Die Wolken fliegen wieder …

clouds are moving again

Eine Bekannte hat mir gestern geschrieben, meine Fotos wären etwas (in letzter Zeit) zu bunt. Guck mal, Sue, ich kann auch anders 😉

Die Landschaft kommt dem ein oder anderen vielleicht bekannt vor. Genau, es ist das Feld in Gorden, das ich immer mal wieder ablichte, wenn ich bei meinen Schwiegereltern bin. Diesmal kamen drei Filter zum Einsatz: 1. ND3.6 Graufilter, 2. Polfilter und 3. Orangefilter (22). Den Orangefilter wollte ich einfach mal testen, den habe ich mir für meine analoge S/W-Fotografie besorgt (und noch nicht bezahlt, mache ich, wenn ich das nächste Mal bei euch bin, liebes Foto-Görner-Team). Er sorgt dafür, dass die Blautöne im Foto abgedunkelt werden. Vor allem für Landschaftsaufnahmen ist das sehr sinnvoll, wenn der Himmel dramatischer wirken soll.

Mit diesem Foto wünsche ich schon mal ein schönes Wochenende 🙂

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10 Minuten am See

Letztens war ich mal wieder am Grünewalder Lauch. Allein und ungestört konnte ich mich am Steg eines kleinen Ausfluglokals ein bisschen austoben. Wer mir auf Instagram oder Facebook folgt, der kennt schon das „Hinter-den-Kulissen-Foto“ von meinem kurzen Ausflug. Das Wetter sorgte dafür, dass nur wenige Spaziergänger unterwegs waren und so hatte ich den Strand und den Steg für mich. Ich wollte mal wieder eine Langzeitbelichtung machen.

Ich habe ja schon länger keine Langzeitbelichtung mehr gemacht und wie sollte es anders sein, ich vergaß mal wieder den Sucher abzudecken. Also musste ich die Aufnahme neu starten. Und dabei hatte ich mir gesagt, dass mir das nach dem fotografischen Unfall an der Elbe nicht noch mal passiert. Irgendwie habe ich mich wohl etwas zu sehr an die Mamiya RB67 gewöhnt, denn dort muss ich nichts abdecken. Ihr Spiegel lässt ja kein Licht durch ^^

10 minutes at the lake (b&w)

10 Minuten am See

Die Wolken sahen aus, als ob sie bei 10 Minuten Belichtungszeit schöne Spuren ziehen würden. Dem war aber eher nicht so. Sie waren eher am Quellen und weniger am ziehen. Ich finde das Ergebnis trotzdem gut geworden.

Da meine Frau die farbige Variante auch sehr gut findet, möchte ich sie hier auch zeigen (ich persönlich bevorzuge ja die S/W-Version).

10 minutes at the lake

Morgennebel und Langzeitbelichtung II

Als ich letztens kurz nach dem Aufstehen aus dem Fenster unseres Schlafzimmers blickte, zogen wieder Nebelschwaden durch das Kaitzer Tal. Diesmal jedoch diffuser, als noch vor ein paar Wochen (siehe Beitrag „Morgennebel und Langzeitbelichtung“). Außerdem stieg er nicht auf, sondern wurde nur in Richtung Gittersee geweht. Dadurch wurde eine ganz andere Stimmung erzeugt, die ich aber auch wieder schön fand. Ich habe mich wieder für eine Langzeitbelichtung mit 10 Minuten Belichtungszeit entschieden. Und ich finde das war der richtige Entschluss.

view I
(D750, 50mm, f/8, 600s, ISO100)

Nach der Aufnahme ließ ich die Kamera im Schlafzimmer stehen, da sie sowieso noch mit Darkframe aufnehmen und verrechnen beschäftigt war. Und da habe ich sie doch glatt vergessen. Naja, nach zwei Stunden fiel’s mir wieder ein, dass sie dort steht und wollte mal sehen wie das Ergebnis war. Unterdessen hatte sich die gesamte Lichtstimmung geändert und der Nebel war verflogen. Ganz leicht diesig war es noch in Bodennähe. Und da war ich neugierig, wie das ganze bei eine LZB aussieht, da die Wolken auch gut aussahen, aber recht langsam zogen.

view II
(D750, 50mm, f/11, 695s, ISO100)

Durch den Dunst verlieren die Landschaft, aber auch der Himmel, ziemlich an Kontrast. Das Dunst-Entfernen-Werkzeug von Lightroom kann hier zwar helfen, aber es verändert den Look des Fotos doch beträchtlich, wenn es zu stark eingesetzt wird. Außerdem frischte der Wind wohl etwas auf, was an den vorderen Bäumen gut zu sehen ist. Also insgesamt nicht so das Bomben-Foto, aber zeigen möchte ich es trotzdem, weil es zeigt, dass man für gute Fotos lieber etwas eher aus dem Bett sollte. Vor allem im Herbst.

Achja, nicht vergessen, in der Nacht vom 27. zum 28. September (4:11 Uhr geht es in Deutschland los) gibt es ein einmalige Schauspiel am Nachthimmel: den Blut-Super-Mond. Den sollte man nicht verpassen, denn es kommt erst im Jahr 2574 wieder zu dieser einmaligen Kombination aus Erntemond, Vollmond und Supermond.

10 Minuten Dresden – aller guten Dinge sind zwei

Ich war heute früh mit Sven an der Elbe in Dresden und wollte Langzeitbelichtungen erstellen. Es zogen langsam Wolken auf, was uns natürlich sehr entgegen kam. Doch meine Schusseligkeit hätte einem gutem Ergebnis fast einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Als erstes habe ich wie immer ein Foto ohne ND-Filter gemacht, um die korrekte „normale“ Belichtungszeit zu ermitteln.

Dresden
(D750, 16mm, f/11, 1/500s, ISO100)

Während des Umbaus für die Langzeitbelichtungen haben Sven und ich uns unterhalten. Auf der einen Seite ist das natürlich auch Sinn und Zweck eines Treffens, andererseits war ich dadurch irgendwie nicht mehr ganz so konzentriert. Während der Aufnahme sah ich dann, dass ich die Sucherabdeckung vergessen hatte anzubringen. Naja, knapp 8 Minuten waren schon rum also, ließ ich sie die letzten zwei Minuten auch noch belichten. Die Hoffnung, dass es vielleicht nicht ganz so schlimm wäre, weil die Sonne ja von vorn kam, wurde dann beim Betrachten des Ergebnisses 10 Minuten später jäh zerschlagen.

Offener Sucher
(D750, 16mm, f/11, 638s, ISO100)

Also mit so einer krassen Fehlbelichtung hatte ich nicht gerechnet, höchstes mit einem sichtbaren Lichtband. Diese Aufnahme bestätigt wieder, dass bei Langzeitbelichtungen der Sucher generell verschlossen sein sollte. (Was ich auch schon im Beitrag über Langzeitbelichtungen am Tag geschrieben hatte.) Aber hey, Fehler sind dazu da, dass man sie macht.
Ich habe dann noch ein richtig belichtetes Foto machen können, weil Sven zum Glück noch etwas Zeit hatte.

10 Minuten Dresden
(D750, 16mm, f/11, 600s, ISO100)

Bei diesen Fotos habe ich wieder auf meine geschätzten ND-Filter von Haida zurückgegriffen. Einmal den Haida Pro II MC ND1.8 Slim* und einmal den Haida Pro II MC ND3.6 Slim*.


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10 Minuten Alpen II – ein eher untypischer Himmel

Das zweite Foto der Serie „10 Minuten Alpen“ entstand auf dem Weg zum Hauersee. Im ersten Moment dachte ich mir, dass die Wolken im Zentrum der Aufnahme seltsam und für eine 10-Minuten-Belichtung untypisch aussehen. Irgendwie fand ich das Ergebnis aber interessant.
Nach ein paar Momenten der Verwunderung machte es Klick. Ich hatte schlicht und einfach festgehalten, wie sich tiefere Quellwolken am Bergkamm auftürmten. Und das ging bei gefühlter Windstille eben nicht so schnell, dass die Wolken in 10 Minuten hätten Spuren ziehen können.
Vor allem wegen diesem untypischen Aussehen ist es das zweite Foto der Serie, dass ich zeigen möchte. Auch wenn es eigentlich das letzte war, dass ich gemacht habe.

10 Minuten Alpen II
(D750, 16mm, f/5.6, 599s, ISO200)

Am Wochenende habe ich mir mal wieder die Zeit genommen um ein wenig in Sachen Langzeitbelichtung am Tag zu experimentieren. Die sehr wechselhafte Bewölkung lud ja dazu regelrecht ein.

moving clouds
(11mm, 25s, f/16, ISO 100)

Diesmal war die Szenerie nicht die Ostsee vor Usedom, sondern ein Gerstenfeld in Südbrandenburg. Nach einigem Probieren kam ich bei einer Belichtungszeit von 25s heraus. Einerseits ist die Bewegung der Wolken und der Geste gut zu sehen, andererseits ist nicht alles bis zur Unkenntlichkeit verwaschen. Zum Einsatz kam wieder ein ND3-Graufilter von Haida, sowie das Tokina 11-16.

Alles in Bewegung