Aufstieg weiter fortgesetzt. Bis zu dem Punkt an dem meine fürsorgliche Frau mir verbot noch weiter durch das Kar und dessen Geröllfeld hinaufzusteigen zum See. Es war ihrer Meinung nach zu gefährlich; ich bin da ja immer noch anderer Meinung ^^
Naja, so bleiben wir im Geröllfeld unterhalb des Karsees und machten von dort aus Fotos. Das Schneefeld in dem ich abgetaucht bin hielt andere Wanderer scheinbar davon ab bis zu uns vorzudringen. Ihre Stimmen konnte ich hören, zu sehen waren sie aber nicht. Beim Rückweg konnten wir frische Spuren von Wanderstöcken sehen, die bei unserem Aufstieg noch nicht da waren. Da scheint jemand die Lust verloren zu haben und umgedreht zu sein.

Kar-Panorama
(D750, Panorama aus 5 Fotos, 16mm, f/11, 1/200s, ISO100)

Beim Abstieg machten wir kurz unterhalb des kleinen Schneefeldes noch mal Halt. Wenigstens einmal wollten wir unsere Füße in einen Gebirgsbach halten.

Gebirgsbach
(D750, 24mm, f/11, 15s, ISO50)

Nachdem ich das Foto sah hatte ich eine Idee für ein „Selfie“, weil das ja gerade so in Mode ist. Also Fotomaschine aufs Stativ gespannt und den Selbstauslöser aktiviert.

hart im Nehmen
(D750, 24mm, f/5.6, 5s, ISO100)

Das Wasser war kalt, sehr kalt, wie ihr vielleicht an dem etwas erzwungen wirkenden Lächeln erkennen könnt. Das Schöne ist ja immer wenn der Schmerz nachlässt.
Nach dieser Erfrischung der etwas härteren Art ging es weiter bergab und ich fotografierte noch ein paar Kuhschellen am Wegesrand.

Kuhschelle

Das war es vom dritten Tag des Ötztal-Urlaubs. Fotos vom vierten und letzten Tag kommen dann am Wochenende.


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Längenfeld – der zweite Tag im Ötztal

Brandalm – Hängebrücke – Burgstein – Fischbach – Stuibenfall

Am zweiten Tag unseres Urlaubs wollten wir unbedingt zur Hängebrücke über Längenfeld, die sich zwischen der Brandalm und Burgstein befindet. Außerdem wollten wir auch den Stuibenfall besichtigen.

Brandalm

Also ging es von Dorf (dort befand sich unsere Ferienwohnung) in Richtung Fischbach und an diesem ein kleines Stück entlang. Danach führte uns der Schotter-Weg in Serpentinen nach oben in Richtung Brandalm. Dort angekommen bietet sich einem ein herrlicher Blick über das Ötztal. Eine kleine Kapelle rundet das idyllische Gesamtbild ab.

Längenfeld

Brandalm

Brandalm

Brandalm

Brandalm

Brandalm

Hängebrücke

Zwischen der Brandalm und Burgstein befindet sich seit 2013 eine stählerne Hängebrücke. Von ihr hat man auch eine wunderbare Sicht auf die Umgebung. Da man auf ihr nur auf Gitterrosten läuft ist sie nicht unbedingt etwas für Leute mit Höhenangst.

Hängebrücke Längenfeld

Burgstein

Kurze Zeit später erreichten wir Burgstein, wo wir auch Mittag gegessen haben. Die Panorama-Terrasse des dortigen Hotels trägt ihren Namen zu Recht. Von dort habe ich dann auch die erste längere Langzeitbelichtung des Urlaubs gemacht, die ich jedoch erst später zusammen mit den anderen zeigen möchte.
Auch in Burgstein gibt es wieder eine kleine Kapelle und saftig grün-bunte Almwiesen. An deren Anblick zusammen mit den Bergpanoramen kann ich mich irgendwie nicht satt sehen.

Burgstein

Burgstein

Burgstein

Fischbach

Nachdem wir von unserer Tour zurück kamen, gingen wir noch ein bisschen entlang des Fischbachs. Wie so viele Gebirgsbäche ist sein Wasser klar und leicht türkis gefärbt. Hineingegangen sind wir natürlich nicht, auch wenn uns nach einer Abkühlung zumute war. Die Gefahr bei so einer reißende Strömung ist einfach viel zu groß.

Fischbach

Stuibenfall

Nachdem wir wieder in der Ferienwohnung angekommen waren und uns etwas erfrischten, entschlossen wir uns noch nach Umhausen zu fahren und den Stuibenfall, Tirols größten Wasserfall, zu besichtigen.
Nachmittags war dort wirklich gar nichts mehr los, was uns nicht gestört hat. Denn die Tageszeit hatte ihren ganz eigenen Charme: der Wasserfall wurde von der langsam untergehenden Sonne schön angeleuchtet.

Stuibenfall
(D750, 16mm, f/16, 1/5s, ISO50)

Stuibenfall
(D750, Panorama aus 4 Fotos, 16mm, f/7.1, 1/320s, ISO100)

Stuibenfall
(D750, 16mm, f/5.6, 8s, ISO100)

Ich habe bei diesen drei Fotos mal die Aufnahmedaten wieder mal drunter geschrieben, weil man schön sehen kann, dass schon 1/5s Belichtungszeit reicht, um schnell fließenden Wasser verwischen zu lassen. Bei 8s wird es schon sehr milchig, was natürlich auch schick aussieht.

Damit beende ich den Beitrag zum zweiten Tag im Ötztal.

Längenfeld – der erste Tag

Hier nun kommen die ersten Fotos von unserem Urlaub in Längenfeld im Ötztal.
Nach der langen Fahrt (es ging schon kurz vor 4 Uhr von Dresden aus los) wollten wir es erstmal ruhig angehen lassen und die nähere Gegend etwas erkunden. Deswegen gibt’s auch noch nicht so viel zu sehen: der Blick von der Ferienwohnung, Ötztaler Ache, Blick ins Ötztal und zum Schluss die Pestkapelle. Letztere ist von außen eher unscheinbar, von innen jedoch umso prächtiger.

Ötztal

Ötztal

Ötztal

Ötztal

Ötztal

Pestkapelle Längenfeld

Pestkapelle Längenfeld

Pestkapelle Längenfeld

Gänseblümchen

Der nächste Teil kommt am Wochenende.

Rabenauer Grund – mal wieder eine Langzeitbelichtung

Ich war mal wieder mit meiner Frau unterwegs um für meinen Kalender-Auftrag zu fotografieren. Diesmal war der Rabenauer Grund das Ziel. Genauer gesagt die alten Steinbrücken der Weißeritztalbahn.

Rabenauer Grund

Da die Rote Weißeritz zurzeit nicht viel Wasser führt, umspült sie die im Flussbett liegenden Steine und Felsen und es entstehen viele Wirbel mit etwas Gischt. Da musste ich einfach wieder ein paar Langzeitbelichtungen machen.
Zum Glück war es recht windstill, so dass die Blätter des umgebenden Waldes sich nicht allzu sehr bewegten. Vor allem bei einer Belichtungszeit von über zwei Minuten würden sich stark bewegende Äste eine Unruhe erzeugen, die der Gesamtwirkung des Fotos entgegen wirken würde.
Die Belichtungszeit von 136s habe ich durch den Einsatz des ND3.6 Graufilters von Haida* erreicht. Um eine möglichst große Tiefenschärfe bei bestmöglicher Gesamtschärfe zu erreichen habe ich bei Blende f/11 fotografiert. Da ich aber nicht über vier Minuten belichten wollte, musste ich den ISO-Wert auf 200 anheben. Ich hätte auch den ND3-Filter nehmen und mit ISO50 fotografieren können, hätte bei den Lichtverhältnissen ohne Gegenlicht sicherlich kaum einen Unterschied gemacht.


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Panorama von der Brand-Baude

Am Freitag nach Himmelfahrt war ich mit meinem Kumpel Daniel im Polenztal unterwegs. Wir wollten zur alten Waltersdorfer Mühle, da ich von ihr ein paar Fotos für einen Kalender machen wollte. Dort angekommen stellten wir fest, dass die Mühle zwar idyllisch gelegen ist, aber an sich doch wenig einladend aussieht. Da ich vorher noch nie im Polenztal war und die Gegend gern etwas näher kennen lernen wollte, machte ich den Vorschlag den Schulzengrund in Richtung Brand-Baude zu laufen. Der Weg im Schulzengrund ist wenig spektakulär, anders als die vielen Stiege in den Schrammsteinen. Doch an der Brand-Baude angekommen bietet sich ein herrlicher Blick über das Elbsandsteingebirge. Geradezu sieht man die Festung Königstein, ganz links (nicht im Bild) waren die Schrammsteine zu sehen. Da hier selbst ein Ultraweitwinkel-Objektiv an seine Grenzen kommt, war klar, dass ich ein Panorama erstellen muss.

Saxon Switzerland Panorama

Dieses Panorama habe ich in Lightroom aus 8 Einzelfotos zusammengesetzt, die jeweils mit dem hervorragenden Sigma 50mm f/1.4 ART* entstanden sind. Herausgekommen ist ein ca. 109 Megapixel großes Panorama. Erstaunlicherweise sind trotz Fotografierens aus der Hand keine Stitching-Fehler entstanden. Auch wenn es wohl bessere Software für die Erstellung von Panoramas gibt, bin ich mit dieser Funktion bei Lightroom CC* doch sehr zufrieden.

Wenn ihr mögt, könnt ihr gern mal auf der Seite von Daniel vorbei schauen, er würde sich über neue Follower freuen.


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