Unterwegs mit Vanessa

dsc_5595-bearbeitet

Kurz vor Ende des alten Jahres wart ich nochmal mit Vanessa für ein kurzes Shooting verabredet. Wir trafen uns am Campus der TU Dresden und liefen ein wenig umher, quatschten und machten Fotos. Das Wetter hätte wahrlich nicht besser sein können als am Tag vor Silvester; blauer Himmel und die schon tief stehende Wintersonne. Und so enstanden einige schöne Portraits von Vanessa, diesmal allerdings komplett digital und nicht analog wie beim letzten Shooting.

Mehr Fotos vom Shooting gibt es auf neugi85.de zu sehen.

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Winterlandschaft – Graben und Baum

trench and tree

Normalerweise gehen wir immer um den Grünewalder Lauch spazieren, wenn wir bei meinen Schwiegereltern sind. Da das Gebiet um Gorden jedoch noch mehr zu bieten hat, sind wir auch mal durch den Wald nördlich davon (Suden bei Gorden) gegangen. Dort war es so schön ruhig, man hörte nur seine eigenen Schritte im Schnee. Dort ist übrigens auchdas Foto „Außenseiter“ entstanden, das ich bereits auf Facebook, Flickr und 500px gezeigt habe.
Zwischen Wald und Dorf liegt ein Graben (Flösse) und genau der ist auf dem oberen Foto zu sehen. Gemacht habe ich es mit der Mamiya RB67 und Ilford FP4+, wobei ich es bewusst ca. 2/3 Blenden überbelichtet habe. Ich hatte in mehreren Quellen gelesen, dass der FP4+ zwar eigentlich ein ISO125-Film sei, aber der EI (exposure index) eher bei 80-100 liegt. Und wie es scheint passt das für den Entwicklungsprozess den Foto Görner nutzt sehr gut.

Was mich natürlich beim Betrachten und Scannen der ersten Filmrolle aus der RB67 besonders gefreut hat, sie hat keine Lichtlecks. Ich werde die Dichtungen trotzdem erneuern, sicher ist sicher. Außerdem habe ich den Reparatursatz sowieso schon in Japan bestellt.
Apropos Scannen. Ich scanne immer als TIFF (6400dpi, 16bit), damit ich da noch ein paar Korrektur-Reserven habe. Wobei ich sagen muss, dass ich mit Belichtungsmesser und der RB67 ohnehin schon korrekter belichtete Fotos erhalte, als mit der internen Belichtungsmessung der Pentax 645. Dabei ist es egal, ob ich die D750 als Belichtungsmesser (deren Spotmessung ist wirklich sehr sehr präzise) missbrauche oder mit meinem Gossen Variosix F (auch ein super Gerät) arbeite. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich mich sowieso mehr mit dem Motiv, seinen Eigenheiten und der gesamten Lichtsituation beschäftige.

Und weil ja Phase One derzeit mit seinem 100 Megapixel Mittelformatsensor Schlagzeilen macht. Die Scans der Nagtive aus der RB67 haben bei mir um die 200-250 Megapixel 😉

Libeskind-Keil – Kontroverse Architektur in Dresden

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr

Dieser Keil, entworfen vom Stararchitekten Daniel Libeskind, ziert das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden. Ich persönlich finde die neue Architektur des MHM sehr gut und ansprechend. Das gilt nicht nur für die äußere Gestaltung, sondern auch für die Innenarchitektur.
Ich weiß, es gibt einige Stimmen, die das Gebäude durch den großen Metallkeil entstellt finden. Die Geschmäcker und Ansichten sind halt verschieden und das ist auch gut so, denn dadurch wurde ein Ziel schon erreicht: es wird über das Militärhistorische Museum gesprochen und diskutiert.

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr

Dass das Museum mehr als nur eine kontroverse Architektur besitzt, zeigt sich durch seine Ausstellungen. Über die wird es in einem späteren Betrag gehen.

Barockgarten Zabeltitz im Winter

Wie angekündigt, kommen nun weitere winterliche Impressionen vom Barockgarten Zabeltitz.

Schloss Zabeltitz
Links ist das Schloss Zabeltitz zu sehen.

Palais im Barockarten Zabeltitz
Das Palais des Barockgarten Zabeltitz, von dem aus man einen schönen Blick über den Barockgarten werfen kann.

Barockgarten Zabeltitz
So sieht es dann vom Palais gesehen aus.

Wenn man vom Palais in Richtung Schloss geht, kommt man zu einem kleinen Teich, dem Inselteich. Dieser ist jedoch zur Zeit leer, lediglich ein kleines Schwanenhaus steht noch dort auf seinen Pfeilern.

Schwanenhaus Zabeltitz
Das Schwanenhaus vom Inselteich.

wooden bridge
Holzbrücke die über einen Kanal vom Inselteich führt.

Wie auch das winterliche Dresden hat der Barockgarten Zabeltitz im Winter mit Schnee seinen Charme. In Schnee gehüllt und von der Wintersonne bestrahlt kommt eine ganz andere Stimmung rüber, als zum Beispiel im Sommer. Außerdem verirrt sich bei gefühlten minus zwanzig Grad kaum jemand in Parks und Gärten, was dem geneigten Fotografen durchaus entgegenkommt.

Mit diesem Foto wünsche ich allen ein schönes Wochenende.

walking away

Entstanden ist das Foto letztes Wochenende im Barockgarten Zabeltitz. Es ist wirklich schön dort, aber aufgrund der frostigen Temperaturen konnte ich nicht so lange dort verweilen und fotografieren, wie ich das gern gewollt hätte.
Ein paar Fotos vom Barockgarten mit seinem Palais habe ich noch, die werden dann aber erst im nächsten Post zu sehen sein.

Winterspaziergang im Barockgarten Zabeltitz

Eisblumen – Wenn das Chaos Baumeister ist

Dieses Wochenende war es endlich mal winterlich kalt. Teiche, Seen und Bäche frieren zu. Und an manchen Fensterscheiben entstehen Eisblumen. In meinem Fall sehen sie weniger nach Blumen aus 😉 Zeigen möchte ich sie trotzdem.

frost pattern
Eisfarn trifft es hier wohl eher ^^

frost pattern
Was auch immer das sein könnte, mir gefällt es.

Es ist faszinierend, dass all diese Formen durch Chaos entstanden sind und keinem festen Muster folgen. Und doch sind Ähnlichkeiten erkennbar und die Formen oft ästhetisch und harmonisch. Der Zufall ist ein guter Baumeister, wie es scheint.

Automatischer Weißabgleich – manchmal ganz schön daneben

Fast jeder kennt das, man fotografiert ein schöne Szene und muss nachher feststellen, dass irgendwie die Stimmung im Foto gar nicht rüber kommt. Die Farben sind falsch. Vor allem bei nächtlichen Aufnahmen liegen manchmal Welten zwischen „gesehen“ und „fotografiert“. Was ist das Problem? Meistens ist es der automatische Weißabgleich, der einem einen Strich durch die Rechnung macht. Wie zum Beispiel auf folgendem Bild:

automatischer Weißabgleich der Kamera

automatischer Weißabgleich der Kamera

Naja, der orange-braune Farbstich ist in manchen Augen vielleicht ganz nett, aber so sah es zu dem Zeitpunkt nicht aus! Die Straßenlaternen und die von Dresden angeleuchteten Wolken irritieren den automatischen Weißabgleich der Kamera offenbar gewaltig. Denn stellt man den Weißabgleich in der Kamera (oder in meinem Fall in Lightroom) auf „Wolframlampenlicht“ (2850K), so erscheint das Foto in einem völlig anderen Licht:

Weißabgleich Wolframlampenlicht

Weißabgleich Wolframlampenlicht

Das sieht schon besser aus und in etwa auch so, wie ich es subjektiv mit meinen Augen gesehen habe. Damit ihr den Weißabgleich im Nachhinein noch verlustfrei ändern könnt bedarf es des Raw-Formats. Klar, man kann auch bei einem Jpeg des Weißabgleich nachher anpassen, allerdings kann es dabei zu sehr hässlichen Tonwertabrissen kommen. Daher mein Ratschlag, immer in Raw zu fotografieren, soweit die Kamera das erlaubt.

Aber zurück zum Weißabgleich und dessen Veränderung. Das Foto oben ist schon ganz gut, haut mich von der Stimmung aber nicht so vom Hocker. Es wirkt noch zu warm. Das passt einfach nicht zu einem Winter-Foto. In Lightroom kann man mit dem Pipetten-Werkzeug einen bestimmten Bereich wählen, der farbneutral sein soll. Ich mache es mir da einfach und wähle den Schnee, denn Schnee ist im Idealfall weiß, bzw. grau. Einen Gelbstich sollte er eher nicht haben 😉

manueller Weißabgleich

manueller Weißabgleich

Die kühle, winterliche Stimmung kommt so besser rüber, finde ich.

Das Winterbild ist schon relativ alt und wenig reizvoll, aber es soll eins verdeutlichen. Der Weißabgleich ist essenziell für die Stimmung eines Fotos, auf seine Wirkung. Egal ob Tag oder Nacht, egal welche Jahreszeit, egal welches Motiv, ein falscher oder ungeschickt gewählter Weißabgleich entwertet jedes Foto. Also verlasst euch nicht auf den automatischen Weißabgleich, denn der liegt manchmal eben ganz schön daneben.

Im Handel gibt es diverse Hilfsmittel, um den korrekten Weißabgleich zu ermitteln: Graukarten, Lenscaps, etc. Ein Stück grauer Karton vom Schreibwarenladen reicht aber meistens auch aus, da muss man nicht unbedingt viel Geld ausgeben.